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The strategy for the barometer

Tägliche Kolumne von Dipl.-Ing. Matthias Wiemert

 17-07-2024

 

Von wegen Verschnaufpause. Der Russell startet erneut durch. Heute scheint es jedoch weniger euphorisch zuzugehen. Die Futures des S&P 500 stehen vorbörslich knapp ein Prozent im Minus. Man könnte hier schon wieder an einen neuen Einstieg für eine Long-Position denken, denn in starken Märkten beschränken sich Pullbacks gerne nur auf ein oder zwei Tage.

Eine ähnliche Zinssituation wie aktuell hatten wir 1991. Hier der Chart vom SP500 dazu:

https://www.tradingview.com/x/iqWfCrlV/

Der Anstieg des Russell in den letzten Tagen ist vergleichbar mit dem Anstieg des S&P 500 im Jahr 1991.

 

Auch 1991 fielen die Märkte zunächst wegen Zinssorgen. Als klar wurde, dass diese Sorgen sich auflösen würden, hob der S&P 500 ab wie eine Rakete.

 

Ich könnte mir ein ähnliches Szenario für die Gegenwart vorstellen, denn die Umsätze im Russell sind massiv, und das schon seit vier Tagen.

https://www.tradingview.com/x/FTqMKjDL/

Interessante Aktien sind Bitcoin-bezogene Titel. Man sagt, Trump sei ein Bitcoin-Befürworter. Die Chancen für Trump, die Präsidentschaftswahl zu gewinnen, stehen gemäß Medien recht gut.

 

Sollte er die Wahl gewinnen (und nicht vorher einem zweiten Attentat erlegen), dürfte das die Bitcoin-bezogenen Aktien noch einmal ordentlich beflügeln.

 

Derzeit sind die Titel heiß, aber auftretende Basen oder Pullbacks in nächster Zeit sind wahrscheinlich gute Einstiegsmöglichkeiten. Der ETF WGMI eignet sich gut, wenn man nicht weiß, welcher Wert sich für die Bitcoin-Story am besten eignet.

 16-07-2024

 

Nach der fulminanten Drei-Tages-Rally im Russell ist eine Pause mittlerweile sehr wahrscheinlich. Der S&P 500 und auch der Russell zeigen schon Ermüdungserscheinungen, erkennbar durch die Abverkäufe in den letzten Handelsstunden der letzten drei Tage. Zudem sehen wir eine leichte Zunahme der Volatilität.

 

aber ok, eine Verschnaufpause haben sich die Indizes verdient.

Was gibt es sonst Neues zu berichten? Vielleicht lohnt sich ein Blick auf die kurzfristigen Anleihezinsen. Diese befinden sich aktuell geradezu im Sinkflug, was darauf hindeutet, dass eine Zinssenkung bald wahrscheinlich ist. Hier ist der Chart der dreijährigen US-Anleihen:

https://www.tradingview.com/x/xtLYeTFE/

Das Szenario einer sich abkühlenden Wirtschaft über die Sommermonate bis in den Herbst hinein nimmt Gestalt an. Gut vorstellbar, dass wir in der kommenden Berichtssaison einige negative Schlagzeilen hören werden, die die Kurse nach unten drücken. In der Folge wird die FED im Herbst möglicherweise die Notwendigkeit sehen, die Zinsen zu senken.

In Folge könnte das letzte starke Aufbäumen der Indizes eintreten, so meine Vermutung.

Aber warten wir ab, was sich sonst noch in den USA tut. Ein Attentat auf einen Präsidentschaftskandidaten ist kein Kavaliersdelikt. Vielleicht stehen noch mehr Überraschungen bevor. Mittlerweile haben die politischen Akteure die härtesten Bandagen angelegt. Man darf gespannt sein.

Wenn der Wertewesten so weitermacht, bleibt bald nicht mehr viel übrig von den einst mächtigen G20, die mittlerweile auf den harten Kern der G7 geschrumpft sind.

Wenn Amerika zerfällt, wer soll dann noch Größe zeigen?

Frankreich, das sozusagen kurz vor der Pleite steht? Das deindustrialisierte England?

Deutschland und Annalenchen?

Annalenchen und Robert möchten bestimmt Größe zeigen aber der Rest der Welt ist aktuell anderweitig beschäftigt und muss daher Termine kurzfristig absagen. Alter Schwede, eine unglaubliche Symbolkraft hatten diese außenpolitischen Aktionen von China und Ungarn. Sie zeigen, wie wichtig ihnen das Treffen mit deutschen Politvertretern noch ist.

 

Es wird Zeit, dass wir wieder mehr auf Zusammenarbeit setzen, denn es scheint so, dass es im Wertewesten nicht mehr so rund läuft.

Schaut man sich hingegen die globalen Mitspieler bzw. Kontrahenten an, wird schnell das Gegenteil von wirtschaftlicher Kontraktion erkennbar:

 

Russland, China, Indien – von diesen Ländern hört man eher von Prosperität als von Stagnation.

 15-07-2024

 

Das Ereignis des Wochenendes war wohl der "Zwischenfall" bei einer Wahlveranstaltung des Ex-Präsidenten Trump in den USA, bei dem es "zu Schüssen gekommen sein soll". Die Tagesschau berichtete jedenfalls genau so und verwendet dabei eine Wortwahl, die den Sachverhalt, wie gewohnt, 100%ig ungeschönt und objektiv wiedergibt.

 

Persönlich würde ich von einem Attentat sprechen, das in der jetzigen Situation der USA das Potenzial hatte, die Lage eskalieren zu lassen.

Die Schüsse, die gemäß Tagesschau-Bericht bei dem "Zwischenfall" "gefallen sein sollen", wurden von einem Scharfschützen abgefeuert, der vom Secret Service innerhalb von Sekunden ausgeschaltet wurde.

 

Das Internet war binnen kürzester Zeit voller Bildmaterial. Die Tagesschau hätte einfach nur ein wenig auf YouTube im bösen Internet stöbern müssen, dann hätte sie ihre Berichterstattung nicht primär im Konjunktiv halten müssen.

Für mich fühlte sich das wie ein 9/11-Moment an – ein Moment der Fassungslosigkeit und des Gedankens: „Alter Schwede, das kann doch wohl nicht wahr sein. Jetzt drehen sie durch, schnell alle Aktien verkaufen!“

Nicht umsonst beeilten sich andere öffentlich-rechtliche Sender in den USA zu beschwichtigen. Es wurden diverse Interviews gezeigt, in denen die Botschaft übermittelt wurde, dass man Trump mögen kann oder nicht, aber ein Attentat geht zu weit.

Wenn diese Botschaft in zahlreichen Interviews in ähnlicher Form präsentiert wird, dann wollte man sofort die Wogen glätten und fürchtete offenbar Unruhen im größeren Ausmaß. Das ist das schöne am betreuten TV deluxe, man bekommt genauestens erklärt, was man denken sollte. Das erleichtert das Leben in dieser komplexen Zeit :-)

Die USA sind jedenfalls im Zerfall – geopolitisch und innenpolitisch. Das wird immer offensichtlicher. Solche "Zwischenfälle" zeugen nicht von Stabilität und Geschlossenheit und schicken sich nicht für einen respektierten Hegemon.

Leider ist damit zu rechnen, dass wir einen ähnlichen Film der Destabilisierung demnächst auch in unserem Kino in Europa sehen. Da müssen wir durch; danach wird es besser!

Wir werden Zeitzeugen von epochalen Veränderungen. Die Anzeichen häufen sich.

 

Ich schrieb bereits über das Austeritätsprinzip. Der Staat wird es umsetzen; sie haben gar keine andere Wahl. Auch wenn Herr Lindner aktuell stolz eine Steuererleichterung ankündigt, der Staat wird massiv Förderungen und Ausgaben für das Volk streichen und im Gegenzug die Steuern anheben. Kriegstreiberei, Rentensysteme, Pflege, Überalterung, Sozialpolitik – das alles ist nicht mehr ewig finanzierbar.

Gegen die kommenden schwarzen Schwäne, von denen mittlerweile bewusst oder unbewusst eine ganze Farm gezüchtet wurde, hilft die ultimative Versicherung Gold und ziemlich wahrscheinlich mittlerweile auch Bitcoin. Dabei geht es nur um den Vermögensschutz und nicht mehr um Rendite.

Gute Aktien werden natürlich auch jede Krise überleben. Microsoft, Google, Nahrungsmittel, Müllentsorgung, Energie – diese werden sowohl in einer Krise als auch nach einer Krise noch gebraucht.

Kurzfristig sieht es aber sehr gut aus an den US-Börsen. Wir haben eine starke Zunahme der Marktbreite in den letzten beiden Handelstagen gesehen.

Insbesondere in den zinssensitiven Aktien, die zahlreich in den Small und Midcaps enthalten sind, zeigt sich ein deutlicher Anstieg. Dieser starke Anstieg ist vergleichbar mit dem Anstieg Anfang November 2023, als die FED sinkende Inflationszahlen bekanntgab.

 

Die FED gab nicht nur letzte Woche den Initialschuss für Börsenrallys. Dieses Phänomen konnte immer wieder in den vergangenen Jahrzehnten beobachtet werden.

 

Nach drei starken Tagen im November 2023 fiel der Index allerdings zunächst wieder. Ähnliches ist auch aktuell gut möglich.

https://www.tradingview.com/x/NFPnCqBc/

 

Aber auch wenn die Kurse kurzfristig zurückgehen, können Positionstrades mit mittelfristiger Haltezeit gehalten werden. Rücksetzer würde ich aktuell als Kaufgelegenheit betrachten.

 12-07-2024

 

Die USA haben die Inflation im Griff, zumindest offiziell. Die Inflationsrate liegt bei etwa 3%, während die kurzfristigen Zinsen derzeit bei etwa 5% liegen. Das ergibt einen Realzins von 2%, etwas, das es schon lange nicht mehr gegeben hat – Zinsen, die über der Inflationsrate liegen.

 

Dadurch hat die Fed Handlungsspielraum, den sie höchstwahrscheinlich noch dieses Jahr nutzen wird, da sich die Wirtschaft abkühlt.

Das Börsenbarometer zeigte einen kräftigen Sprung nach oben, was sich begründet in der signifikanten Zunahme der Marktbreite.

Das Barometer steigt, obwohl der Nasdaq um 2% nachgab – wie kann das sein?

 

Eine derart klaffende Diskrepanz der Indizes ist selten zu sehen. Der Nasdaq verlor aufgrund des Abverkaufs der "Magic 7" deutlich, während der Russell im gleichen Zeitraum um 3,5% zulegte.

 

Dies könnte auf eine Rotation in Small und Midcaps hinweisen. Diese Feststellung trifft jedoch nur teilweise zu;

 

tatsächlich findet eine Verschiebung von Sicherheit in zyklische beziehungsweise zinssensitive Werte statt.

Denn auch im S&P 500 stiegen gestern die meisten Aktien, abgesehen von den Big Techs und Halbleiterwerten.

Banken legten kräftig zu, ebenso wie Gold, Versorger und Immobilienwerte – Sektoren, die wie die Small Caps aufblühen, wenn ein Ende der Zinserhöhungen in Sicht ist oder sogar Zinssenkungen erwartet werden.

 

Viele Wachstumswerte benötigen Risikokapital, das bei sinkenden Zinsen günstiger wird. Daher auch der Schub in Small und Midcaps. Die Annahme, das der Ausbruch aus der Range im Russell bevorsteht, wurde hier ja schon oft diskutiert.

Jetzt scheint alles klar zu sein – freie Bahn mit Marzipan. Doch in solchen Momenten läuft es oft nicht wie erwartet.

 

Das bedeutet, dass genau das Gegenteil eintritt, was angenommen wird. Kurzfristig ist ein Dämpfer wahrscheinlich, um die euphorischen Anleger zu verängstigen und sie durch Kursrückgänge aus ihren Aktien zu drängen.

 

Das Großkapital braucht Liquidität beziehungsweise bereitwillige Verkäufer, die in einem Abwärtstrend häufiger vorhanden sind als in einem Aufwärtstrend.

Daher sollte man sich nicht wundern, wenn es kurzfristig einen Dämpfer gibt. Aber im Anschluss sehe ich sehr gute Chancen für einen starken Schub, besonders in den zinssensitiven Aktien.

 11-07-2024

 

Die letzten zwei Tage hat Powell zur wirtschaftlichen Lage der Nation Stellung genommen. An der Entwicklung der Indizes ist zu beobachten, dass die Daten positiv aufgenommen wurden.

 

Die Arbeitslosenzahlen vom letzten Freitag signalisierten einen leicht abkühlenden Arbeitsmarkt. In der Vergangenheit schenkte die FED den Arbeitslosenzahlen große Aufmerksamkeit. Häufig war ein sich langsam abkühlender Arbeitsmarkt der Auslöser für einen Zinssenkungszyklus.

Auch im aktuellen Wirtschaftszyklus könnte sich diese Handlungskette wieder einstellen. Sicherlich hängt viel von den Inflationsdaten ab, die heute vor Börseneröffnung bekannt gegeben werden.

Die Small- und Midcaps haben gegenüber den Big-Cap-Indizes eine Underperformance gezeigt, bringen sich aber derzeit in Stellung und sind auf dem Sprung, ihre Low-Bases nach oben zu durchbrechen.

Sollte die Börse im Zuge der heutigen Rede von Powell stark bleiben, könnte es zu einer Phase der Übertreibung kommen. Der S&P 500 sowie der Nasdaq befinden sich bereits im "Senkrecht-Modus", aber es könnten noch ein paar Tage der Übertreibung folgen.

Powell könnte eine Zinssenkung für dieses Jahr in Aussicht stellen, die jedoch eher symbolischer Natur sein dürfte, da er den Dollar schützen muss.

An allen Ecken und Enden bröckelt die Vormachtstellung der Amerikaner in einer Geschwindigkeit, die mich sehr überrascht.

Mittlerweile können sie nicht mehr willkürlich vorgehen und ohne Rücksicht auf Verluste ihre Vorteile im Rest der Welt erzwingen.

Jüngst hat Saudi-Arabien eine Warnung ausgesprochen, die es in sich hat. Einem Bericht von Bloomberg zufolge drohte Saudi-Arabien als Reaktion auf die Entscheidung der G-7, eingefrorene russische Vermögenswerte im Wert von fast 300 Milliarden Dollar zu beschlagnahmen, einige europäische Schuldtitel zu verkaufen.

Diese unverhüllte Drohung wurde Anfang des Jahres vom saudi-arabischen Finanzministerium an einige G-7-Staaten weitergegeben, als die Gruppe die Beschlagnahmung russischer Vermögenswerte zur Unterstützung der Ukraine in Erwägung zog.

Zwar betrifft dies nicht direkt die USA, da nicht der Verkauf von US-Anleihen diskutiert wird, aber an diesen Äußerungen ist klar zu erkennen, wie sich die Emanzipation weiter vorwärts bewegt.

 

Wenn die USA ihren Gläubigern keine attraktiven Zinsen mehr bieten, gehen im Dollar ganz schnell die Lichter aus und damit auch für die USA. Daher nehme ich an, werden wir auf absehbare Zeit keine sehr niedrigen Zinsen mehr sehen, wie man sie vor 5 Jahren noch gewohnt war.

 

Die gesamte Vormachtstellung der USA beruht nur auf der Ausgabe und dem Export von selbstgedruckten Dollars.

Mit den verlangten Zinsen gerät jeder Gläubiger in eine sklavische Abhängigkeit.

Wenn diese Einnahmequelle versiegt, war es das. Es würde mich nicht wundern, wenn der Rest der Welt, dem das Prinzip sonnenklar ist, genau hier ansetzt, um den Hegemon von seinem Thron zu stoßen.

 

Den Geldfluss austrocknen. Wir kennen diese Taktiken ja nur zu gut aus der Praxis in Deutschland. Wenn jemand nicht ins ideologische Konzept passt, wird ihm das Bankkonto gesperrt und er wird finanziell kaltgestellt.

Wirklich einmalige Zeiten stehen bevor, die wohl nur jede dritte Generation erlebt, wenn überhaupt. Dennoch wiederholt sich die Geschichte, und viele Ideen gab es schon vor zweihundert Jahren.

So sollen die Engländer bereits 1856 konkrete Pläne und Strategien gehabt haben, die Russen zu bekämpfen, in dem man sie vom Schwarzen Meer trennt, ihr Nabel zur Welt.

 10-07-2024

 

Die Marktbreiteindikatoren geben weiterhin unterschiedliche Signale mit sich eintrübender Tendenz.

 

Der Russell springt hin und her wie ein Känguru. Diese Anzeichen treten auf, wenn sich die "Big Boys" nicht für Aktien interessieren. Das meiste unterliegt irgendwelchen Zufallsaktionen.

Wahrscheinlich wartet man gespannt auf die morgige Bekanntgabe der Inflationszahlen. Diese sorgten in diesem Jahr häufig für eintägige Überraschungen, auch wenn sie unter dem Strich die Richtung nach oben an den Börsen nicht aufhalten konnten.

Dennoch ist es beängstigend zu sehen, wie die Anzahl neuer Hochs abnimmt und die Advanced-Decline-Linie immer weiter nach unten zeigt.

Genau aus diesem Grund baut das Börsenbarometer nicht nur auf die Marktbreiteindikatoren, sondern auf unterschiedlichste Bereiche.

Eine Korrektur im S&P 500 könnte einsetzen. Dieser Index sowie auch der Nasdaq sehen überkauft aus.

Der Russell hingegen befindet sich aktuell in einer "choppy" Bottom Range.

Normalerweise fällt er selten aus einer Bodenformation weiter nach unten.

 

Starke Verkaufswellen beginnen eher in überkauften Situationen.

 

Klassische Konsolidationsmuster, zu denen eine Base-Bildung zählt, sind auf der Short-Seite untypisch. Das ist auch die Schwierigkeit im Short-Swingtrading.

Die Short Setups haben eine andere Natur, denn der Bärenmarkt bzw. die Abwärtsbewegungen haben eine andere Natur.

Als Trader hat man die höchsten Erfolgschancen, wenn natürliche Marktstrukturen "ausgebeutet" werden.

 

Genauso wie es im "normalen" Business auch Sinn macht. Ein Imbiss morgens zwischen 8.00 Uhr und 11.00 Uhr zu öffnen, hat wenig Sinn, in dieser Zeit möchten die Menschen lieber einen Kaffee to go.

 

Der Imbiss sollte ab 11.00 Uhr geöffnet sein, dann nehmen die Menschen ihr Mittagessen ein. Selbst mit einer mittelmäßigen Currywurst wird das Geschäft dann einigermaßen funktionieren, weil man mit der "Marktstruktur" arbeitet. Die Currywurst, die zwischen 8 und 11 angeboten wird, muss schon sehr besonders sein  :-)

Warren Buffets Strategie, "Kaufen, wenn die Angst am größten ist" funktioniert auch. Denn auf jeden wirtschaftlichen Abschwung folgt ein Aufschwung. Das ist normal und natürlich, daher funktioniert es.

 

Der berühmte Trader Ed Seykota soll in seinen Trainingsstunden die Schüler stundenlang am Strand sitzen lassen haben. Sie sollten die Wellen bei Ebbe und bei Flut beobachten.

 

In einem Aufwärtstrend (Flut) stiegen die Wellen immer höher den Strand hinauf, aber auch dort fielen sie kurzzeitig zurück. Die nächste Welle trug das Wasser wieder ein Stückchen höher den Strand hinauf.

Meiner Meinung nach ist diese Übung sehr wichtig, denn kaufen aus einer Lowbase oder einem Pullback heraus bietet das beste CRV, vorausgesetzt es besteht ein klarer übergeordneter Trend.

Naja, also viel wird nicht passieren heute. Bevor die Daten morgen bekannt gegeben werden, werde ich ein paar Stops nachziehen oder wenigstens Teilgewinne mitnehmen.

 09-07-2024

 

Das gleiche Bild seit Tagen: Bei Small Caps und Midcaps nimmt die Marktbreite zu, auch wenn der Russell dies nicht offensichtlich widerspiegelt.

Im S&P 500 hingegen nimmt die mittelfristige Marktbreite ab. Die Anzahl der Aktien, die über ihrem 200-Tage-Durchschnitt liegen, fällt kontinuierlich, und mittlerweile entwickelt sich die Advanced Decline Line ebenfalls sehr ungünstig in Richtung Süden.

Anders sieht es, wie gesagt, beim Russell aus.

Es herrscht ein komplett unhomogenes Bild, das für mich schwer zu interpretieren ist. Dass sich die Small Caps recht gut halten, könnte ein Indiz dafür sein, dass eine Schwäche nicht unmittelbar bevorsteht.

Das Blatt kann sich jedoch schnell wenden, denn diese Woche tagt die FED gleich drei Mal. Am Donnerstag dürfte die wichtigste Sitzung sein, da dort die Inflationszahlen bekanntgegeben werden.

Stellen sich die Wirtschaftszahlen in dieser Woche unter dem Strich positiv dar, könnte der Russell endlich aus seiner Seitwärtsbewegung nach oben ausbrechen.

https://www.tradingview.com/x/AA1zRlbL/

Die Geopolitik könnte sich in nächster Zeit ebenfalls auf die Börsen auswirken. Herr Orban jettet aktuell um die Welt mit einem Aufkleber auf seiner Regierungsmaschine, auf dem "Friedensmission" steht, haha.

 

Ja, das gefällt den Amerikanern sicherlich nicht, und der US-Außenposten Brüssel kocht.

Aber wahrscheinlich wird diese überraschende geopolitische Neuentwicklung, wenn überhaupt, nur mittelfristig Auswirkungen haben.

Die US-Wirtschaft ist weit weg vom Geschehen, auch wenn es in der Ukraine eskalieren sollte.

 08-07-2024

 

Die Situation bleibt weiterhin unklar. Die "Magic 7" haben am letzten Freitag einen starken Aufwärtsschub präsentiert.

Seit einigen Tagen ist auch Tesla wieder dabei, die von ihrem Fortschritten in China profitieren. Allerdings ist die Marktbreite, besonders bei den Small Caps, mittlerweile unterirdisch. Im S&P 500 notieren immerhin noch über 60% der Aktien über ihrem 200-Tage gleitenden Durchschnitt. Im Russell sind  es nicht einmal mehr die Hälfte.

Es gibt nun zwei Möglichkeiten: Entweder überträgt sich die Euphorie des S&P 500 bzw. der "Magic 7" auf den Rest des Marktes, oder wir sehen in einigen Tagen eine "Blow-Off"-Situation, also ein spitzes Top mit einem größeren Rückgang in den folgenden Tagen.

 

Ich tendiere zum ersten bullischen Szenario.

Der Russell formt eine "Low Base" aus und schafft es, höhere Tiefs zu bilden. Auch das Volumenbild würde ich insgesamt als positiv beurteilen.

Die Unternehmensanleihen stehen möglicherweise kurz vor einem Durchbruch. Jedenfalls deuten diese, neben den kurzfristigen Staatsanleihen, keine weiteren Zinserhöhungen an.

https://www.tradingview.com/x/rcGI280f/

 

Wie es mit einem Zinsschritt nach unten aussieht, bleibt abzuwarten. Dazu bedarf es wahrscheinlich weiterer schlechter Nachrichten aus der Wirtschaft.

Einfach so, ohne Begründung, einen Zinsschritt nach unten anzukündigen, dazu wird die FED sich wohl nicht veranlasst sehen.

Der Juli ist saisonal gesehen ein guter Monat. Holpriger wird es gewöhnlich im August.

 

Aber es gilt wie immer: Tag für Tag ist die Situation zu beobachten. Das Blatt kann sich innerhalb von 2 bis 3 Tagen wenden, jedenfalls auf mittlere Sicht.

 05-07-2024

 

Tja, es geht wieder los, diesmal mit Ansage. Die nächste Pandemie wird vorbereitet. Man konnte es ja schon kommen sehen bzw. erwarten, das ganze Internet ist seit Monaten voll damit.

 

Und rein zufällig ist der Vogelgrippevirus nun ausgerechnet auf die Kuh übergesprungen. Von alle Säugetieren ist es ausgerechnet die Kuh. Es ist nicht der Hund oder die Katze oder vielleicht der der Affe oder der Elefant. Nein, der Virus hat sich die Kuh ausgesucht.

 

War das nicht genau das Tier, das für den Klimawandel verantwortlich gemacht wird?

War das nicht genau das Tier, von dem wir nur noch 10 Gramm pro Tag essen und stattdessen auf das leckere Insektenprotein ausweichen sollen? Hatte Herr Özdemir nicht gesagt, das Fleisch muss richtig teuer werden?

Das gibt es aber auch Zufälle.

Ich würde gern über den Geschäftssinn von Bill Gates verfügen. Bei der letzten Pandemie investierte er schon rechtzeitig vorher rein zufällig genau in das Unternehmen in Deutschland, das hinterher durch den Verkauf der Impfstoffe Gewinnexplosionen verzeichnete.

Von allen Biofirmen auf der Welt erwischte er genau dasjenige, das sich durch die Krise eine goldenen Nase verdienen sollte. In Deutschland werden "philanthropische und selbstlose" Projekte gern mit kräftig Fördermitteln aus Steuern ausgestattet.

Deutschland ist in dieser Angelegenheit noch sehr reich. Bei der Renovierung von Straßen und Schulen fehlt es leider manchmal an Fördermitteln. Man muss Prioritäten setzen.

Dieses Mal scheint Herr Gates erneut den richtigen Riecher zu beweisen. Denn seine Investment in "künstliches Essen" könnten sich erneut auszahlen, wenn es die Rinderherden dahinrafft.

Das Problem ist leider, man kann da Thema nicht einfach so ignorieren und darüber schmunzeln, denn die Initiatoren und ihre Erfüllungsgehilfen haben schon beim letzten Mal bewiesen, wozu sie fähig sind und was für sie ein Mensch oder die Gesundheit bedeutet – nämlich nichts.

Es ist nicht auszuschließen, dass, wie Herr Drosten warnt, tatsächlich eine 50% Sterbequote eintreten kann. Diverse YouTube-Videos berichten von gezüchteten Vogelgrippeviren, die es in sich haben. Man weiß nie, wie schlimm es kommen wird. Und es wird natürlich auch viel geredet und prophezeit.

Schauen wir mal, wie sie dieses Mal vorgehen zur Eindämmung der Pandemie und welche Maßnahmen sie ergreifen werden. Im Netz werden dazu zahlreiche Variationen und Möglichkeiten diskutiert. Hier unter anderem eine Version von Radio München:

​https://www.youtube.com/watch?v=qYihwI8sMwo

 

Verlinkte Inhalte stellen nur deren persönliche Meinungen dar aber nicht immer meine Meinung. Die Leser dieses täglichen Kommentars kennen meine Einstellung. Jeder kann eine Meinung haben und diese wiedergeben. Vergessen sollte man aber nicht, das viele neben ihrer Meinung auch versuchen, "Klicks" zu generieren. 

Und hier ein Video von NTV mit einem "renommierten Professor" zur Lage:

https://www.youtube.com/watch?v=K7HwC6mjBJs

Im Video,...man solle Masken bereit halten, empfiehlt der Professor im Gespräch mit NTV. Also noch unglaubwürdiger kann es ja gar nicht zugehen?

Aus den RKI-Protokollen ging doch eindeutig hervor, dass man schon VOR der Einführung der Maskenpflicht seinerzeit wusste, dass der Nutzen der Masken gleich null ist. Und Fauci, der Medical Advisor der US-Regierung, sieht sich derzeit Anklagen gegenüber, weil er zugegeben hat, dass er sich die Maskenpflicht ausgedacht hat! :-)

Der Top-Medical-Advisor der US-Regierung denkt sich etwas aus und weltweit musste es umgesetzt werden, haha, das nennt sich Wissenschaft!

Letztens habe ich ein Video des Schauspielers Jan Josef Liefers in einem öffentlichen Auftritt gesehen. Er beschrieb es so:

Wenn bei einem Flugzeug plötzlich die Turbinen ausfallen und der Kapitän zur Notlandung gezwungen ist, was wird er über Lautsprecher bekanntgeben und wie wird er es bekanntgeben?

Wird er Panik und Angst verursachen oder wird er versuchen, die Situation möglichst sachlich und ruhig darzustellen?

Wie wirkt sich eine mögliche Pandemie auf das Portfolio aus?

Wenn sich die Pandemie ausbreitet bzw. drastische Maßnahmen erfolgen, kann man davon ausgehen, dass die Börse abstürzen wird. Dieses Mal wird es aber nicht "bis kurz vorher" dauern. Börsianer werden mit Argusaugen die weitere Entwicklung beobachten. 

Der Crash der Corona-Krise ist bei vielen noch sehr präsent.

 

Börsentechnisch habe ich aber keine Sorge, denn das Barometer wird es wie beim letzten Mal anzeigen.

 

Aktuell hat sich das Bild des Barometers jedenfalls wieder leicht erhellt.

 

 04-07-2024

 

Heute ist Feiertag in den USA.

Die amerikanischen Börsen bleiben geschlossen.

 

 03-07-2024

 

Leichte Zugewinne an den Börsen und das Barometer bleibt stabil, jedoch ohne starke Verbesserung.

 

Jetzt sollte im S&P 500 ein Ausbruch stattfinden, andernfalls gehe ich in den nächsten Tagen von einem Rückgang aus.

Wenn sich die Börsen trotz guter Inflationszahlen und möglichen Zinssenkungsschritten nicht nach oben bewegen, dann ist der Wurm drin.

Gestern hielt Powell eine Rede und es scheint, dass alles im grünen Bereich ist. Die Märkte reagierten positiv.

 

Heute stehen die FOMC Minutes an. Ich rechne auch heute mit guten Nachrichten bzw. vermute, dass wir keine negativen Überraschungen erleben werden.

Bestenfalls können die Märkte auch heute profitieren.

 

 02-07-2024

 

Ich habe die Nachrichten gestern nicht verfolgt, aber es gab offenbar einen Auslöser, der das Blatt kurz nach der Eröffnung wendete.

Die Aktien, die in den letzten drei Tagen die Börse angetrieben hatten, wollten anfangs weiter steigen, doch dann drehte sich die Situation.

Eine starke Verkaufswelle setzte ein und die Magic 7 gewannen die Oberhand. Dasselbe Spiel wie schon seit Tagen und Wochen: Entweder steigen die Magic 7 oder die anderen Aktien.

Zugern würde ich wissen wollen, wie das entschieden wird, welche Aktien am jeweiligen Tag steigen :-)

Aber dass dort offensichtlich irgendeine Art von Algorithmus vorherrscht, ist fast offensichtlich. Es hängt wohl auch damit zusammen, dass der Löwenanteil des Börsenhandels mittlerweile über programmierte Computer abläuft.

Ich persönlich kann mit der aktuellen Situation wenig anfangen bzw. diese einschätzen. Vor ein paar Tagen war ich noch von einem Short überzeugt, obwohl das Barometer noch grün notierte.

 

In der Zwischenzeit verbesserte sich das Barometer wieder, sodass ein Short nicht mehr eindeutig begründbar war.

Auf der Longseite würde ich mich aktuell aber auch ungern positionieren, dagegen spricht die wieder verstärkt abnehmende Marktbreite.

Das Beste ist wohl erst mal Abwarten und Tee trinken. Vielleicht gibt die Rede von Powell heute pünktlich zur Markteröffnung eine Richtung vor.

 

Am Donnerstag sind die Börsen übrigens geschlossen.

 

 01-07-2024

 

Die Inflation ist laut der Bekanntgabe vom Freitag gesunken. Börsianer reagierten zunächst euphorisch und ließen die Kurse steigen, da die Hoffnung auf sinkende Zinsen angefacht wurde.

Im weiteren Verlauf konnten die Gewinne jedoch nicht gehalten werden. Nur der Russell rettete sich ins Plus.

 

Dieser Index performte in den letzten Tagen bereits etwas besser. Auch andere zins-sensitive Werte (z.B. Banken und Technologie) entwickelten sich am Freitag besser als beispielsweise die Magic 7.

 

Das Barometer konnte erneut leicht steigen, sodass ich mittlerweile nicht mehr so skeptisch bin wie noch vor einer Woche.

Diese Woche stehen eine Vielzahl wichtiger Zahlen an, und am Donnerstag ist die Börse geschlossen.

 

Trotz der Bekanntmachungen der Wirtschaftsdaten diese Woche, wird es wohl relativ ruhig bleiben, da mittlerweile fast klar ist, dass wir in diesem Jahr möglicherweise eine kleine symbolische Zinssenkung sehen werden, aber eine Zinserhöhung eher ausgeschlossen ist.

 

Das ist derzeit die wichtigste Botschaft: Die Inflation ist vorerst im Griff und weitere Zinserhöhungen sind vom Tisch.

Sollten die Arbeitslosenzahlen am Freitag moderat ausfallen und eine Abkühlung der Wirtschaftsdynamik signalisieren, wäre das ebenfalls positiv für die Börsen. Selbst wenn die Zahlen stark ausfallen, wird dies wahrscheinlich keine großen Auswirkungen haben.

Dass die Magic 7 am Freitag stark nachgaben, könnte auch damit zu tun haben, dass das Duell zwischen Biden und Trump relativ klar zugunsten von Trump ausging – sogar die Demokraten mussten das zugeben.

 

Was für eine Farce. Das Ergebnis des Duells war doch eigentlich vorhersehbar, da bekannt ist, dass Biden nicht mehr der agilste ist.

Man kann davon ausgehen, dass das Ergebnis so geplant war und man Biden ins offene Messer laufen ließ. Politik ist ein hartes Geschäft, und Biden wird wohl zum Abschuss freigegeben.

 

Selbst die deutschen Zeitungen überschlugen sich am nächsten Tag mit Meldungen über Bidens miserable Performance. Zwei Wochen zuvor wollten die öffentlichen Medien nichts von einer möglichen gesundheitlichen Einschränkung Bidens wissen. Wollte man Biden noch im Amt haben, würden die Medien nicht derart negativ von Biden berichten, sondern von einem gekonnten Auftritt schreiben.

 

Auch Olaf Scholz berichtete noch zwei Wochen vorher, dass Biden alles sehr klar sieht und sich bester Gesundheit erfreut :-) scheinbar hat sich die Strategie im weißen Haus geändert.

Wahrscheinlich hat Olaf nichts bemerkt, weil er selbst gelegentlich gesundheitlich eingeschränkt ist, und von einer Vergesslichkeit geplagt wird.

Aber, es ging im Falle der Vergesslichkeit ja nur um zweistellige Millionenbeträge, die möglicherweise Peanuts für Olaf sind. Daher möchte ich ihm keine Demenz unterstellen. Unsereins würde sich an Details in Bezug auf solche Summen besser erinnern, aber für jemanden anderen sind das einfach nur unbedeutende Randereignisse.

Jedenfalls dürfen wir mit ziemlicher Sicherheit bis Mitte August mit einem neuen Kandidaten der US-Demokraten rechnen.

Wahrscheinlich eine sympathische und gutaussehende Person, die mit ihrem Charme die Herzen erwärmt.

 

Können und echte Fähigkeiten sind heutzutage im Westen nicht mehr notwendig. Mit dem Duell haben wir praktisch die letzte Gewissheit erhalten, dass es alles Marionetten sind.

Oder glaubt irgendjemand nach dieser Performance, dass Biden in den letzten vier Jahren fähig war, die Geschicke der USA zu lenken?

 

Warum braucht es eigentlich Marionetten? Warum setzen sich die Strippenzieher mit all ihrem Geld nicht selbst auf den Präsidententhron?

Hatte Horst Seehofer recht, als er sagte: "Die, die was zu sagen haben, kann man nicht wählen. Die, die man wählt, haben nichts zu sagen."

Naja, zurück zur Börse und den Magic 7. Vielleicht gaben sie u.a. deswegen verstärkt nach, weil sie sich vor Trump fürchten? 

 

Trump deutete in seiner vorherigen Kandidatur an, die großen Techkonzerne mit ihren Oligopolen vom Kartellamt genauer unter die Lupe nehmen zu wollen.

 

Wahrscheinlicher halte ich jedoch eine Rotation in die Small- und Midcaps, denn hier gibt es tatsächlich noch "fair" bewertete Titel im Gegensatz zum S&P 500. Der Buchwert des S&P 500 ist kurz vor dem Level, das während der Dotcom-Blase erreicht wurde. Aber auch im SP500 ist nicht jeder Wert hoffnungslos überteuert.

 

Fairerweise muss in diesem Zusammenhang erwähnt werden, dass die Mega-Bubble im Jahr 2000 im Nasdaq auftrat und nicht im SP500.

Der Nasdaq war auch der Index, der in der Spitze 82 % verlor. Der Abschlag des S&P 500 fiel dagegen mit 48% noch recht moderat aus.

Der Einbruch des S&P 500 während der Finanzkrise 2008 wog dagegen sogar noch etwas schwerer. Dort verlor der S&P 500 ca. 53 %.

Also jetzt, freie Bahn mit Marzipan? Nach wie vor schwer zu sagen. Ich tendiere weiterhin zu einer holprigen Seitwärtsbewegung über den Sommer. Ich vermute, einen mittleren Rücksetzer braucht es schon noch, um wieder kräftig zu steigen.

 

 28-06-2024

 

Die Unterindikatoren des Barometers konnten sich leicht verbessern, und wir entfernen uns wieder vom Grenzbereich.

Es sieht so aus, als ob wir wieder einmal dem "Tod von der Schippe" springen konnten, bzw. eine Korrektur nicht unmittelbar bevorsteht.

Warten wir ab, denn stramme Aufwärtsbewegungen sehen wir auch nicht.

Auffällig ist die Stärke des Russells, der sich gestern gegenüber seinen großen Brüdern gut behaupten konnte.

Das bekräftigt die These, dass wir heute und die nächsten Tage von einer Korrektur verschont bleiben.

 

 

In den USA stehen bald Wahlen an, und die Chancen scheinen für Trump besser zu stehen als für Biden, so jedenfalls ist der Tenor den Medien zu entnehmen.

Sollte Trump gewinnen, kann ich mir gut vorstellen, dass seine vor gut zwei Jahren gegründete Trump Media Company davon profitieren wird.

Schon jetzt sind massive Kaufwellen zu beobachten. Bis Anfang 2024 passierte quasi gar nichts mehr in der Aktie, aber dann erwachte sie aus ihrem Dornröschenschlaf.

 

Nennenswerte Umsätze schreibt die Firma aktuell nicht, geschweige denn irgendwelche Gewinne. Trotzdem kann ich mir gut vorstellen, dass dies ein guter Story-Stock ist. Bei Story-Stocks zählt einfach nur die Phantasie und die Schwungkraft.

trump media & technology Corp.

https://www.tradingview.com/x/2CyoBoaE/

 

 27-06-2024

 

Heute werden in den USA vorbörslich die GDP-Daten veröffentlicht. Bei der letzten Bekanntmachung wurde eine Verlangsamung festgestellt. Im aktuellen Umfeld sind diese Daten von großer Bedeutung und sollten genau beobachtet werden. Wirtschaftsdaten finden in der derzeit wackeligen Lage mehr Beachtung als sonst, da Börsianer nach Anzeichen suchen, um die weitere Zins-, Inflation und Börsenentwicklung abschätzen zu können.

Der SP500 ist sehr sehr stolz bewertet und Anzeichen einer wirtschaftlichen Abkühlung könnten eine Talfahrt auslösen. Mein favorisiertes Szenario gilt noch immer: wirtschaftliche Kontraktion in den nächsten Wochen und Monaten mit anschließender Zinssenkung im Herbst.

Ein Frühindikator ist der Transportindex, der seit April merklich schwächelt. In den letzten zwei Wochen scheint sich jedoch eine Bodenbildung anzukündigen.

Die positiven Quartalsergebnisse von FedEx gestern geben Anlass zur Hoffnung, dass der Transportindex tatsächlich den Abwärtstrend verlassen wird. Ob dieser im Anschluss die Kraft hat, die anderen Märkte mit zuziehen, bleibt abzuwarten.

Das Barometer sieht immer noch nicht wirklich motivierend aus, schon seit Tagen. Die Entscheidung, unsere Longposition im SP500 aufzulösen, war bisher richtig. Ein Shortrade bietet sich weiterhin an. Ich warte noch auf das konkrete Pattern-Signal.

In China werden meiner Meinung nach Aktien eingesammelt, auch wenn der Hongkong-Index heute kräftig Federn gelassen hat.

 

n meinem täglichen Screening tauchen zunehmend chinesische Titel auf. Betrachtet man die fundamentalen Kennzahlen, stellt man häufig günstige Bewertungen fest.

 

Die Prämie für Unsicherheit in den chinesisch-amerikanischen Beziehungen lastet weiterhin auf den chinesischen Aktien.

Dennoch sieht das charttechnische Verhalten in Zusammenhang mit den Kennzahlen mittel- bis langfristig vielversprechend aus.

 

 26-06-2024

 

Die Gesamtlage hat sich kaum verändert. Die Marktbreite, also die Anzahl der steigenden Aktien, wird dünner.

 

Der Nasdaq hat gestern über ein Prozent zugelegt. Nvidia ist um 6 % gestiegen und zusammen mit anderen Tech-Aktien haben sie den Nasdaq nach oben gezogen.

Der SP500, tanzte auf der Stelle, da er sowohl die fallenden , wie auch die steigenden Sektoren enthält.

Gestern stiegen genau die Werte, die einen Tag zuvor gefallen waren. Es findet sozusagen eine tägliche Rotation statt. Das ist eigentlich eine Anomalie und deutet eher auf Unklarheit und Distribution hin. Achtet man nur auf den reinen Index Stand des SP500, wird dieses Rotationsverhalten nicht erkennbar und man könnte die aktuell vorliegende Situation für einen gewöhnliche Pause in einem Aufwärtstrend halten.

Fazit: Die unübersichtliche Lage hält an und ich gehe eher von kommenden holprigen Märkten aus, als dass sich die aktuelle Situation zum Positiven auflöst und die Indizes weiter direkt nach oben ziehen.

Aber auch diesen Gedanken will ich nicht aufgeben, denn die wichtigsten asiatischen Märkte scheinen eine kleine Bodenbildung auszubilden, beziehungsweise der Nikkei verlässt seine Lowbase derzeit stramm nach Norden.

https://www.tradingview.com/x/F7yK8ua2/

 

 25-06-2024

 

Die Situation ist derzeit unklar. Einerseits zeigen die Marktbreiteindikatoren eine leichte Erholung an, andererseits nimmt das Volumenverhältnis steigender zu fallender Aktien ab.

Defensive Sektoren hatten gestern leicht die Nase vorn und die Volatilität ist leicht angestiegen. 10 jährige Anleihen werden in letzter Zeit gesucht. In "normalen Zeiten" bedeutet das, dass das Geld kurzfristig in den sicheren Hafen umgeschichtet wird.

 

Wir erhalten momentan unterschiedliche Signale aus verschiedenen Indikatorgruppen. Wie soll man sich da sinnvollerweise verhalten?

Am besten scheint es, abzuwarten und Tee zu trinken.

 

Trotz des überkauften Zustands des S&P 500 kann es dennoch weiter nach oben plätschern, denn die Smallcaps zeigten gestern erneut leichte Stärke.

 

Bei einer generellen Marktschwäche würde das eher umgekehrt aussehen: Die Smallcaps würden fallen und die Bluechips sich besser halten.

 

Wirklich solide sieht das Ganze dennoch nicht aus. Selbst wenn es leicht nach oben gehen sollte, werden wohl in den Tagen darauf erneut Gewinnmitnahmen einsetzen, anstatt dass ein weiterer intakter Aufwärtstrend angenommen werden kann.

 

Tendenziell krebst das Barometer eher kurz vor dem roten Bereich herum, als dass es nachhaltig an Stärke gewinnt.

Es ist ratsam, in solchen Zeiten vorsichtig zu sein und nicht überhastet zu handeln. Eine geduldige und abwartende Haltung hilft, unnötige Verluste zu vermeiden und auf klarere Marktsignale zu warten.

Manchmal verpasst man einen Trade oder wird gerade ausgestoppt, bevor der Markt doch in die favorisierte Richtung läuft. In diesen Momenten vergisst man leicht, dass in unklaren Situationen auch das Gegenteil hätte eintreten können.

80 bis 90 % der Zeit managen wir das Risiko, oder anders ausgedrückt, wir nehmen leichte Verluste in Kauf und warten auf die richtigen Trades, die quasi ab der ersten Minute im Plus sind und das Konto wirklich bewegen.

Trading ist eher als eine permanente Verteidigung zu verstehen.

Die Hauptsache ist, keinen Drawdown zu erleiden und kein Geld zu verlieren.

Für mittelfristiges Investieren oder Buy and Hold Strategien gelten natürlich eigene Prinzipien.

 24-06-2024

 

Nvidia zeigte letzten Donnerstag einen ausgeprägten Reversal-Tag: Ein Upgap gefolgt von einem massiven Abverkauf am gleichen Tag. Solche Anzeichen sind gewöhnlich Vorboten für eine längere Pause in der Aufwärtsbewegung des jeweiligen Assets.

Es ist unwahrscheinlich, dass Nvidia nun 50% verliert, aber eine Seitwärtsbewegung über mehrere Wochen ist durchaus denkbar. Ähnliches gilt wahrscheinlich für die gesamte Halbleiterbranche. Da jedoch nicht alle Aktien der Magic 7 verkauft wurden, hält sich der S&P 500 weiterhin recht gut.

Am Freitag hat sich der Russell am besten behauptet, was auf eine mögliche Rotation in Small und Midcaps hinweist. Das könnte bedeuten, dass der S&P 500 pausiert, während die kleineren Titel in den nächsten Tagen besser abschneiden. Große Fortschritte erwarte ich in der nächsten Woche jedoch nicht, da die Unterindikatoren des Barometers eher abflauen. Trotz schwächelndem Barometer lässt eine mittlere Korrektur aber auch auf sich warten. Wenn sich nach dem fulminantem Anstieg des SP500 nun die Small und Midcaps in Stellung bringen, dann ist zunächst eine Seitwärtslage wahrscheinlicher als eine Abwärtsbewegung.

Vielleicht lohnt es sich in nächster Zeit, den Index der Regionalbanken im Auge zu behalten.

 

https://www.tradingview.com/x/QWib1m0C/

Der Chart des Regionalbanken-ETFs sieht etwas angeschlagen aus. Es wird gemunkelt, dass Geschäftsimmobilien den Banken schwer im Magen liegen. Solche Aussagen sollte man oft mit Vorsicht genießen, da sie meist subjektive Meinungen widerspiegeln. Meinungen gibt es wie Sand am Meer, dass ist für das Timing unbrauchbar.

Doch in Verbindung mit dem charttechnischen Bild gewinnt das Immobilienthema an Gewicht. Sollte sich diese Krise ausweiten und sich eine große Schieflage bewahrheiten, verbunden mit den nicht realisierten Anleiheverlusten der Banken, dann hat nicht nur Houston ein Problem. Das Chartbild der Banken wird es zuverlässig anzeigen.

Den Schnäppchenjägern, denen steigende Kurse und hohe KGVs Kopfschmerzen bereiten, werden dann zu schlagen, wenn die Kurse fallen. Der Momentumtrader hingegen, der auf Stärke setzt, wird skeptisch werden. und sich fragen: "Wenn etwas so gut ist, warum fallen dann die Kurse? 

Es sind nicht nur die Banken, die anscheinend Schuldenprobleme haben. Auch wird häufig berichtet, dass die Staaten hochverschuldet sind. Ob das stimmt und wie schlimm es ist, kann man an praktischen Dingen erkennen.

 

Vor einigen Wochen erhielt ich von meiner Fintech-Bank die Nachricht, ich solle nachweisen, dass ich Steuern zahle, sonst wird mein Konto gelöscht! Ein Dokument solle ich hochladen, aus dem hervorgeht, dass ich ordnungsgemäß Steuern zahle!

 

Das ist unglaublich. Mittlerweile verstecken sie sich nicht mehr und geben Geldwäsche als Vorwand an. Mit dieser Aufforderung wird klar, es geht nur um Steuern eintreiben. Es ging noch nie um Geldwäsche.

Das gleiche gilt für Geldtransfers nach Thailand, wo ich Projekte habe, die finanziert werden müssen. Aber auch dort wurden nun Steine in den Weg gelegt.

Gelder aus Europa heraus wurden auf ein monatliches Limit begrenzt.

 

Das nennt man Kapitalverkehrskontrollen. Überweisungen, die am Anfang "kontrolliert" werden und am Ende aus fadenscheinigen Gründen gar nicht mehr stattfinden können. Wo kommen wir denn hin, wenn die Menschen ihr Geld in Sicherheit bringen. Damit sollen schließlich Steuern bezahlt werden und die wiederum fließen als Zinsen an die Großbanken.

Wer die Geschichte kennt, versteht, dass solche Anzeichen auftreten, wenn den Staaten das Geld ausgeht.

Und das ist der eigentliche Kern meiner Aussage. Vielfach wurden Staatspleiten und Systemcrashs im Internet prophezeit. Aber an einfachen Dingen aus dem "Alltag" kann man erkennen, wie weit das Thema wirklich fortgeschritten ist.

Der nächste Schritt wird das Austeritätskonzept sein, das sich auf die Reduzierung von Ausgaben und die Steigerung von Ersparnissen in den öffentlichen Haushalten konzentriert.

Es sind Maßnahmen zur Bekämpfung von Defiziten und Schulden der Staaten und ist in der Geschichte mehrfach aufgetreten.

Wir dürfen gespannt sein, denn der Ukrainekrieg wird nun zusätzlich angeheizt und die Ausgaben dafür werden erhöht. Irgendwo muss das Geld ja herkommen.

Wachsamkeit zahlt sich in diesen Zeiten aus und Repressalien der Staaten gegenüber dem Bürger sollten genau beobachten. Häufig kommen die Maßnahmen im Deckmantel der Sicherheit oder es dient der Weltverbesserung oder es ist "alternativlos", wie es Frau Merkel immer so schön sagte. 

Gerade die aktuelle Kriegsrhetorik macht einem Sorgen. Kriege kosten richtig viel Geld und sind Investment, die sich nicht sofort auszahlen. Herr Friedrich Merz sagte, es wird uns teuer zu stehen kommen, wenn wir Russland nicht besiegen.

Wie er das genau meint weiß ich nicht, aber vermutlich geht es um die Bodenschätze in der Ukraine, die einen Wert von 10 Billionen Dollar haben sollen. Dazu hatte ich hier vor kurzem Stellung genommen.

 

Diese Bodenschätze würde der Westen selbstverständlich gern haben wollen und nicht hinterher von den Russen kaufen müssen.

Nur ist die Frage, ob die Rechnung aufgeht, denn bisher hatten wir nachweislich jahrzehntelang günstige Energieversorgung durch die Russen. Seit dem unsere "Freunde" aus den USA uns mit Gas beliefern, ist es teuer geworden.

An Stelle von Herrn Merz würde ich mir die Frage stellen, ob es mit den eroberten Bodenschätzen anders wird.

In diesem Zusammenhang erscheint es wirklich grotesk, dass die Polizei in München zur EM ausländischen Fans erklärt, wie hoch man die rechte Hand heben darf, um Oberlehrerhaft an die Geschichte des zweiten Weltkriegs zu erinnern und zu verhindern, dass diese sich wiederholt.

Gleichzeitig möchte man in den Krieg mit Russland ziehen. Man weiß manchmal nicht, ob man lachen oder weinen soll.

https://www.nius.de/news/polizei-muenchen-erklaert-auslaendischen-em-fans-wie-hoch-man-den-rechten-arm-in-deutschland-nicht-heben-darf/042fea1d-51d3-451a-9670-c84c7635cba9

 21-06-2024

 

Die aktuelle Phase an den Börsen ist heiß und vor allem fragmentiert. Der Russell und der S&P 500 entwickeln sich derzeit stark unterschiedlich.

Während der S&P 500 in den letzten Tagen gute Gewinne verzeichnen konnte, befindet sich der Russell in einem Abwärtstrend.

Der Dow Jones hat nach einer kurzfristigen Abwärtsphase eine Low Base gebildet und konnte gestern im Vergleich zu den anderen Indizes am besten abschneiden.

Je nachdem, welche Werte in den Indizes enthalten sind, entwickeln sie sich unterschiedlich. Der Dow Jones enthält neben den geringer gewichteten Technologieaktien auch Industriewerte, zyklische Konsumgüter und Finanzwerte, die gestern alle gestiegen sind. Technologie hat im Dow Jones einen Anteil von ca. 20%, die anderen og. Sektoren sind mit knapp 70% gewichtet.

Der Nasdaq hat in den letzten Tagen stark zugelegt, da er zu 50 % aus Technologieaktien besteht, darunter die "Magic 7", die aktuell die Märkte antreiben.

Es ist in diesen schwierigen Phasen besonders wichtig zu verstehen, wohin das Geld fließt und wo institutionelle Investoren einsteigen.

Dies ist eine sehr gute exemplarische Phase, in der die Bedeutung des Mottos "Follow the money" oder "The trend is your friend" hervorragend demonstriert wird.

Ein Investor im Russell mag derzeit unzufrieden sein und behaupten, dass Aktien aktuell nicht gut laufen. Im Gegensatz dazu könnte ein Nasdaq-Investor täglich feiern gehen.

 

Welche Aktien sind die richtigen? Wie erkennt man, auf welche Pferde man setzen sollte?

Ganz einfach, den Wirtschaftsteil der Tageszeitung aufmerksam studieren und genau die Turnaround Kandidaten kaufen, die dort angepriesen werden. Diejenigen Titel, die sich seit Wochen und Monaten im Abwärtstrend  befinden, sind genau die Werte, die aktuell gesucht werden, daher fallen sie  :-)

Dort gibt es eine permanenten Nachfrage-Überhang. Ist doch logisch, wenn etwas von Interesse ist, fällt der Preis stetig und wird immer günstiger.

 

Es geht aber noch einfacher als die Geheimtipps der Finanzzeitungen zu recherchieren.

 

Die richtigen Aktien zu finden, gelingt durch die Analyse der relativen Stärke. Normalerweise setzen sich bestehende Trends fort. Man klickt sich durch die Charts und fokussiert sich auf diejenigen, die in den letzten 6 bis 12 Monaten am besten performt haben.

 

Das ist in den Jahren 2023 und 2024 gut zu erkennen. Die Börsenrallye begann im November 2023. Bestimmte Industriegruppen und die Magic 7 führten damals schon das Feld an und sind auch jetzt noch die treibenden Kräfte.

 20-06-2024

 

Das Barometer hat wieder angezogen. Wohin soll das noch führen? Vor zwei Tagen platzierte ich einen Short im S&P 500, den ich nun wieder geschlossen habe.

Die Stärke des S&P 500 hält an, und genau da liegt das "Problem". Nicht der Gesamtmarkt ist stark, sondern nur eine Minderheit der Aktien.

 

Geld findet immer noch seinen Weg in den Aktienmarkt, aber eben nicht in der Breite. Das Barometer ist vielschichtig aufgebaut und erkennt diesen Unterschied. Es analysiert nicht nur die Marktbreite, sonst würden wir sicher mehr Fehlsignale erhalten und nicht im grünen Bereich verharren.

Die Situation erinnert an die Nifty Fifty-Periode der 60er Jahre. Diese habe ich zwar nicht selbst miterlebt, aber als Börseninteressierter hat man auch die Vergangenheit studiert. Aus der Geschichte kann man sehr gut lernen, und glücklicherweise gilt bei der Börsengeschichte nur sehr begrenzt der Spruch "Die Geschichte schreibt der Gewinner."

Dieser Spruch gilt für die allgemeine Geschichte umso mehr. Lauscht man amerikanischen Historikern, die ihre Geschichte auf Basis der amerikanischen Bibliotheken schreiben, liest man nicht selten etwas ganz anderes als in unseren Geschichtsbüchern, gerade über die Geschichte der Weltkriege und ihre Ursprünge.

Aber was sind nun die Nifty Fifty und wofür stand diese Zeit?

In den 60er Jahren gab es eine Periode, in der eine Handvoll Aktien unaufhörlich stiegen, während der Rest des Marktes zurückblieb. Diese "Handvoll" umfasste etwa 50 Aktien, die als Nifty Fifty bekannt wurden. In dieser Zeit verzeichneten auch bekannte Investoren wie Nicolas Darvas und Warren Buffett sensationelle Erfolge.

Die Nifty Fifty hatten über Jahre hinweg sehr hohe Bewertungen, konnten diese aber auch durch starkes Wachstum rechtfertigen. Ein Beispiel der Nifty Fiftys ist Wal-Mart, dessen Aktienkurs über fast 30 Jahre hinweg durchschnittlich um 29% pro Jahr stieg! Aber auch bekannte NAmen wie General Electric, McDonalds, American Express, etc. gehörten dazu.

Die Frage ist nun, ob möglicherweise ein ähnliches Umfeld vorliegt? 

Große Player und Platzhirsche bauen ihre Macht aus, während kleinere Unternehmen durch hohe Steuern und Bürokratie kaum noch Chancen haben.

Der relativ hohe Zins in den USA trägt ebenfalls seinen Teil dazu bei.

Wie lange die Börsen, insbesondere der S&P 500, noch steigen werden, ist ungewiss. Es heißt, dass der Krug so lange zum Brunnen geht, bis er bricht. Ein weiterer Short auf den S&P 500 erscheint derzeit nicht sinnvoll, da sich die Big Caps in diesem Index befinden.

Der kometenhafte Aufstieg der Nifty Fifty endete jedenfalls in den frühen 70er Jahren, als die meisten von ihnen mehr als 50% ihres Wertes verloren. Der Grund war ein heftiger Börsencrash ausgelöst durch die Ölkrise 1972/1973.

 19-06-2024

 

US Börsen heute geschlossen.

Morgen erscheint das nächste Update.

 18-06-2024

 

Die Börsenindizes bewegten sich gestern nach oben, und dieses Mal stieg sogar der Russell. Diese Aufwärtsbewegung wurde jedoch erneut von relativ wenigen Aktien getragen. Nur 56% der an der New York Stock Exchange gelisteten Aktien sind gestiegen.

 

Die Volatilität ist leicht gefallen, tendierte jedoch in den letzten Tagen insgesamt eher nach oben. Eine steigende Börse, begleitet von steigender Volatilität, ist normalerweise kein gutes Zeichen.

Allerdings sind die Börsen für Übertreibungen in beide Richtungen bekannt, weshalb wir abwarten müssen. Es ist sehr gut möglich, dass die Börsen noch ein wenig weiter steigen. An diversen Unterindikatoren ist nach wie vor zu erkennen, dass die Luft dünner wird. Sollten die Börsen weiter steigen, werte ich das aktuell als Distribution- denn als Akkumulationsphase. D.h. es wird in die Stärke verkauft. Das ist u.a. daran zu erkennen, das wir eine heftige Rotation der Sektorengruppen beobachten können.

Neben den technischen Indikatoren gibt es noch ein weiteren Hinweis aus dem "Sentimentbereich":

Nachdem Jamie Dimon von JP Morgan Mitte April davor gewarnt hatte, dass es an den Börsen richtig ungemütlich werden könnte, kam gestern nun die Meldung von JP Morgan, dass die Kurse in der zweiten Jahreshälfte 2024 weiter steigen werden.

Aufmerksame Leser dieses Marktkommentars wissen, dass ich die Aussagen der Bank CEOs gerne als Kontraindikatoren verwende.

Die Warnung von Dimon Mitte April konnte gut als Einstiegssignal genutzt werden; vielleicht eignet sich die gestrige Aussage erneut als Kontraindikator und kündigt eine kurzfristige Talfahrt an.

 

In der Vergangenheit haben sich die Ansagen der Großbanken recht gut als Kontraindikatoren herausgestellt, ohne dies genau quantifiziert zu haben.

 17-06-2024

 

Die Situation hat sich auch am Freitag nicht verbessert. Die Marktbreiteindikatoren schwächeln, zwar noch nicht auf bedenklichem Niveau, aber die Tendenz ist nicht zu übersehen.

 

Im Russell 2000 notieren nur noch 44% der Aktien über ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Im Sp500 ist die Tendenz steigender Aktien auch eher abnehmend.

Sollte es heute zu einem Bounce im Russell kommen, wird dieser vermutlich nur von kurzer Dauer sein. Der Russell ist kurzfristig leicht überverkauft, während der S&P 500 in den letzten Tagen Potenzial für einen kurzfristigen Rücksetzer aufgebaut hat.

Das ist zwar nur eine Einschätzung, aber es dürfte in nächster Zeit "holprig bis unwegsam"  werden. Es ist m.E. nicht die Zeit, mittelfristige Positionen aufzubauen. Ich warte dazu eindeutigere Situationen ab.

 14-06-2024

 

Die Marktbreite in den Indizes ist wieder leicht gesunken, obwohl wir vor einigen Tagen quasi grünes Licht durch die FED bekommen haben.

An der Börse ist die Nachricht selbst nicht entscheidend, sondern wie die Börsen reagieren. Offensichtlich sind die Börsen von den FED-Äußerungen nicht beeindruckt. Jedenfalls reicht es nicht für eine weitere Rally. Der Russell 2000 wird seither abverkauft.

Nun scheint es holprig zu werden. Das Barometer ist noch nicht direkt in den roten Bereich umgeschlagen, aber einige trägere Unterindikatoren sind in der jüngsten Vergangenheit nicht nach oben gedreht und verharren auf niedrigem Niveau. Unter anderem werden verhältnismäßig wenig neue Hochs markiert und die Anzahl neuer Tiefs nimmt mittlerweile sukzessive zu. Das ist in der jetzigen Form schon seit Wochen nicht aufgtetreten.

Das muss nichts heißen, aber auch bei anderen Indizes rund um den Globus scheint die Sonne aus charttechnischer Sicht nicht wirklich hell. Wenigstens eine Pause ist wohl zu erwarten.

Eine weitere Sache sollte am Rande erwähnt werden, und zwar die Bewertung des S&P 500. Dieser erreicht aktuell einen Kurs-Buchwert von 4,91. Ende 2000, zur Dotcom-Blase, lag dieser Wert bei 5,06.

Der Durchschnitt liegt irgendwo bei 3.

 

Das ist lediglich eine Feststellung. Übertreibungen können weit fortbestehen, besonders im aktuellen Umfeld. Niemand weiß , wie lange die Phase steigender Kurse noch anhält. Für Warren Buffett wäre bzw. sind die aktuellen Kurse jedenfalls nicht attraktiv und zu teuer.

Wie ich an dieser Stelle bereits schrieb, könnten die unaufhaltsam steigenden Kurse der Big Caps auch eine Flucht in Sicherheit bedeuten, Sicherheit vor der Inflation oder anderen großen Ereignissen. Ich denke da an Ereignisse aus der Ecke der Währungs- und Finanzstabilität.

Die Finanzsysteme scheinen instabil, der Dollar gefährdet. Ich vermag aber absolut nicht zu beurteilen, wie schnell und ob überhaupt sich dort Verwerfungen ergeben können.

Diese Vorhersagen überlassen wir den Crashpropheten.

 13-06-2024

 

Es ist raus: Powell stellt einen "Rate Cut" für dieses Jahr in Aussicht. Geht die Party jetzt los?

 

Die Börsen reagierten weniger euphorisch als erwartet, da die anfänglichen starken Gewinne im Laufe der Handelssitzung nicht gehalten werden konnten. Allerdings sei erwähnt, dass die Kurse in den Tagen zuvor bereits auf hohem Niveau waren, sodass teilweise Gewinnmitnahmen einsetzten.

Mit einem sprunghaften Markt ist meiner Meinung nach weiterhin zu rechnen. Eine starke Schubphase, die ich als "easy money"-Umfeld bezeichne, entsteht tendenziell aus tieferen Kursen heraus.

Märkte wie der aktuelle plätschern eher vor sich hin und reagieren bei gelegentlichen schlechten Nachrichten mit ein bis zwei Tagen Turbulenzen, die jedoch durch "buy the dip"-Strategien schnell wieder ausgeglichen werden.

Die Marktbreite hat leicht zugenommen und die Volatilität wieder abgenommen, also ist alles im Lot.

 

Als nächstes stellt sich die Frage, woher neue Impulse kommen könnten. Die FED trug mit ihren Statements gestern zur Beruhigung bei.

Lediglich die nächsten Quartalsergebnisse könnten zu leichten Unruhen führen. Die letzten Arbeitsmarktzahlen fielen robust aus, aber das Wirtschaftswachstum, also das BIP, lässt nach.

Es bleibt abzuwarten, welches Zukunftsbild die Firmenbosse bei den nächsten Earnings Calls zeichnen.

Ansonsten lodert selbstverständlich der Konflikt in der Ukraine weiter, den ich jedoch eher als "Big Event" oder "Black Swan"-Ereignis betrachte. Normalerweise beeinflusst er das wirtschaftliche Geschehen in den USA nicht unmittelbar.

Aber es steht trotzdem viel auf dem Spiel. Der amerikanische US-Senator Lindsey Graham gab vor einigen Tagen bekannt, dass in der Ukraine Ressourcen und Bodenschätze im Wert von 10 Billionen Dollar liegen. Diese will man selbstverständlich nicht aufgeben und den "Chinesen und Russen" überlassen. Warum den Chinesen? Die sind doch gar nicht in den Krieg involviert?

https://x.com/ZentraleV/status/1800037678051971546

Man merkt an derartigen Aussagen sehr genau, dass die USA an den Ressourcen interessiert sind, selbstverständlich auch an der Demokratie und der Freiheit, eh klar, war ja in den letzten 100 Kriegen immer so.

 

Jede größere Wirtschaftsnation ist von Ressourcen abhängig, je günstiger, desto besser. Bisher war der Zugang zu günstigen ukrainischen Ressourcen wohl gewährleistet, so wie auch unter Jelzins Zeiten der Zugang zu billigen Ressourcen in Russland gegeben war.

 

Das darf sich nicht ändern, sonst werden die Einkaufspreise bzw. die Erzeugerpreise steigen, was wiederum die Inflation antreiben wird. Auch die Abhängigkeit vom globalen Süden/Osten wäre ein Problem.

Aus amerikanischer Sicht ist es durchaus nachvollziehbar, dass der Krieg fortführt werden muss, bis zum letzten Ukrainer. Eine halbe Millionen Ukrainer verloren bereist ihr Leben.

Aber das sind alles eher mittel- bis langfristige Überlegungen. Vorerst dürften sich die US-Börsen holprig bis stabil entwickeln.

 12-06-2024

 

Die Zahlen sind gerade eben herausgekommen. Die Inflationsdaten fallen schwächer aus als erwartet.

 

Das sind gute Nachrichten für die Börse. Die fallende Inflation wäre der erste von zwei Punktendes des Szenarios, das ich hier vor einigen Tagen skizziert hatte.

Als nächstes sollten die kommenden Quartalszahlen eine wirtschaftliche Abkühlung in Aussicht stellen, was einen ersten Zinsschritt nach unten im Spätherbst bewirken könnte.

Das Barometer dürfte, sofern die Stärke heute gehalten werden kann, wieder etwas fester notieren. Die Marktbreite ist bis dato noch etwas besorgniserregend. Ich hoffe der Aufschwung heute ist breit gestreut und befördert ein weites Spektrum an Industriegruppen nach oben.

 

 Der Russell 2000 könnte mit einem kräftigen Schub in den nächsten Tagen seine mittelfristige Basis verlassen.

https://www.tradingview.com/x/Y5QoFnJK/

 11-06-2024

 

 

Derzeit geistert die Wutrede vom Deutsche Börse Chef Herrn Theodor Weimer durch das Internet. Kommt dieser "Brandbrief"nicht reichlich spät?

Haben Herr Weimer und die anderen CEOs der DAX-Konzerne nicht schon früher kommen sehen, wohin die Reise geht?

Der Bürokratismus, die Steuern, die Steine, die vor allem dem Mittelstand in den Weg gelegt werden, all diese Punkte begannen doch schon längst in der Merkel-Ära.

https://www.youtube.com/watch?v=1WVUz3ZV-ys

Herr Weimer rühmt sich damit, dass er mit allen DAX-CEOs per Du ist und tiefe Einblicke in die aktuelle Wirtschaft hat. Sein guter Freund, der CEO von Bosch z.B., fragt sich unter dessen, wie das gehen soll mit den strengen Auflagen bezüglich CO2 usw.?

Was für eine entlarvende Aussage!

 

Bisher dachte ich, um CEO eines großen DAX-Konzerns zu sein, muss man ziemlich schlau sein. Es ist zwar bekannt, dass auch diese nur Angestellte sind und nicht den Charakter der einstigen großartigen Gründer in Eigenverantwortung besitzen und erst recht nicht die Fähigkeiten der heutigen Bosse des Mittelstands und der Kleinunternehmer.

 

Aber diese CEO Kaste ist ja wohl komplett naiv oder mitläuferisch! Das ist auch für mich neu. 

 

Die haben wahrscheinlich tatsächlich noch nicht verstanden, dass von gewissen Kreisen seit mindestens zwei Jahrzehnten gezielt die Zerstörung eingeleitet wurde, genau so wie es Herr Weimer in seinem Beitrag ausspricht. "Die fatale Situation, die gezielt von gewissen Kreisen eingesteuert worden ist".

Herr Weimer spricht jetzt (zu spät) aus, was im Mittelstand eh die meisten schon wissen: Das Schiff steuert auf eine Klippe zu.

Naja, wenigstens wagen sich diese Funktionäre zunehmend, ihren Mund aufzumachen. Wahrscheinlich aber auch nur deswegen, weil sie ihre eigenen Fälle davonschwimmen sehen. Wie im Video zu sehen, müssen den Herren erst Persönlichkeiten aus dem Ausland erzählen, was diese über Deutschland denken. Von allein sind diese CEOs noch nicht darauf gekommen, wie schlecht es um die deutsche Wirtschaft steht?

Ich habe mich immer gefragt, wieso die Chefs der Konzerne so lange stillhalten und sich das Untergangsdesaster seelenruhig anschauen. Mit dieser Ansprache habe ich nun die Erklärung bekommen. Die sind möglicherweise nur naiv und sitzen in ihren Sesseln. Sie glauben wirklich, es muss CO2 gespart werden.

 

Jeder Schwurbler hat es begriffen, jeder Mittelständler, jeder Handwerker in der Kneipe um die Ecke, jeder einfach strukturierte Normaldenkende weiß das, was Prof. Hans-Werner Sinn ebenfalls beim Wirtschaftsbeirat Bayern vortrug (siehe Kommentar von gestern).

 

Es geht um die Zerstörung und Deindustrialisierung Deutschlands, exakt genauso wie es Prof. Sinn in seinem Vortrag darstellt. Es geht nicht um CO2, sondern um die Deindustrialisierung Europas.

Wie sonst macht es Sinn, was Herr Weimer in seinem Vortrag erwähnt, dass in den USA der 7er BMW mit 8-Zylinder als voller Verbrenner angeboten wird und nicht als Hybrid.

In Europa wird der 7er BMW nur als 6-Zylinder-Hybrid angeboten, weil hier CO2 gespart werden muss. In den USA muss kein CO2 gespart werden?

Herr Habeck ordnet Gesetze an, die die Bürger nicht Milliarden, sondern Billionen kosten, nur um in den nächsten 10 oder 20 Jahren so viel CO2 einzusparen, wie China an einem einzigen Tag produziert!

 

Aber selbst diese zwei einfachen Rechnungen haben die Konzernlenker bisher nicht stutzig werden lassen. Warum nicht? Warum trauen sie sich erst jetzt aus der Deckung? Ich bin wirklich verblüfft.

Es ist mir jetzt klar geworden, wieso es so weit kommen konnte. Die Konzernlenker des DAX sind einfach nur träge und nicht unternehmerisch und selbstverantwortlich wie einst die Gründer. Sie machen sich nur Sorgen um ihren nächsten Gehaltsscheck und reflektieren die Hintergründe der Politik nicht ausreichend genug für meinen Geschmack.

 

Sie betreiben ein bisschen Politik und glauben auch an den Weihnachtsmann. Von Zeit zu Zeit kommt möglicherweise ergänzend eine Anweisung vom größten Aktionär Deutschlands, BlackRock, und dann wird weiter gepennt.

Glücklicherweise wird das Lager der angeblichen "Skeptiker und Schwurbler" zunehmend größer und zu Herrn Prof. Sinn gesellen sich Investmentbekanntheiten wie Herr Zulauf von der gleichnamigen Schweizer Consulting und Vermögensverwaltung.

 

Er erklärt in einem Interview seine recht logische Sichtweise der Geopolitik und die Motive des Ukrainekriegs.

https://www.youtube.com/watch?v=9f8_coG6be0&t=137s

Das ist übrigens ein Phänomen, das schon immer beobachtet werden konnte. Diejenigen, die sich mit Investments befassen, sind eher darauf bedacht, hinter die Kulissen zu schauen. Sie müssen es, denn es geht unmittelbar um ihr Geld. In dieser Angelegenheit kann man nicht gutgläubig nur einer einzigen Informationsquelle Glauben schenken.

 

In seinem Buch nannte es Ray Dalio "sich einen hyperrealistischen Situationsüberblick" verschaffen. Das bedeutet, eine Fragestellung sollte von ausreichend vielen Perspektiven beleuchtet werden.

 

Von daher ist das Internet heutzutage ein enormer Fortschritt in Sachen Informationsbeschaffung.

 10-06-2024

 

Am letzten Freitag konnten die Auswirkungen der Arbeitsmarktzahlen beobachtet werden, die normalerweise nicht derart scharfe Reaktion hervorrufen. Scharfe Reaktinen waren nicht unbedingt in den Indizes zu sehen, die zwar leicht nachgaben, dafür aber umso mehr im US-Dollar, Gold oder bei den Zinsen kurzlaufender Anleihen:

https://www.tradingview.com/chart/4m9CuVKU/

 

Aus einem robusten Arbeitsmarkt schließen die Börsianer, dass kein Zinsschritt im Herbst kommt.

Ehrlich gesagt, wer hat damit gerechnet? Der Herbst steht bereits vor der Tür. September wäre in drei Monaten. Die FED ist zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt nicht in Eile, es läuft eh alles prächtig bis auf die geopolitische Lage.

 

Ein robuster Arbeitsmarkt bei sich beruhigender Inflation wäre doch viel wünschenswerter als ein schlechter. Der Ölpreis ist in den letzten Wochen ordentlich gesunken, das wird ohnehin zur Beruhigung der Inflation beitragen.

 

Besonders optimistisch sehe ich die Lage der Indizes aktuell trotzdem nicht. Die Marktbreite nimmt kontinuierlich ab, obwohl sie letzte Woche, kurzfristig gesehen, leicht zunahm. Die mittelfristig abnehmende Tendenz ist leider ungebrochen.

Ergeben sich diese Woche keine Anzeichen von Stärke, dann stehen kurzfristig für den S&P 500 eher magere Zeiten bevor.

Mit der Entwicklung des Barometers der letzten Woche wechselte ich bereits ins pessimistische Lager. Das hat aber auch nicht immer was zu sagen, denn häufig werde ich von erstaunlich festen Börsen überrascht.

 

Fallende Märkte kündigen sich ausnahmslos durch das Barometer an. Gelegentlich drehen die Märkte kurz vor Wechsel in den roten Bereich doch wieder nach oben, daher ist es oft besser abzuwarten. So auch aktuell.

Es ist gut vorstellbar, dass die Inflationsdaten bei der morgigen Verkündung überraschend positiv ausfallen und ein Feuerwerk auslösen. Damit stabilisiert sich auch das Barometer durch dessen Unterindikatoren.


In Europa sind die Verbraucherpreise bereits auf dem Weg der Abkühlung. Die Erzeugerpreise sind hingegen schon vergleichsweise stark gefallen. Als vorlaufender Indikator zusammen mit den sinkenden Ölpreisen sollte sich der Inflationsanstieg folglich auch in den USA beruhigen.

 07-06-2024

 

Die kurzfristigen Unterindikatoren der Marktbreite entwickeln sich wieder nach oben, während die mittelfristigen weiterhin schwächeln.

Obwohl sich die Volatilität beruhigt, rechne ich mit leichten Turbulenzen.

 

Die Rotation in den Sektoren hält an. Gestern waren wieder defensive Titel auf der Kaufliste der Investoren, während drei Tage zuvor die Technologieaktien anführten.

Dieses Umhergehüpfe sind Indikationen von Nervosität und Unruhe.

Heute kommen vorbörslich die Arbeitsmarktdaten heraus. Normalerweise haben diese mich nie großartig interessiert, aber aktuell könnten sie einen guten Wegweiser darstellen.

 

Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass die FED sich an diesen Zahlen orientiert, um die Wirtschaftsaktivität einzuschätzen. In der Vergangenheit waren steigende Arbeitslosenzahlen wohl oft mitentscheidend bzw. das Signal, um die Zinsen zu senken.

Aber wie schon erwähnt, auf Null werden die Zinsen nicht wieder fallen. Gerade im derzeitigen geopolitischen Umfeld muss die USA ihre Währung schützen, was sie mit einem attraktiven Zins tut.

 

Zum aktuellen geopolitischen Umfeld gehört auch, dass sich die nächsten Aspiranten auf der BRICS-Warteliste eingetragen haben: Türkei und Thailand.

 

Wow, ich bin begeistert :-)

Der Untergang der USA als Hegemon schreitet voran. Europa und Deutschland vorneweg, haha.

 

Unser Kontinent wird sich natürlich noch mit in den Untergang ziehen lassen, eh klar. Aber der Rest der Welt möchte sich aus den Fesseln befreien, wie es scheint.

 

Das Statement eines thailändischen Ministers reicht aus, um zu beurteilen, wie zufrieden teils die Länder unter der Vorherrschaft der USA sind.

 

Der Minister begründete den Wunsch, in die BRICS-Runde aufgenommen zu werden, damit, dass Thailand an einer neuen multipolaren Weltordnung mitwirken möchte, in der verschiedene Kulturen und Dezentralität Stabilität schaffen.

Man möchte doch Neues nur, wenn das Alte weniger Vorteile bietet, oder wie war das?

Daher halten u.a. die deutschen Politik-Marionetten an ihren Stühlen fest und bekämpfen alles Neue.

 

Katrin Göring-Eckardt, die immerhin eine „abgeschlossene Küchenhilfe Ausbildung“ vorweisen kann, würde wahrscheinlich keinen neuen Job finden, der nur annähernd so hoch dotiert ist wie ihr jetziger. Sie hätte ehr Nachteile, wenn etwas Neues kommt.

Sogar in der Frankfurter Allgemeinen stand es ja schon geschrieben, wie es um die Kompetenz so mancher Minister steht.

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/deutsche-spitzenpolitiker-als-studienabbrecher-oder-ohne-ausbildung-12194627.html

 

Mal sehen, wie lange das noch geht. Auch Dr. Hans-Werner Sinn ist ja mittlerweile ins "Schwurbler-Lager" übergetreten und erklärt in öffentlichen Sitzungen, dass uns eine erzwungene Deindustrialisierung aufoktroyiert wird.

 

Er erklärt das Energieeffizienzgesetz von 2023, in dem festgehalten wird, dass der Energieverbrauch bis 2045 um 45% gesenkt werden soll, auch dann, wenn kein CO2 emittiert wird? Das ist defacto das Ziel einer Deindustrialisierung, ohne Moos nix los und ohne Energie auch nicht.

Es fragt sich natürlich jeder, der nur einen Funken Verstand dafür hat, dass Fortschritt, Expansion und Innovation gleichzeitig eine Zunahme des Energieverbrauchs bedeutet, wie das mit einer Halbierung gehen soll.

Hier das Video von Hans Werner Sinn, Minute 17:40

https://www.youtube.com/watch?v=trYO5KtLq0Q

 

Parallel ist daran erkennbar, dass es gar nicht um CO2 geht. Selbst wenn alles aus erneuerbaren Energien kommt, soll der Energieverbrauch trotzdem gesenkt werden!

Aber so wahr ich hier sitze und das schreibe, es wird nicht kommen. Genauso wenig, wie der Morgenthau-Plan nach dem zweiten Weltkrieg aus Deutschland kein Land der Schafe und Hirten machte, wird es jetzt auch nicht gelingen.

In meiner ursprünglichen Heimat Norddeutschland sagt man sich: Dinge, die nicht angehen können, werden auf Dauer nicht angehen.


Warum wird es anders kommen? Es profitieren einige wenige und zu viele leiden, das kann nicht gut gehen.

 06-06-2024

 

Und wieder haben die Börsen kurz bevor das Barometer in den roten Bereich drehte, Vollgas gegeben. Wir hatten sogar eine gute Marktbreite.

Ich hätte nicht gedacht, dass das Maihoch so einfach geknackt wird. Zuvor tendierten die Unterindikatoren des Barometers bereits Richtung kritischer Marken. Zwei oder drei Tage hätten wahrscheinlich noch gefehlt, um in den roten Bereich zu wechseln. Aber es scheint weiterhin das Motto zu lauten: buy the dip.

Eine andere Neuigkeit kommt aus dem Nahen Osten, genauer gesagt aus Saudi-Arabien. Es wird erwartet, dass Saudi-Arabien im Juni 2024 ankündigen wird, alle Ölverkäufe in US-Dollar einzustellen und damit den am 6. Juni 1974 unterzeichneten 50-jährigen Petrodollar-Pakt zu beenden,. Dieser Pakt läuft am 9. Juni 2024 aus.

 

Auch da bin ich überrascht, wie schnell alles mittlerweile voranschreitet. Ich kann nicht wirklich abschätzen, wie schnell und wie stark sich dieses Ereignis auf den US-Dollar auswirken wird. Aber das ist mal eine Ansage.

 

Es wird ja nicht nur das Öl in US-Dollar abgerechnet, auch wenn die weltweite Ausbreitung des US-Dollars mit dem Petrodollar startete. Sämtliche Rohstoffe oder andere Produkte werden weltweit in US Dollar abgerechnet. Aber der Petrodollar ist natürlich ein Flagschiff. Wenn ein wichtiger Erdöllieferant nun den Petrodollar aufgibt, wird es sicherlich weitere Effekte nach sich ziehen.

Vor diesem Hintergrund ist auch verständlich, dass das Gold zum Höhenflug angesetzt hat. Die Nachfrage ist einfach immens, weil die BRICS wohl tatsächlich willens sind, sich aus der Abhängigkeit des US-Dollars zu lösen.

Die weltweiten Dollarreserven der Zentralbanken fielen schon 2020 auf ein 25-Jahre-Tief. Dieser Trend dürfte sich beschleunigt haben.

Ja und in was soll man die überschüssigen Reserven sonst bunkern? Wohin mit dem ganzen Geld?

Gold ist zum Bunkern aktuell einfach das Naheliegendste.

Zum Goldappetit der Zentralbanken wird sich noch eine weitere große Nachfrage gesellen, und zwar die Family Offices, die ein Vermögen verwalten, das gemäß Egon von Greyerz, das von Private Equity und Hedgefonds zusammen, übersteigt.

 

Wer kennt es nicht, die Aussagen zum Gold: Ein bisschen Gold zur Beimischung. Viele Profis der Family Offices sprachen meistens von 0,5% oder ähnlich geringe Prozentzahlen.

 

Selten bis nie habe ich in den letzten zwei Jahrzehnten gehört, dass die konservativen Vermögensverwalter zweistellige Prozentbeträge als sinnvolle Beimischung erachteten.

Die Zurückhaltung ist aber begründet, denn Investitionen in die meisten Goldminen waren seit 2000 eine Nullnummer. Gold selbst glänzte da schon eher, auch wenn es lange Durststrecken gab.

Aber das Anlageverhalten der Family Offices könnte sich nun ändern. Wenn diese großen Geldpools die Gefahr der Währungscrashs sehen, und die ist nicht mehr zu leugnen, dann werden sie die Investments ins Gold erhöhen.

 

Das wird die Margen der häufig stark verschuldeten Goldminenunternehmen dann endlich auf nennenswerte Level heben. Die lange Durststrecke der Goldminenaktien könnte damit vorbei sein.

Dieses Mal ist wirklich alles anders an der Börse. Die aktuellen geopolitischen Veränderungen gab es seit 50 oder 100 Jahren nicht mehr. Dennoch muss es keinen Börsencrash geben, denn starke US-Firmen sind immer noch eine Bank, sowie auch andere große international agierende Konzerne.

 05-06-2024

 

Die Marktbreite lässt zunehmend nach, erkennbar unter anderem an der Divergenz zwischen dem Russell 2000 und dem S&P 500.

Der Russell verlor gestern über 1%, während der S&P 500 leicht im Gewinn schließen konnte.

 

Die Volatilität etabliert sich tendenziell auf höherem Niveau.

Es muss nicht krachen, aber die Vorzeichen stehen eher ungünstig. Das Barometer ist noch nicht in den roten Bereich gewechselt.

Einige Werte performen in letzter Zeit trotzdem recht gut. Dazu gehören Moderna, Pfizer und die weniger bekannten Titel Novavax und Emergent BioSolutions.

Diese Werte waren Lieferanten und Profiteure in der Corona-Zeit und haben dort teils 10.000% innerhalb von ein bis zwei Jahren erzielt (Novavax).

 

In der nächsten Krise soll es sich gemäß dem Mediziner und Forscher Heiko Schöning um eine bakterielle Pandemie handeln, Stichwort Mikrobiom. In seinem Buch, das 2023 fertiggestellt wurde, und in diversen youtube Videos, beschreibt er Details darüber, wie sich die nächste Krise gestalten und welche Firmen profitieren könnten. Übrigens hatte er gemäß eigenen angaben auch die C- Krise vorhergesagt und den Verlauf im Vorwege skizziert.

Ich verfolge og. Aktien seit geraumer Zeit, insbesondere Novavax und Emergent BioSolutions.

 

Beide zeigen derzeit auffällige Akkumulationsmuster und scheinen aus dem Dornröschenschlaf zu erwachen.

 

Rein zufällig war Herr Gates vor kurzem Gast bei der Bild-Zeitung und äußerte sich "besorgt" unter anderem zum Stichwort Mikrobiom.

https://www.youtube.com/watch?v=KM4u7pkeMGA

Aktuell wird zudem die Vogelgrippe in den Medien behandelt.

Es kann alles Zufall sein, aber  falls wieder eine Pandemie ausbricht, warum sollte man nicht wenigstens profitieren?

Novavx:

https://www.tradingview.com/x/YLdkKK9p/

Emergent Biosolutions

https://www.tradingview.com/x/EEQweAk4/

https://www.youtube.com/watch?v=9f8_coG6be0 zulauf

 04-06-2024

 

Das Barometer hat wieder einen Punkt abgegeben. Der plötzliche, unbegründete und kurze Anstieg vom Freitag fand keine Anschlusskäufe. Im Gegenteil, eine zunehmende Anzahl an Aktien schwächelt.

 

Der kürzlich unter die Räder geratene Sektor HealthCare konnte sich gut behaupten. Andere Sektoren, die am Freitag stark anzogen, wurden gestern wieder komplett verkauft. Dieses sprunghafte Verhalten ist ungesund. 


Es ist möglich, dass am Freitag ein großer Marktteilnehmer die Kurse mit massivem Kapital anschob, um neue Käufer anzulocken. Daher der Indexsprung zum Handelsschluss am Freitag.

Wie auch immer: Das Barometer tendiert eher nach unten. Es wird nicht mehr viel fehlen, um es in den roten Bereich zu befördern.
Die Volatilität ist aktuell angesprungen. Einen echten Grund habe ich nicht registriert. Aber auch das unterstreicht eher die These, dass Börsianer nicht euphorisch sind.


Und noch eine Sache wäre zu erwähnen: Der fallende Ölpreis. 


Summasumarum könnte sich tatsächlich das favorisierte Szenario in den nächsten Wochen entwickeln. 


Abkühlung der Wirtschaft, zeitgleich ein weiter fallender Ölpreis als Folge und damit nachlassende Inflation und purzelnde Börsen.


Dadurch eine leichte Zinssenkung im Herbst. Die Börse steigt kometenhaft to the Moon....

Allerdings sollte man bei der Zinssenkung in den USA nicht auf alte sehr niedrige Niveaus hoffen. Für die Amerikaner steht viel auf dem Spiel. Zu niedrige Zinsen würden das Vertrauen und die Attraktivität des Dollars stark untergraben.

 

Daher rechne ich eher mit wenigen minimalen oder symbolischen Zinsschritten nach unten.


Es gab eine Phase in den 70ern, in der der Dollar zunehmend weicher wurde. Auch seiner Zeit schwand das Vertrauen in den Dollar.

 

Als Folge wollten ausländische Investoren keine US-Anleihen in Dollar lautend mehr kaufen. Sie forderten die Amerikaner auf, Anleihen in der guten alten deutschen Mark zu begeben.

 

Das hat den Amis natürlich gar nicht geschmeckt und in Folge haben sie den Zins erhöht, um die Attraktivität des Dollars wieder zu gewährleisten.

 03-06-2024

 

Ein zweiter Tag an der Wall Street mit hoher Antizipation, d.h. ein hoher Wert an Aktien, die die Eintagesrally getragen haben. Am Donnerstag konnte das bereits beobachtet werden.

Wieder einmal bin ich überrascht von der Marktbreite, hätte ich doch zunächst auf eine weitere Abkühlung gesetzt.

Die allgemeine Marktlage bleibt in der aktuellen Situation dennoch fragil. Ein oder zwei trendige Tage nach oben oder unten bestimmen die weitere Richtung.

Aktuell sehen wir jedenfalls einen Bounce, getragen von hoher Antizipation, aber nur teilweise hohem Volumen als Bestätigung.

Die Wahrscheinlichkeit spricht kurzfristig gesehen, für leicht steigende Kurse.

Es ist aber damit zu rechnen, dass wir nach zwei Tagen Aufwärtsschub wieder zwei Tage Verkaufsaktivität sehen.

Eine sprunghafte Phase ist meines Erachtens ein Szenario, auf das man sich einstellen sollte. Swingtrader sollten Gewinne schnell realisieren. Positions-Trader sollten vielleicht das Risiko bei Longpositionen zurückschrauben.

Man kann sich in die Institutionellen Investoren hineinversetzen. Wenn diese einen scharfen Pullback wie im Dow Jones sehen, freuen sie sich und kaufen zu.

 

https://www.tradingview.com/x/UWOz5WXy/

Große Investitionshäuser nutzen in Topbildungsphasen die Gelegenheit, um zu verkaufen oder gar nichts zu machen. Zweites ist positiv zu deuten.

Der Dow Jones hat dieses Verhalten musterhaft gezeigt.

 

Das Volumen ist auf dem Weg zum letzten Hoch abgeebbt, d.h. hohe Kursnotierungen wurden nicht genutzt, um massiv zu verkaufen. Dafür stieg das Volumen im aktuellen Bounce. Dieses Volumenverhalten spricht für anhaltende Stärke.

Naja, schauen wir uns an, wie die Märkte auf eine Zinssenkung in der Eurozone am Donnerstag reagieren. Dieser erste Zinsschritt dürfte beschlossene Sache sein.

Die Wirtschaft ist zu schwach und braucht Hilfe. Plötzlich spielt die Inflation keine Rolle mehr, bzw. könnte die Inflation ungeachtet der Zinswende weiter nach unten laufen. Der werte Leser hier kennt meine Einstellung zum Zinsgezauber.

Höhere Zinsen bedeuten mittel- bis langfristig eher höhere Inflation, da zunehmend Geld gedruckt werden muss, um die Zinsen wieder zurückzuzahlen. Die Zinsen, die Zentralbanken mit dem Kauf von Anleihen fordern, sind nicht im Wirtschaftskreislauf vorhanden. Wo sollen die ehrkommen? Es müssen erneut Anleihen begeben werden, um die alten Zinsen zu bezahlen.

Sehr kurzfristig friert ein anziehender Zins natürlich die Wirtschaftsaktivitäten ein aber d.h. nicht, dass die Preise plötzlich zurück gehen.

Auch die Preise frieren nur kurzfristig ein. Zusammen mit dem Trick, die Inflation auf Vorjahresbasis zu vergleichen, ergibt sich dann ein nicht reales Bild geringer Inflation. Oder kostet die Butter tatsächlich soviel wie vor 10 Jahren?

Auf das aktuelle Szenario der Eurozone hoffe ich für die USA ebenfalls. Nachlassende Wirtschaftsdynamik mit leicht gefallenen Kursen. mit gesunkenen Kursen würde ein Zinsschritt nach unten mehr Dynamik nach oben an den Börsen bewirken.

 31-05-2024

 

Der anfängliche Erholungsversuch ist gescheitert. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es nicht mehr genug Käufer.

 

Dennoch sind unter dem Strich gestern mehr Aktien gestiegen als gefallen.

Die Schwergewichte haben die Indizes Sp500 und Nasdaq nach unten gezogen. Der Russell konnte sich gut behaupten.

Aktuell können wir eine starke Rotation der Aktiengruppen beobachten. So etwas passiert gerne bei Topbildungen oder Bodenbildungen, aber meistens nicht in gesunden Trends.

Vorgestern zogen die "Magic 7" die Indizes, gestern fielen sie, und der Rest des Marktes startete sozusagen durch. Das hat Rotationscharackter.

Das Barometer hat einen weiteren Punkt abgegeben. Erleben wir heute eine weitere Abwärtsfahrt, wird das Barometer morgen wahrscheinlich rot anzeigen.

 

Die volatile mehrwöchige Seitwärtsphase mit einer nach unten gerichteten Tendenz könnte begonnen haben.

 30-05-2024

 

Die Bank of America hat kürzlich eine interessante Zahl veröffentlicht: Die US-Schulden steigen alle 100 Tage um eine Billion Dollar. Das ist mal eine Hausnummer!

Houston, wir haben ein Problem...

Bisher ging man davon aus, dass die immense US-Verschuldung einfach nur beängstigend klingt, aber letztlich kein Problem darstellt. Schließlich ist die USA ein großes Land, und Präsident Biden macht nun wirklich den Eindruck, alles im Griff zu haben.

Auch die Bilder seines Sohnes Hunter, der fröhlich kiffend und feiernd zu sehen ist, vermitteln stets das Gefühl, dass alles in bester Ordnung ist.

Aber warum arbeiten die BRICS-Länder dann unter Hochdruck an einem eigenen SWIFT-Zahlungssystem? Warum streben sie die Entdollarisierung an? Und warum schießt der Goldpreis durch die Decke?

Die BRICS-Staaten entwickeln sogar eine eigene Währung, die teilweise goldgedeckt sein soll.

 

Das Konzept einer goldgedeckten Währung habe ich allerdings noch nicht vollständig verstanden oder die Befürworter nicht. Oft wird falsch dargestellt, was am Goldstandard so besonders sein soll.

Das eigentliche Übel der Inflation ist der Zins und das unkontrollierte Gelddrucken. Mit Gold sei das ja nicht möglich. Ist das wirklich so? Jein.

Nach den Napoleonischen Kriegen verfügten die Rothschilds über enorme Goldmengen und verliehen dieses Gold an andere Länder, damit diese eine goldgedeckte Währung einführen konnten.

Stabilität wurde durch den Goldstandard versprochen, aber auch die Rothschilds wollten natürlich aus dem Verleihgeschäft profitieren.

Sie verliehen das Gold mit Zinsen, was bedeutete, dass die Länder mehr Gold zurückzahlen mussten, als sie sich geliehen hatten.

Der Zins (also das zusätzliche Gold) musste irgendwoher kommen. Heute werden Zinsen sozusagen „nachgedruckt“. bei Gold geht es eben nicht so einfach.

Viele Staaten gerieten unter Druck durch die zunehmende Zinslast und einige Historiker sehen darin sogar die Ursprünge verschiedener Kriege. Gäbe es keinen Zins, gebe es keine Probleme.

Rein funktionell betrachtet bietet der Goldstandard keinen Vorteil. Man könnte genauso gut beim Papiergeld bleiben, solange ein System entwickelt wird, das die unkontrollierte Ausweitung der Geldmenge begrenzt.

 

Die Geldmenge kann wachsen, sie sollte sogar wachsen und zwar im Gleichschritt mit den Dienstleistungen und Produkten einer Wirtschaft.

Normalerweise wächst eine Wirtschaft durch Fortschritt oder Bevölkerungszunahme. Entsprechend sollte die Geldmenge angepasst werden, um weder Inflation noch Deflation zu verursachen.

Der Goldstandard hat hauptsächlich die Aufgabe, Vertrauen in eine Währung zu schaffen. Daher nehme ich an, dass die BRICS auf eine teilweise goldgedeckte Währung abzielen, um dieses Vertrauen zu schaffen.

Dies dürfte wichtig sein, da die BRICS-Länder in sich sehr inhomogen sind und teilweise nicht gut miteinander auskommen. D.h. aber nicht, das man sich aus wirtschaftlichen Interessen in einigen Bereichen nicht doch auf einen Nenner einigen könnte.

Wenn ich mir die Entwicklung anschaue, scheint sich vieles unter der Oberfläche zu tun. Mittlerweile habe ich das Gefühl, dass alles schneller geht, als ich dachte.

 

Wiederholt habe ich erwähnt, dass wir alle noch Zeugen einer epochalen Veränderung sein werden. Möglicherweise kommt die Veränderung schneller als gedacht.

https://www.youtube.com/watch?v=uwgcjYIVKPI&t=3s

Eine Buy-and-Hold-Anlage wird dann sicherlich nicht die richtige Strategie sein.

Denn mit der epochalen Zeitenwende könnte es auch zu wirtschaftlichem Chaos kommen.

 

Die Geschichte hat es uns gelehrt. Druck im Finanzsystem führt grundsätzlich zu "verdeckt angezetteltem" Chaos.

 

Die stark verschuldeten USA werden sich nicht einfach hinstellen und sagen: „Sorry, wir haben uns verrechnet.“

Irgendwas Großes wird sicherlich inszeniert werden.

 29-05-2024

 

Das Barometer hat sich nicht großartig verändert. Kein Wunder, die Kurse traten gestern auf der Stelle.

 

Insgesamt ist aber eine fallende Antizipation zu beobachten, das heißt, immer weniger Aktien tragen den Markt, allen voran Nvidia.

Dieses Phänomen kennen wir aus den Erfahrungen des Jahres 2023, als die sogenannten "Magic 7" die Indizes antrieben. Aktuell zieht eigentlich nur noch Nvidia die Indizes nach oben.

Was bedeutet das für einen Trader oder Investor, der eine aufkommende Schwäche in den Märkten erkennt und sich absichern möchte?

Eine Absicherung durch eine Shortposition im SP500Index ist schwierig!

Gestern war ein Paradebeispiel dafür: Viele Aktien sind stark gefallen, obwohl der S&P 500 selbst unverändert blieb und der Nasdaq sogar stieg.

 

Wer sich also gegen fallende Kurse absichern möchte oder sich grundsätzlich Short positionieren möchte, sollte unbedingt nach Schwäche Ausschau halten.

Von den bekannten Indizes entwickelt sich z.B. der Russell 2000 aktuell am schwächsten. Dieser würde sich folglich am ehesten für eine Shortposition eignen. Der Dow Jones zeigt ebenfalls eine kurzfristig recht ausgeprägte relative Schwäche.

 

Noch besser wäre vielleicht der Transportindex. Der ETF IYT, der den Transportindex abbildet, entwickelt sich derzeit sehr bescheiden.

Übrigens, der Transportindex hat bekanntermaßen eine Frühwarnfunktion. Schaut man sich diesen Index an, könnten Zweifel an einer weiteren Hausse der Börsen aufkommen.

https://www.tradingview.com/x/HBaD5ZEM/

 28-05-2024

 

Die Federal Reserve Bank of Atlanta hat neue Schätzungen vorgenommen und kommt zu dem Schluss, dass das BIP im zweiten Quartal um 0,1 % fallen wird. Diese Schätzungen sind vorläufig, aber sie deuten darauf hin, dass sich die US-Wirtschaft trotz ihres aktuellen Wachstums verlangsamt.

 

Letzte Woche erwähnte ich den Restaurant-Parkplatz-Indikator, der bereits signalisiert, dass das Geld bei den US Konsumenten nicht mehr so locker sitzt.

Wenn die Verbraucher nicht mehr in Konsumlaune sind oder sich den gewünschten Konsum nicht mehr leisten können, stellt sich die Frage, woher eine wirtschaftliche Expansion kommen soll. Wer soll dann kaufen?

Wir könnten bald auch offiziell den Fall der Stagflation erleben: Inflation begleitet von wirtschaftlicher Schrumpfung.

Offiziell ist die Stagflation noch nicht da, dank kreativer Berichterstattung und kreativ ermittelter Wirtschaftszahlen.

Aber ich mache mir da keine Sorgen, der Tag wird kommen, an dem die Inflation die westliche Welt erodiert.

 

Viele Male habe ich hier schon den Vorgang beschrieben, wie ein Zinssystem immer zur Inflation führen muss, nur das Ende kann je nach Handhabung unterschiedlich verlaufen. Schon der kommunistische Lenin sagte, dass Inflation das Potenzial hat, ganze Länder zu zerstören.

Die spannende Frage ist nun, wie sich die Börsen verhalten werden.

Eine abkühlende Wirtschaft ist zunächst kein Grund, um ein Fass aufzumachen, aber gleichzeitig könnte die Abkühlung bedeuten, dass die Fed die Zinsen bald senken könnte, sofern der Preisdruck nachlässt.

 

Das wiederum könnte der Anlass sein, um eine Marktrallye zu starten. Allerdings wird die Party erst richtig ausgelassen, wenn die Börsen zuvor ordentlich gefallen sind.

Wie letzte Woche beschrieben, wäre das Traumszenario für dieses Jahr fallende Kurse durch eine sich abkühlende Wirtschaft.

Nach einem Mini-Crash im Spätsommer oder Herbst könnten Zinssenkungen folgen, und die Party würde beginnen.

 

Das wäre in der Tat ein Szenario, bei dem es sich lohnen könnte, das Auto und das Haus zu verkaufen und "all-in" zu gehen.

 

 27-05-2024

 

Die US Börsen sind heute geschlossen.

 24-05-2024

 

Gestern schrieb ich noch über die fragile Situation und gleich darauf haben wir den Denkzettel erhalten. Die Marktbreiteindikatoren wurden in den letzten Tagen wesentlich schwächer. Das ist normal für seitwärts verlaufende Kurse. Die Auflösung einer solchen Situation erfolgt oft in einer heftigen Auf- oder Abwärtsbewegung.

Dennoch, so dramatisch fiel die Abwärtsbewegung gestern nicht aus, und der S&P 500 hat unter dem Strich nicht einmal 1% verloren, dank Nvidias Anstieg um über 9%.

Wäre Nvidia im DAX, wäre der DAX gestern um ca. 7% gestiegen. Die Marktkapitalisierung von Nvidia allein ist höher als die aller 40 Titel im DAX!

Wie geht es weiter?

Ein Szenario hatte ich gestern schon vorgestellt: Eine mehrwöchige Seitwärtsrange, ein leichter Crash im September oder Oktober, und anschließend noch eine Rally in den Winter hinein. Der Crash-Monat hat sich allerdings in den letzten Jahren auf den August vorverschoben.

Es steht und fällt mit den Zinsen. Nachdem Powell trotz schwieriger Inflationsphase stets eher taubenhaft klang, zieht er nun auch die Möglichkeit von Zinsanhebungen wieder in Betracht.

Es bleibt offen.

Taubenhafte Klänge in Verbindung mit einem Zinsplateau oder Zinssenkung bedeutet normalerweise: "buy the dip". 

Hawkische Klänge in einer Phase eines Zinsplateaus sind schwer einzuschätzen aber wir wissen ja auch, dass die Zinsanhebungsmöglichkeiten der FED auf Grund der Staatschuldensituation limitiert sind. Welcher Spielraum besteht, ist aber für mich unmöglich einzuschätzen. Da verlasse ich mich lieber auf die Mitteilungen der Börsenzeitungen :-)

Große Aktionen würde ich nun vorerst lassen. Der Monat Mai lief bisher im Swingtrading ausgezeichnet. Man muss nun die Gewinne behalten und nicht wieder verspielen.

Kurzfristige Shortstrategien gehören in nächster Zeit zu meinem Instrumentarium. Ansonsten abwarten und Tee trinken.

Die charttechnische Situation kann als mögliche Topbildung interpretiert werden. Dieser Prozess geht nicht von heute auf morgen. Die Marktkräfte verschieben sich in einem anhaltenden Prozess. In diesem Prozess gerät man häufig sowohl auf der Long- als auch auf der Shortseite unter die Räder. Der Markt fällt nicht in einem Zug nach unten, gerade wenn es tatsächlich noch eine "buy the dip" Phase wäre.

Manchmal schadet es nicht, die Kiste einfach abzuschalten, bis die Situation wieder klarer wird.

 23-05-2024

 

Nach "Feierabend" ist der S&P 500 gestern nach oben ausgebrochen. Die Quartalsergebnisse von Nvidia waren ein Grund zum Feiern für die Börsianer.

 

Die Sitzung der FED hingegen hat den Börsianern nicht ganz so gut geschmeckt. Powell kämpft weiterhin mit der Inflation und "droht" nun mit Zinsanhebungen, falls nötig.

Das ist selbstverständlich Gift für die Börse und hat den Index kurzfristig nach Süden befördert. Aber nur kurzfristig, die Kurse fingen sich recht schnell und haben sich stabilisiert.

Auf dem hohen Niveau der Börsen und trotz der Warnungen Powells wollten die Aktien weiter steigen. Extrem stark kann man das bezeichnen.

Ganz so rosig sieht es allerdings unter der Oberfläche nicht aus. Es sind gestern nur 30% der gelisteten New York Stock Exchange Aktien gestiegen. Schauen wir mal, wie viele es heute werden.

 

Auch die Marktbreiteindikatoren driften seit einigen Tagen leicht nach unten. Soll der Durchbruch auf Allzeithochs heute nachhaltig werden, brauchen wir Antizipation und kräftigeres Volumen.

Andernfalls vermute ich, dass der Ausbruch recht schnell zum Stillstand kommt.

Eine prompte Anschlussrally halte ich für unwahrscheinlich. aber eine Manifestierung auf hohem Level, die sich in einer Seitwärtsrange ausdrückt ist anzunehmen.

Einige defensive Titel, wie Healthcare und Foods dürften in nächster Zeit das Depot stabilisieren. Die ganze KI Branche feiert natürlich die Zahlen von Nvidia gestern aber wie lange kann das noch anhalten ohne Verdauungspause?

Die aktuelle Rally hält ja nun schon wieder vier Wochen an.

 22-05-2024

 

Das Barometer hat leicht nachgegeben. Die Umsätze in den letzten zwei Tagen haben ebenfalls nachgelassen.

 

Man wartet auf etwas, das die Kurse bewegt. Wie das Kaninchen vor der Schlange im hypnotisch ängstlichen Zustand abwartet, warten Börsianer auf neuen Input. Bis die neue Richtung feststeht, heißt es: ja nicht bewegen.

Heute kommt Nvidia nach Handelsschluss mit Quartalsergebnissen heraus. Das könnte eine Indikation geben, wohin sich die Märkte in den nächsten Tagen bewegen.

Zuvor, also während der Handelssitzung heute, tagt die FED und gibt ein Statement zur zukünftigen Zinsentwicklung.

Bis dahin dürfte wohl weiterhin nicht viel passieren.

 21-05-2024

 

Eine der best performenden Industriegruppen aktuell ist die "Schifffahrt". Der ETF, der den bezeichnenden Namen "BOAT" trägt, beinhaltet Aktien aus der globalen Schifffahrtsbranche.

 

https://www.tradingview.com/x/ymXKJR46/

 

Sehr gut unter diesen Werten performen die US Shipping Stocks mit Aktien wie Frontline, ZIM Integrated oder International Seaways. Allesamt transportieren Flüssiggas (LNG).

 

Die  ausgezeichnete Outperformance ist kein Wunder, denn die Fracking-Industrie zur Gewinnung von LNG läuft in den USA auf Hochtouren, seitdem die Pipelines Richtung Osten gekappt wurden.

In einem investigativen Beitrag berichtet Jacob Beautemps aus verschiedenen Blickwinkeln über diesen neuen Super-Deal mit den USA.

Schaut man sich derartige Reportagen an, weiß man ganz genau, worum es auf dieser Welt geht: Es geht nur ums Geld, und es ging noch nie um den Klimawandel.

Auch klasse in dem Bericht ist das Interview mit dem Politiker Omid Nouripour, der in vielen Fragen einfach keine Antworten hat, da ihm offenbar keine detaillierten Informationen irgendwelcher Art bekannt sind. Für eine Marionette würde man genau diesen Gesprächsverlauf erwarten :-)

https://www.youtube.com/watch?v=mVU-jF6fUtE

Einige dieser Shipping-Aktien sind starke Dividendenwerte. Ein Langfristinvestment lohnt sich meiner Meinung nach allerdings nicht, denn die Shipping-Industrie ist normalerweise stark zyklisch.

 

Im Falle der LNG-Transporteure kann ich mir jedoch vorstellen, dass der Aufwärtstrend noch eine Weile anhalte dürfte. 

Sicherlich lässt sich die amerikanische Industrie den Transport von den Deutschen auch extra hoch bezahlen.

Es ist verrückt: In Deutschland ist Fracking verboten, man führt es lieber teuer und umweltverschmutzend ein. Leitungen zu sauberem Erdgas werden gesprengt oder lahmgelegt.

 

In Deutschland ist Atomenergie verboten, man führt sie lieber teuer ein. Um Deutschland herum aber, werden neue Atomkraftwerke gebaut, um Deutschland mit Energie zu versorgen.

In diesem Zusammenhang wirkt das neue Lieferkettengesetz, das ab Januar 2023 in Kraft getreten ist und der deutschen Industrie heftige Bürokratie auferlegt, geradezu grotesk.

Hier ist ein dreiminütiges Erklärvideo, das das Lieferkettengesetz in Kürze erläutert. Offiziell stehen Menschenrechte und Umwelt im Mittelpunkt :-)

https://www.youtube.com/watch?v=YYFqR_kJaLI

Schaut man sich die beiden Videos hintereinander an, fällt man komplett vom Glauben ab. Es ist unfassbar, scheinheilig und grotesk.

America first!

Man könnte sich den ganzen Tag aufregen, darf dabei aber folgendes nicht vergessen. Es gab schon immer Ungerechtigkeiten auf dieser Welt und bestimmte Zirkel hatten sich seit jeher mit den fiesesten Mitteln Vorteile ergaunert.

Im Gegensatz zu vor 50, 100 oder 1000 Jahren, gibt es nun das pööse Internet und fördert diese dunklen Machenschaften zu Tage. Vorher lebte man vielleicht entspannter, weil einem diese Geheimbündelein nicht bekannt waren.


 

 20-05-2024

 

Die Märkte steigen und steigen. Ich vermute es ist die Flucht des Smart Money in die Aktienmärkte. Solange eine steigende Inflation die Ökonomie nicht zu hart trifft, sind reale Assets am besten.

 

Normalerweise muss man bei steigender Inflation steigende Zinsen erwarten. Das hat in der Regel fallende Aktienkurse zur Folge. Aktuell scheint es Konsens zu sein, dass die Zinsen nicht steigen können, weil sonst der Staatshaushalt explodiert.

Insofern ist es nur logisch, dass Wertspeicher gesucht sind: Gold und Aktien. Betongold wird offiziell aktuell nicht gesucht, da die Zinsen die Finanzierungen zu teuer werden lassen.

Ich kann mir vorstellen, dass aber auch an diesem Markt Profis weiterhin auf der Suche sind. Bei der Zukunft von Betongold tritt neben der Finanzierung wohl ein weiteres Problemchen auf: Wer kann sich überhaupt noch hohe Mieten leisten?

Die Inflation hat bei vielen den finanziellen Spielraum stark limitiert. Können Investoren notwendige Mieteinnahmen noch auf die nächsten fünf oder zehn Jahre hinaus generieren?

Bei Aktien wird aber nicht jede Aktie gekauft. So hinkt der risikofreudige Russell nach wie vor den großen Indizes hinterher.

Die großen Werte verbindet man anscheinend eher mit Sicherheit, obwohl diese mittlerweile gegenüber den Small- und Midcaps ambitioniert bewertet sind.

Jedenfalls lässt sich so der aktuelle Run auf die Aktien und die brachialen Kurssteigerungen erklären. Es ist eine Flucht vor der Inflation.

Dass aber etwas nicht stimmt bzw. die Wirtschaft in den USA zwar stark, aber auch nicht exorbitant stark ist, sieht man am z.B. Ölpreis.

Der kam zuletzt glücklicherweise wieder etwas nach unten und wird sich wohl in einer Range zwischen 70 und 80 Dollar einpendeln.

Aktuell vollzieht der Ölpreis eine kleine Low Base, sodass ein Swingtrade auf Ölaktien eine gute Möglichkeit ist.

Es gibt aber noch einen weiteren Punkt, der signalisiert, dass nicht alles rund läuft in den USA:

Der Restaurant-Parkplatz-Indikator.

 

Auch den Amerikanern geht das Geld aus, und so ist wohl zu bemerken, dass die Restaurantbesuche stark abnehmen in den letzten Monaten. Eben seitdem die Inflation richtig spürbar ist und die negativen Auswirkungen beim Endverbraucher angekommen sind.

 

Die Anzahl der Restaurantbesuche nimmt wohl ab, und das signalisiert sich durch eine niedrige Parkplatzauslastung vor den Restaurants.

Unter anderem Starbucks hat zu kämpfen. Die Leute wollen sich keinen Latte mehr für 7 Dollar leisten bzw. können es nicht mehr. Ich habe vor 10 oder 15 Jahren selbst noch hier und da einen Kaffee bei Starbucks gekauft. Es sind schon schöne Restaurants mit angenehmer Atmosphäre, und Starbucks hat die Filialisierung von Cafés geprägt. Aber 3,50 Euro für einen Kaffee wollte ich später einfach nicht mehr bezahlen.

Aber nicht nur für Starbucks gilt die Besucherflaute. Auch andere Restaurants sind betroffen. Aktuell leidet sogar der Kurs der McDonald's-Aktie.

Es ist also nicht alles super unter der Oberfläche.

Ein mögliches Szenario für dieses Jahr:

 

Bis zu den nächsten Quartalsergebnissen sehen wir ein leichtes Aufwärtsgeplätscher der Börsen.

 

Die nächsten Quartalsergebnisse, die im Juli beginnen, fallen bescheidener aus, die Kurse purzeln dann ein wenig. Aber die Inflation sinkt zeitgleich, da der Ölpreis abkühlt.

Mit fallenden Kursen und langsamer werdender Konjunktur sieht die Fed die Notwendigkeit für Zinssenkungen.

Gleichzeitig hat die Fed durch eine sinkende Inflation den Raum für Zinssenkungen.

Nach einer Zinssenkung starten die Kurse im Herbst erneut durch.

Noch gibt es die Fed. Es meldet sich wieder einmal ein US Politiker, der erkannt hat, dass die Fed nicht nur Lösungen präsentiert, sondern häufig auch der Verursacher allen Übels ist. 

Vor dem Herrn Massi gab es schon zig andere Versuche, die Fed abzuschaffen, angefangen mit dem ehemaligen US Präsident  Kennedy.

 

Wir wünschen Herrn Massi viel Erfolg :-)

https://massie.house.gov/news/documentsingle.aspx?DocumentID=395644

 17-05-2024

 

Das Barometer steht am oberen Anschlag. Es kann sich noch um einen Punkt verbessern, das wäre dann der höchste erreichbare Wert.

Es spielt aber eigentlich keine Rolle, wo im grünen Bereich sich der Zeiger aufhält. Grün ist grün und rot ist rot.

Grün heißt long und rot bedeutet, dass ein Aktien Short Umfeld vorliegt.

Gestern wurden Wachstumsaktien verkauft und eher defensive Aktien haben zugelegt. Wahrscheinlich wird der rasante Anstieg seit Ende April nun verdaut.

Nach so einer Rally ist es jedoch nicht ratsam, gleich einen Shorttrade einzugehen. In der Regel plätschern die Kurse nur leicht nach unten oder seitwärts. Das Chance Risiko Verhältnis ist nicht vorteilhaft. besser ist es, Gewinnmitnahmen zu realisieren.

Man sollte tendenziell zwei Tage Abwärtstrend lieber als erneuten Long Einstieg suchen, gerade wenn man sich mittelfristig positionieren möchte.

Mittelfristig dürfte es weiter steigen. Die gesamte Kurs-Charakteristik von diesem Jahr deutet darauf hin, dass die Kurse durch die Decke gehen wollen.

Mittlerweile kann ich mir sogar Übertreibungen wie zur Dotcom-Blase vorstellen.

Die aktuelle Stärke wird die frischen Börsianer anlocken, die im Covid-Jahr die Börsenwelt entdeckt haben, sich im Jahr 2022 aber die Finger verbrannt haben.

Wenn die Fed tatsächlich noch einen symbolischen Zinsschritt am Ende des Jahres nach unten macht, dann könnte nach einer Sommerpause dieses Jahr in die Geschichte eingehen.

 16-05-2024

 

Die leicht gesunkene Inflation im April hat wahrlich ein Kursfeuerwerk ausgelöst. Damit sind die Märzhochs nun in Reichweite, bzw. hat der S&P 500 das Hoch bereits geknackt.

Ich hätte nicht gedacht, dass nach der relativ kurzen Korrektur im April so schnell ein neues Jahreshoch markiert wird.

Aber wie von mir in der Stellungnahme zur japanischen Situation vor einigen Tagen erwähnt, sind Aktien aktuell eine der besten Absicherungen gegen den Wertverfall.

Summiert man die Inflation der letzten 4 Jahre auf, ergibt sich ein Kaufkraftverlust im US-Dollar von 20%!

 

US Die Börsen sind im Vergleichszeitraum ca. 100% gestiegen. Vermutlich sind sich institutionelle Anlageprofis vollkommen im Klaren über diese Situation.
Sofern die Inflation nicht grundsätzlich aus dem Ruder läuft, sind die Aktienmärkte ein guter Schutz. Man könnte den aktuellen Run in die Börsen wohl als Crack-up Boom bezeichnen. Dieser Effekt ist 1000fach
im Netz nachzulesen.

Um der US Wirtschaft zu helfen, schreitet nun auch US-Präsident Biden ein, indem er Strafzölle auf chinesische Importe einführt.

100% Zoll auf sogenannte Elektrofahrzeuge (EV). Diese Extremzölle auf Luxusautos sind mir aus Thailand bekannt. Dort betrifft es Luxusmarken wie z.B. BMW und Mercedes, die ebenfalls einem Luxuszoll von 100% unterliegen.

 

Aber auch bei anderen Schlüsselproduktgruppen, wie Halbleitern, Solarzellen, Batterien oder medizinischen Produkten, hat Biden die Zölle kräftig teils auf 50 und 100% angehoben. Naja, America first erinnere ich nur.

Ich denke, Deutschland oder Europa werden bei so einem Selbstschutz nicht mitmachen und weiterhin an Sanktionen aller Art zum Wohle aller, außer Deutschland, festhalten.

Schließlich ist Kenia ja das Vorbild von Herrn Habeck, 90% CO2-neutral, natürlich, weil kaum Industrie präsent ist.

Na ja, was soll's. Wenn wieder mal kein Geld in der Staatskasse ist, kann man ja nun mit dem neuen Gesetz zur Vermögensverschleierungsbekämpfung von Herrn Lindner dem Bürger das Vermögen problemlos abknüpfen.

 

Ganz so heiß, wie es aktuell durch diverse YouTube-Kanäle diskutiert wird, wird es wohl nicht kommen. Häufig sind es ja auch nur Ideen und die Umsetzung gelingt dann nicht so einfach.

 

Aber man sieht an solchen Maßnahmen, dass sich die Regierung wirklich keine Mühe mehr macht, irgendwie zu verbergen, was sie vorhaben. Ran an das Geld und die Ersparnisse der Bürger.

Die Katze ist praktisch vollkommen aus dem Sack gelassen und man bedient sich schamlos der Abrissbirne.

 

Ehemalige FDP-Wähler werden sicherlich enttäuscht sein von der gesamten bisherigen Leistung Lindners, und dieses neue Gesetz stößt sicherlich auch auf Kritik.

Genug gequatscht über die Politik, woanders ist es ja auch nicht immer besser. Schauen wir mal rüber nach Südamerika.

Die mexikanische Börse läuft recht ordentlich und das schon seit der Corona-Krise 2020, genau wie die argentinische Börse auch.

Sogar der mexikanische Peso hat seither gegenüber dem US Dollar an Wert zugelegt, jaja die BRICS haben bald stärkere Währungen als der Wertewesten.

 

Wer hätte gedacht, dass man eines Tages sein Geld lieber in einer angeblichen "Bananenrepublik-Währung" zum Vermögenschutz anlegen sollte und einen Bogen um den US Dollar machen sollte.

Vermutlich bringt sich aktuell auch die brasilianische Börse in Stellung. Wie die meisten südamerikanischen Länder ist auch Brasilien ein Rohstoffland.

Bei meinem täglichen Aktienscreening ist mir heute die Aktie eines brasilianischen Stahlherstellers aufgefallen.

 

Vielleicht profitiert dieser zukünftig von den erhöhten Strafzöllen, die auf chinesische Stahlimporte auferlegt wurden. Brasilien ist nicht derart betroffen von den Strafzollorgien gegenüber China.

 

Jedenfalls hat sich in der Aktie, wie auch in dem Brasil Index, eine Bodenbildung vollzogen, die bei Ausbruch sicherlich noch einiges an Potenzial bietet.

https://www.tradingview.com/x/ZY325RsP/

 15-05-2024

 

Heute werden die Zahlen zur Kerninflationsrate bekanntgegeben. Aber mittlerweile glaube ich, es ist schon fast egal. Die Börsen wollen nach oben.
Teilweise sind sogar schon wieder Kurskapriolen und Übertreibung zu beobachten, wie gestern bei GameStop.

Oder in der alternativen Energiegewinnung, dort tut sich ebenfalls etwas. Brennstoffzellenhersteller wie Plug Power, die seit 20 Jahren kein Geld verdient haben, wachen plötzlich auf.

Wenn so etwas zu beobachten ist, also Pleitekandidaten und Zockerwerte verrückte Steigerungen präsentieren, dann steht dem Markt Spielgeld zur Verfügung. So etwas passiert meistens nicht, wenn das Geld knapp ist. Das ist als äußerst positiv zu bewerten.

Die Daten gestern zu den Erzeugerpreisen fielen ja eigentlich nicht besonders aus, bzw. liegt die Preissteigerung über den Erwartungen, trotzdem wird es halbwegs ignoriert.

Powell bereitet die Börsianer darauf vor, dass die Zinsen so bald nicht gesenkt werden, gibt aber auch klar zu verstehen, dass Zinssteigerungen auch nicht die erste Wahl sind.

Offensichtlich reicht das dem Aktienmarkt als Perspektive aus.

 

In so einem Umfeld, wenn eigentlich leichte Inflationstendenzen erkennbar sind und der Realzins dadurch eher geringer wird, schlägt unter anderem auch die Stunde der Goldaktien, aber auch anderer Rohstoffaktien und Verarbeiter von Rohstoffen.

Der Aluminiumproduzent Alcoa hat eine wunderschöne Longbase ausgebildet und ist nun nach oben ausgebrochen.

https://www.tradingview.com/x/mi6PuVkO/

Das ist sicherlich ein Kandidat, den man ein paar Wochen und Monate halten kann.


Albermale litt ein wenig in seiner Lithiumsparte, aber durch das breit aufgestellte Portfolio anderer Rohstoffe, die Albemarle fördert, könnte das ein guter Turnaround-Kandidat sein.

https://www.tradingview.com/x/GKkUMkBd/

 14-05-2024

 

Heute schaffe ich es zeitlich nicht, einen Kommentar zu verfassen.

Schauen wir mal, was die PPI Daten heute an Verwirbelungen verursachen und morgen erwarten wir gleich die nächsten Daten, die Core Inflation Rate.

 13-05-2024

 

Heute werfen wir erneut einen Blick auf Japan, denn die japanische Währung bzw. der Verfall der Währung steht gerade im Fokus.

Die Regierung Japans kündigt zwar Interventionen an, aber ich bezweifle, dass es ihr gelingen wird, das Vertrauen in den Yen wiederherzustellen.

Hatte uns die Europäische Zentralbank nicht immer gelehrt, dass eine schwache Währung von Vorteil sei, da Exportnationen davon besonders profitieren?

Das stimmt tatsächlich.

Leider profitieren nur die großen international tätigen Unternehmen davon.

Wen interessiert schon das Volk, das mit einer importierten Inflation aufgrund einer schwachen Währung zurechtkommen muss?

Auch in Japan lässt sich das derzeit beobachten. Die Aktienmärkte boomen, weil die Indizes größtenteils aus international aufgestellten Unternehmen bestehen.

Geht es einer Bevölkerung mit einer "harten" Währung besser oder schlechter?

Hatten die Deutschen nicht mehr Erfolg mit der starken D-Mark? Haben die Schweizer unter ihrem vergleichsweise starken Franken in den letzten zwei Jahrzehnten mehr gelitten als der Rest Europas seit Einführung des Euros?

Wenn ein Banker oder Zentralbanker sagt, wir brauchen eine Inflation von 2% oder vorgibt, dieses oder jenes sei gut, dann stimmt das zu 100%!

Leider stimmen die Maßnahmen häufig nur für die Großbanken und die absolut reichsten 0,01% dieser Welt, aber meistens nicht für die Mehrheit der Gesellschaft, die anderen 99,99%.

Insofern funktioniert es super, wenn ich mich an die Tipps meines Bankers halte, in dem ich immer genau das Gegenteil mache. Häufig klappt das auch mit der Politik oder den Ratschlägen des Instituts für Ernährung :-)

Aber Japan ist weit weg, was geht uns der Yen an? Nun ja, es könnte auch den Euro treffen, wenn tatsächlich eine Zinssenkung im Juni stattfindet.

Wahrscheinlich nicht in dem Maße, denn hier ist das Misstrauen in die Währung noch nicht so akut wie in Japan. Der Euro wird wohl noch ein wenig schwächer werden, bis die USA ebenfalls Zinssenkungen durchführen.

Wie wir unser Geld retten können oder wie es die Japaner hätten tun können, zeigt ein Blick auf den Yen und ein zweiter Blick auf den Nikkei.

 

Der Yen hat seit seinem Hochpunkt im Jahr 2011 50% seines Wertes verloren.

https://www.tradingview.com/x/4chi8inZ/

 

Aber hätte man zur gleichen Zeit sein Geld statt auf dem Sparbuch im Nikkei angelegt, hätte man diesen Wertverlust mehr als ausgleichen können.

Der Nikkei hat im gleichen Zeitraum um knapp 400% zugelegt.

https://www.tradingview.com/x/bEcy7koK/

Es schadet nie, sich ein wenig mit seinen Finanzen auseinanderzusetzen und Medienberichte mit eigenen Gedanken zu hinterfragen. Die gute Nachricht, weltweit steht wohl eine Phase der Zinssenkungen an und damit heißt es auch weiterhin:

"Buy the Dip"

 10-05-2024

 

Die Börsen setzen ihren Aufwärtstrend munter fort, während das Barometer sich leicht verbessert. Es scheint, als würden wir uns den alten Kursniveaus nähern.

Kürzlich zeigte mir ein Coachee den HangSeng Index und hob die aktuelle Stärke hervor, die nun eintritt, nach einer langen Abwärtsbewegung.

Ein Vergleich der relativen Stärke offenbart schnell, dass der Index gegenüber anderen Indizes eine bemerkenswerte kurzfristige Stärke aufbaut, mittelfristig bzw. auf Sicht von 3 Jahren aber unter ferner liefen.

 

Amüsanterweise meinte der Coachee, dass "sogar" der DAX mittelfristig besser abgeschnitten hat :-)

Offensichtlich haben die meisten Deutschen bereits innerlich resigniert und Deutschland abgeschrieben.

 

Der DAX spiegelt durch seine großen internationalen Konzerne natürlich nicht die Binnenwirtschaft wider und schon gar nicht die Bäckerei um die Ecke.

Es überrascht mich nur, wie stark sich die Trübseligkeit bereits in den Köpfen manifestiert hat. Ja, wir Deutschen haben es nicht einfach. Immer wieder wird oben drauf gehauen :-)

Nun zu etwas Anderem, ein Beispiel für eine Aktie, die aus einer langfristigen Bodenbildung ausgebrochen ist. Oft werde ich gefragt, woran man erkennen kann, ob ein Ausbruch nachhaltig ist oder nicht. Am Beispiel von Toast lässt sich das gut erklären.

Das Volumenverhalten und die entsprechenden Nachrichten zum Zeitpunkt des Ausbruchs geben häufig gute Anhaltspunkte.

https://www.tradingview.com/x/ySgZGxXv/

 09-05-2024

 

Die anfängliche Schwäche, insbesondere im Nasdaq100, wurde rasch wieder aufgekauft. Schon gestern hatte ich vermutet, dass wir nicht mit anhaltenden Kursrückgängen rechnen sollten.

 

Möglicherweise bildet sich nun eine Seitwärtsphase über einige Tage, bevor es dann wieder aufwärts zu den Hochs von vor einigen Wochen geht. Ob diese Hochs dann sofort durchbrochen werden, bleibt abzuwarten.

Besonders auffällig ist die anhaltende Stärke der Versorgeraktien. Das könnte unter anderem ein Zeichen dafür sein, dass die Zinsen in den USA wahrscheinlich nicht weiter steigen werden.

Gold scheint eine Highbase zu bilden und signalisiert somit ebenfalls keine weiteren Zinsanhebungen.

Die Zinsen für kurzfristige US-Anleihen haben einen kleinen Sprung nach unten gemacht. Möglicherweise pendeln sie sich auf dem aktuellen Niveau ein, was auf ein weiterhin stabiles Zinsplateau hindeuten könnte.

Die Aktienmärkte sind bisher gut gelaufen, aber für weitere kräftige Kursanstiege braucht es wohl wirklich gute Impulse und positive Nachrichten aus dem Wirtschaftsbereich, verbunden mit einer gleichzeitig abnehmenden Inflation.
Dies könnte sogar eintreten, da der Ölpreis in den letzten Wochen um etwa 10% gesunken ist. Wenn sich dieser auf dem aktuellen Niveau stabilisieren würde, könnte dies sicherlich zur Eindämmung der Inflation beitragen.

 

Alles in allem heißt es wohl weiterhin 'buy the dip' und buy zu nicht zu hoch, sondern nimm lieber ein paar Chips vom Tisch, wenn im Gewinn.


Die Trader nennen das "Sell into strength".
 

Dieses Tool, "sell into strength", war in meiner Tradingkarriere eine der wichtigsten Erkenntnisse überhaupt.

 

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich an die Lehrbuchweisheit gehalten, "Gewinne laufen lassen" und mit einem Trailingstop absichern. 

Man muss es umgekehrt machen Gewinne mitnehmen und Verluste laufen lassen :-)

Kleiner Scherz, Verluste muss man auch begrenzen und zwar so schnell, wie irgend möglich. Schnell  ist in diesem Fall aber eigentlich nicht das richtige Wort, sondern so günstig wie möglich. Manchmal ist schnell günstig und manchmal nicht.



 

 08-05-2024

 

Gestern saß ich mit einem kosovo-albanischen Tiefbauunternehmer in der Garage und wir tranken ein Bier.

 

Trotz seiner begrenzten Deutschkenntnisse ist er in seinem Geschäft erfolgreich unterwegs. Gelegentlich helfe ich ihm oder teile meine Erfahrungen und Ansichten des Unternehmertums mit ihm.

 

Er ist etwa 35 Jahre alt und äußerst fleißig. Irgendwie mag ich Ihn, obwohl wenn es um Verhandlungen geht, die typischen südländischen Methoden angewendet werden. "Labern bis der Arzt kommt" und immer unschuldig und "man hat es nicht gewusst" :-)
 

Nun, er hat Interesse daran, Geld anzulegen, weil er gehört hat, dass das eine gängige Praxis ist.

Das Ding ist, dass er, wenn man ihn nach der Größe einer Baggerschaufel fragt oder dem Durchmesser eines Telefonkabels , das er überall verlegt, er das auf die Nachkommastelle genau beantworten kann.

 

Aber wenn es um Aktien geht, hat er genauso viel Ahnung wie ich von Yoga.

Und nun fragt er mich nach Geldanlage und...

Er möchte auch gerne in Kryptowährungen und Bitcoin investieren!

 

Das hat bei mir alle Alarmglocken läuten lassen.

Wenn dieser Kollege, der keinerlei Kenntnisse im Bereich der Börse hat, mich nach Bitcoin fragt, was sollte ich dann erwarten?

 

Wahrscheinlich ist für Bitcoin vorerst eine Pause angesagt. Das ist vergleichbar mit den Dotcom-Zeiten, wo sich der Taxifahrer mit dem Gärtner über Internetfirmen unterhalten hat.

https://www.tradingview.com/x/O2f7WnFB/

Nicht dass der Bitcoin wieder zurückfallen würde auf 20.000, aber eine gewisse Zeit kann beim Bitcoin wohl eine Konsolidierung angenommen werden.

Eine Konsolidierung oder kurze Pause könnte auch für die Börsenindizes anstehen.

 

Wir sind den vierten Tag in Folge gestiegen. Eine Pause ist wahrscheinlich. Ein vier Tage anhaltender Aufwärtstrend deutet jedoch auf eine relative starke Nachfrage hin. Ein größerer Rückgang nach unten muss daher nicht unbedingt eintreten.

Shorts decke ich relativ kurzfristig wieder ein oder sicher den Breakeven schnellstmöglich ab.

 07-05-2024

 

Ich glaube, wir haben den nächsten Aufwärtszyklus erreicht. Schon den dritten Tag in Folge steigen wir, was für eine Phase der Distribution recht viel wäre.

Sollten wir heute noch einen weiteren Tag steigen, würde ich sagen, dass wir uns in einer Akkumulationsphase befinden. In Distributionsphasen steigen die Indizes nur kurz, zum Beispiel für 1 bis maximal 3 Tage.

 

Der S&P 500 konnte bis zum Handelsschluss die Gewinne halten und sogar noch zulegen. Wenn die letzte Handelsstunde nicht zum Verkaufen genutzt wird, ist das ebenfalls ein gutes Zeichen.

 

Aus Sicht der Kontra-Sentiment-Perspektive würde eine Phase des starken Kaufüberhangs super passen.

 

JP Morgan warnte genau am Boden, dass ein Crash aus dem Nichts auftauchen könnte. Viele Trader waren und sind noch ziemlich pessimistisch. Und der beste Indikator, ich persönlich habe mit einer zweiten Ausverkaufswelle gerechnet :-)
 

Ein perfektes Signal des Sentiments als Kontraindikator.

 

Auf der anderen Seite gab es auch echte Hinweise, zum Beispiel unser Barometer.

 

Wie in einer guten Beziehung, wo der eine Partner den anderen immer wieder aufs Neue positiv überrascht.

 06-05-2024

 

Dem Tod von der Schippe gesprungen, so könnte man es nennen.

 

Mit dem Schlusskurs vom Freitag kehrte das Barometer wieder in den eindeutig positiven Bereich zurück.

 

Am Mittwoch oder Donnerstag entstand eine Konstellation, die in vielen Fällen im Anschluss eine Drehung des Barometers Richtung Süden nach sich zieht.
 

Glücklicherweise ist die Kuh aktuell wieder für ein paar Tage vom Eis :-)

 

Small und Mid Caps bleiben stark, und sogar die zartesten Küken unter allen, die anfälligsten Aktien, die Mikro Caps, führen das Feld an.

Wie schon erwähnt, während die Big Caps fundamental "sportlich" bewertet sind, sind die von der Marktkapitalisierung geringer gewichtigen Aktien aktuell im historischen Vergleich recht günstig zu haben.

https://www.tradingview.com/x/h0LBmdyG/

Hier ist der Chart zu den Mikro Caps (Marktkapitalisierung ca. zwischen 50 und 300 Millionen).

Ein Trade in diesem Segment lohnt sich bei entsprechendem Entry sicherlich. Ich werde es hier ankündigen.

Beispielsweise ein gehebelter ETF auf die Smallcaps, wie der TNA

 

https://www.tradingview.com/x/Al23f0Ul/

 03-05-2024

 

Ich bin heute auf reisen, daher gibt es heute keinen Kommentar zum Marktgeschehen.

Das nächste Update am Montag.


 

 02-05-2024

 

Das Barometer bewegt sich nicht vom Fleck. Ich befürchte, wenn sich in den Märkten nichts Sichtbares tut, wird das Barometer in naher Zukunft wieder komplett auf Rot umschwenken.

Historisch gesehen haben ähnliche Konstellationen, wie die Aktuelle, eher zu einem Abwärtstrend geführt.

Das Aufwärtsvolumen ist einfach zu schwach. Wir müssen abwarten.

Zum Thema Cannabis, wie gestern bereits erwähnt:

Hier zunächst der Chart eines ETFs, der verschiedene Cannabisproduzenten enthält und Aktien rund um dieses Thema.

https://www.tradingview.com/x/UOZ1LVHP/

Deutlich erkennbar ist, dass das Volumen seit September 23 ansteigt. Der ETF hat eine lange und wunderschöne Bodenbildung vollzogen, im Grunde eine bilderbuchmäßige Entwicklung.

 

Vorgestern ist nun unter massivem Tagesvolumen ein Ausbruch auf ein neues Jahreshoch gelungen. Ich würde sagen, dieser ETF oder die gehebelte Variante sind gute Kaufoptionen auf mittlere Sicht.

Zeitgleich zeigt dieser Fall aber auch einmal mehr, dass Insider unterwegs sind und mehr wissen, und entsprechend die Kurse in die eine oder andere Richtung bewegen.

Das Volumen stieg beim Cannabis-ETF schon vor über einem halben Jahr an, und nun plötzlich kommt die Legalisierung von Cannabisprodukten zu Gesundheitszwecken?

Was für ein Zufall!

Also, es lohnt sich, die Charttechnik zu verstehen und anzuwenden. Das Gegenteil ist zum Beispiel bei VARTA, dem deutschen Batteriehersteller, der Fall.

Man kann VARTA auch durch Wirecard oder andere Aktiennamen ersetzen. Es werden Berichte über Turnaround-Potenzial lanciert, aber die Aktie fällt. Es werden sonnige Aussichten und tolle Quartalszahlen präsentiert, Gerüchte werden zerstreut, aber die Aktie fällt.

Obwohl der Geheimtipp nun schon in der Zeitung steht, fällt die Aktie.

Wo sind denn die Insider, die normalerweise schon vor der Zeitungsmeldung aktiv werden und kaufen, wie im Fall des Cannabis-Themas?

Oder der Fall Novavax, ein Impfstoffhersteller, der bereits vor der großen Impfwelle zur C-Krise seltsamerweise stieg.

Auch hier ist davon auszugehen, dass es genügend Insider gab, die mehr wussten als andere. Das ist ja auch völlig normal, würde ich sagen. Es gibt genug Mitarbeiter bei Novavax, die mitbekommen, dass große Aufträge reinkommen. Diese Mitarbeiter sprechen miteinander und mit ihren Kollegen aus der Nachbarschaft.

 

https://www.tradingview.com/x/6OXvNDvo/

Auch im Fall der Cannabis-Legalisierung. Die Akte wird beim entsprechenden Ministerium vorgelegt, und dann zieht sich der Beurteilungsprozess hin. Die Entscheidung steht aber womöglich schon seit längerem fest. Auch dort gibt es Mitarbeiter, Lobbyisten, etc...

Insider wird es in den meisten Fällen geben. Wichtig ist nur, dass man es versteht und mitspielen kann bzw. im Falle von möglichen Pleitekandidaten immer im Hinterkopf behält, dass es Insider gibt und die Käufe sich im Chart widerspiegeln.

 

Eine leichte, kontinuierliche Aufwärtsbewegung und immer höhere Tiefs sind Indizien, dass Insider an einer Bodenbildung am Werk sind.

Das Kaufinteresse überwiegt permanent das Verkaufsinteresse, und so steigt der Preis.

 


 

 01-05-2024

Ursprünglich plante ich, das Thema Cannabis näher zu beleuchten. Doch angesichts der aktuellen Entwicklungen halte ich es für angemessener, ein Statement zum Verfall des japanischen Yens abzugeben.

Bevor wir jedoch dazu kommen, werfen wir einen Blick auf das Barometer. Das Bild hat sich eingetrübt, und der Aufwärtstrend hängt am seidenen Faden.

Die heutige FED-Sitzung könnte jedoch das Ruder herumreißen, wenn die Fed eine moderate Zinsentwicklung anvisiert und hoffentlich wenig von Zinsanhebungen spricht.

Ob sie es tun wird, ist der Übergang zum Thema der Schwäche des japanischen Yens.

 

In den letzten 3 Jahren hat der japanische Yen gegenüber dem US-Dollar etwa 60% seines Wertes verloren! Das erinnert nicht an eine Währung eines der größten Wirtschaftsnationen dieser Erde, sondern eher an ein Land wie Simbabwe.

Wie kam es dazu?

Die Staatsverschuldung Japans ist enorm, die höchste weltweit, wenn es um entwickelte Industrienationen geht.

Das Land verschuldet sich bei seiner eigenen Zentralbank. Die Zentralbank druckt Geld aus dem Nichts und verleiht es an das Land, grob gesagt.

Dieser Mechanismus wurde hier schon mehrfach dargestellt. Zentralbanken werden quasi immer von den gleichen Großbanken eingerichtet, und das Geld wird an die jeweiligen Länder verliehen.

 

Es wird ein offizieller Anstrich verliehen, so dass man denkt, es muss so sein und es ist etwas ganz Normales und offiziell Notwendiges. Nein, das ist es nicht. Geld müsste frei sein.

Derjenige, der allein die Macht hat, Geld zu drucken, ist immer der Chef im Haus und lebt, ohne zu arbeiten, von den Zinsen.

Je größer die verliehenen Beträge oder der Gläubiger, im besten Fall sogar ein ganzer Kontinent wie Europa, desto besser lebt es sich. Die Zinsen werden vom Steuereintreiben bezahlt.
 

Aber irgendwann ist mal Schluss, weil die Zinszahlungen exponentiell wachsen. Dieser Fakt ist im Netz überall nachzulesen.
Die Frage war jedoch stets, wie lange geht der Tonkrug zum Brunnen? Ich hatte 2009 bereits eine Diskussion mit einem Goldverfechter, der voraussagte, dass der Euro in 5 Jahren Vergangenheit ist. Mittlerweile sind nun 15 Jahre vergangen, und der Euro ist immer noch das Zahlungsmittel.

Am Beispiel Japans sehen wir jedoch, dass möglicherweise bei einer Verschuldung von 250% des Bruttoinlandsprodukts das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Japans Zinsen liegen bei ca. 0%, und sie können nicht erhöhen, um ihre Währung zu stützen und den Verfall zu stoppen.

Das würde die Zinslasten noch weiter dramatisch erhöhen. Bisher hat man den Anleihenmarkt durch Stützungskäufe beruhigt. Aber auch damit ist irgendwann Schluss.

Wie auch immer die Geschichte nun ausgehen wird, es ist ein Beispiel dafür, was auch vielen anderen Ländern bevorstehen könnte.

Die US-Verschuldung beträgt gute 120% des Bruttoinlandsprodukts. Ein bisschen Luft ist noch da.

 

Aber dennoch würde ich sagen, die Amerikaner, die schon jetzt durch den relativ hohen Zinssatz von ca. 5%, 1 Billion Zinszahlungen jedes Jahr leisten müssen, haben nur noch begrenzte Möglichkeiten für eine Anhebung des Zinses.

 

Somit kann ich mir das Wortgeklingel der heutigen FED-Sitzung relativ gut vorstellen; vermutlich sind sehr vorsichtige und liebliche taubenhafte Klänge zu vernehmen.

Natürlich wird man die Inflation in den Vordergrund stellen, aber es dürfte auch im Interesse der USA sein, das Vertrauen in den US-Dollar aufrechtzuerhalten.

Zu hohe Zinsen würden ein ähnliches Szenario wie in Japan hervorrufen. Erstens: Die Zinslast steigt, und es wird zunehmend fragwürdig, ob die Rechnung mit der Staatsverschulden noch weiter aufgeht.

Zweitens: Die Wirtschaft leidet ebenfalls und beschleunigt die negative Spirale.

Den besten Effekt würde man wohl mit gleichbleibenden Zinsen und zukünftig leicht fallenden Zinsen erreichen.

Für die Inflation könnte man sich unterstützend im Laufe des Jahres noch eine neue Berechnungsmethode überlegen, die die Vorgehensweise rechtfertigt. Wie wäre es mit dem Einbezug von Gebrauchtmöbeln, deren Preise fallen unmittelbar nach Kauf um 90% und würden zur Senkung der Inflation betragen :-)

Summa summarum kann man nun verstehen, warum das Gold so steigt.

Wenn wir gerade den Beginn des Endspiels sehen, dann ist klar, warum das Gold so steigt.

 

Dass wir alle noch Zeuge einer epochalen Geldsystemveränderung werden, habe ich schon öfter geschrieben. Das wird sicherlich schmerzlich für sehr, sehr viele Menschen sein. Der Rettungsanker ist aktuell immer noch das digitale Gold, der Bitcoin, und Gold selbst.

Nicht umsonst hat die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, eine Bank, die nicht viel in der Öffentlichkeit steht und doch die mächtigste Bank der Welt ist, da sie weltweit die Zentralbanken verbindet, in ihrer jahrzehntealten Satzung stehen, dass die werthaltigste und akzeptierteste Sicherheit Gold ist.

 

Jawohl, genau das Metall, über das seit Jahren gepredigt wird, wie unattraktiv es ist.

Ich darf mich wiederholen. Der Euro fällt vor dem US-Dollar. Physisches Gold rettet Vermögen über den Extremfall.

Es geht hier nicht um Kursgewinne, es geht um den Fall, wenn ein Reset kommt und Währungen implodieren.

Ich bin sehr gespannt, wie sich die Sache mit Japan noch entpuppen wird. Wenn sich das nicht relativ bald beruhigt, hätte die Angelegenheit das Zeug dazu, der erste Dominostein zu sein, der fällt im Endspiel.

 


 

 30-04-2024

Ich halte mich bereits seit einiger Zeit in Thailand auf und möchte meine Eindrücke zur Elektromobilität aus diesem Land teilen.

Hier sind Elektrofahrzeuge von Automarken zu sehen, von denen ich zuvor noch nie gehört habe, wie zum Beispiel Haval oder ORA, beides natürlich chinesische Marken. Der Renner ist jedoch eindeutig BYD.

 

Da das Geschäft meiner Frau unter anderem im Bereich Raffinerien und Elektrizitätskraftwerken liegt – übrigens gibt es in Thailand keine Atomkraftwerke –, hat sie auch einen leichten Einblick in die Ölbranche hier.

 

Die Treibstoffhersteller bemerken tatsächlich den zunehmenden Anteil an Elektrofahrzeugen, da die Umsätze für Treibstoffe wie Benzin und Diesel sinken. Hier ergibt es natürlich auch Sinn, auf Elektrofahrzeuge umzusteigen.

Erstens sind die chinesischen Marken hier nicht so teuer und zweitens ist das Aufladen mit elektrischer Energie wesentlich günstiger als beispielsweise in Deutschland. Drittens ist es hier selbstverständlich sehr warm und die Reichweitenprobleme, die Europa im Winter hat, gibt es dementsprechend auch nicht.

Aufgrund der Vorteile der Elektromobilität wird sich der Trend hier wohl fortsetzen und die wirtschaftliche Stärke Chinas wird sich weiter ausbauen.

Auch im Bereich Anlagenbau und Ersatzteile für Raffinerien und Kraftwerke sind die Chinesen auf dem Vormarsch. Noch sind die Thais vorsichtig, weil in der Vergangenheit die Qualität im Maschinenbau nicht vergleichbar war mit der der westlichen Welt, aber der Abstand verringert sich.

Der chinesische Aktien-Index CSI 300 könnte eine Bodenbildung erfahren. Auf längere Sicht wird sich eine Investition in einen China-ETF höchstwahrscheinlich auszahlen. Dieser Zug ist nicht mehr aufzuhalten. Asien baut wie verrückt. Ganze Straßen und Ortschaften entwickeln sich hier in Windeseile, manchmal ist eine Straße nach einem bis zwei Jahren nicht mehr wieder zuerkennen.

 

Man merkt einfach den Fortschritt. Aber es gibt auch hier die Gier der Regierungen. So hat Thailand gerade ein Außensteuergesetz eingeführt, und auch sonstige steuerliche Belastungen der Bürger werden nicht attraktiver.

Zudem ist hier seit gut einem Jahr der Cannabiskonsum legal, und es gibt an jeder Ecke einen Cannabis-Shop. Eine Regierung, die ihr Volk und ihre Kinder schützt, legalisiert doch kein Cannabis?

 

Auch in Deutschland ist das Cannabis-Gesetz ja nun durch, soweit ich weiß. Dass man in der Berliner Muppetshow damit liebäugelt, harte Drogen wie Koks etc. zu legalisieren, verstehe ich ja noch. Der Legalisierungsvorschlag der harten Drogen, höchstwahrscheinlich aus Eigeninteresse, sollte dann aber wirklich begrenzt sein auf das Regierungsgebäude, damit das Volk keinen Schaden nimmt. Denn Schaden abwenden ist ja normalerweise deren Job, auch wenn das manchmal nicht so ganz klappt.

Bei den US Börsen ist wohl heute nicht viel zu erwarten, da morgen die FED tagt und ihre Absichten in Bezug auf die weitere Zinsentwicklung verkünden wird.

Ich denke, dass nach der Ansprache letzte Woche die Zinsen unverändert bleiben und zwar noch eine ganze Weile. Von daher dürfte eine große Volatilität ausbleiben.

 

Vermutlich vertragen die Börsenmärkte einen anhaltenden Zins auf aktuellem Niveau. Es war ohnehin erstaunlich, dass die Fed seit Monaten vehement davon sprach, die Zinsen zu senken.

 

Normal ist für gewöhnlich eine längere Periode anhaltend hoher Zinsen. Es wäre historisch gesehen eher ungewöhnlich, wenn die Zinsen sofort gesenkt werden würden, nachdem der Zinsanhebungszyklus gerade einmal beendet wurde.

Wahrscheinlich war das Wording nur zur Beruhigung. Die Wirkung der verbalen Äußerungen hat ja bald mehr Wirkung als die Zinsschritte selbst.

 

Dass Marktteilnehmer der Fed-Sitzung entspannt entgegensehen, ist auch an der nicht steigenden Volatilität zu erkennen. Der VIX stieg gestern nicht im Vorfeld der Fed-Sitzung.

 


 

 29-04-2024

Die Marktbreitenindikatoren verbessern sich leicht. Auffällig ist auch, dass sich Small und MidCaps eher aus der Defensive wagen als die Big Caps.
Mikro-Caps performen sogar noch ein bisschen besser. Das bedeutet, dass keine wirklich große Gefahr am Horizont zu drohen scheint.

Zyklische Werte und Technologie führen als Sektoren die Börsen an. Insgesamt ist dies ein konstruktives Bild.
 

Die Fed senkt zwar nicht die Zinsen, was normalerweise "kaufe den Dip" bedeuten würde, aber möglicherweise kommt doch nicht der befürchtete Zinsschritt nach oben.

Das aktuelle Zinsplateau bzw. Verharren auf gleichem Level löst derzeit ein ähnliches Verhalten bei den Börsianern aus: "Buy the Dip".


 

Die jüngste Ankündigung von Jamie Dimon, sich auf ein 8% Zinslevel vorbereitet zu haben und die Vorhersage eines "Crashs aus dem Nichts" (wow, ein absolut inhaltsvolles Statement :-) ), konnte als Kontraindikation hervorragend verwendet werden.

Angst und Panikmache - das alte Spiel, das seit Jahrtausenden funktioniert.

 


 

 26-04-2024

Die Zahlen von Google/Alphabet und Microsoft haben die Börsen über Nacht nach oben getrieben. Diese Schwergewichte üben einen großen Einfluss auf die Märkte aus.

Gestern hatte das Quartalsergebnis von Meta die Indizes noch in die Tiefe gerissen. Jedoch war nicht nur die Meta-Aktie für den Erdrutsch verantwortlich, viele andere Aktien verzeichneten ebenfalls Verluste.

 

Die gute Nachricht ist jedoch, dass im Laufe der Handelssitzung viele Aktien wieder aufgekauft wurden. Eine Situation, in der alle panikartig verkaufen und niemand mehr eine Aktie halten möchte, sähe anders aus.

 

Auch wenn es sich für mich nicht so anfühlt, könnte es möglicherweise, wie das Barometer anzeigt, bereits in die nächste Aufwärtsrunde gehen.

Neben den positiven Zahlen konnte auch Newmont Mining mit guten Ergebnissen glänzen. Dem Quartalsbericht zufolge wurden 1,7 Millionen Unzen Gold zu einem Preis von 1378 USD gefördert.

Jedes Bergbauunternehmen hat unterschiedliche Förderkosten, aber Newmont liegt im oberen Mittelfeld bei den allgemein gültigen Standardkosten, den sogenannten All-in Sustaining Costs (AISC).

 

Im langjährigen Mittel liegen die Goldpreise etwa 10% über diesen Kosten. Ein aktueller Goldpreis von 2400 USD ist daher ziemlich sportlich, wenn man eine pauschale Preisannahme von etwa 1600 USD zugrunde legt (Förderkosten +10%).

 

Die aktuelle Euphorie könnte auch darauf zurückzuführen sein, dass möglicherweise der Peak Gold überschritten wurde und in absehbarer Zeit die Abbaukosten steigen werden, während die derzeitige Nachfrage der Zentralbanken den Markt weiterhin leerfegt.

Wie es mit Gold weitergeht, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall wird das heutige Börsengeschehen wiedereinmal von den vorbörslich verkündeten PCE-Daten beeinflusst sein.

 25-04-2024

Aktuell befinde ich mich schon seit längerem in Thailand. Heute ist hier der Strom ausgefallen, daher nur ein kurzes Update mit der restlichen Batteriereserve.

 

Viel dürften wir heute nicht erwarten, denn die Börsianer werden auf die PCE-Daten morgen warten. Im augenblicklichen Geschehen haben diese Daten einen hohen Einfluss auf die Börsen. Daher ist Zurückhaltung beim kurzfristigen Trading angebracht.

 

Mehr dann morgen wieder, sofern der Strom dann wieder geliefert wird :-)

 24-04-2024

Damit hätte ich nicht gerechnet, dass das Barometer gleich wieder auf Grün umschlägt. Nach der rasanten Rally der letzten Monate wäre noch etwas mehr Rückschlagspotential denkbar gewesen. Die Markt­breite war recht ordentlich gestern, und die Volatilität hat sich erstaunlich stark beruhigt.

Versorger und Finanzwerte steigen kräftig, beides Sektoren, die normalerweise nicht im steigenden Zinszyklus outperformen, tendenziell eher, wenn die Zinssteigerungen sich dem Ende nähern.

Vor ein oder zwei Wochen sah ich bedingt durch die fallenden Versorgeraktien eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für Zinssteigerungen.

Dass nun diese beiden Sektorgruppen in den letzten Tagen zu den Gewinnern zählten, beruhigt mich hinsichtlich einer möglichen ausufernden Zinsentwicklung nach oben.

Für mehr Klarheit zu diesem Thema werden die Zahlen morgen zum GDP und am Freitag die PCE Daten (Inflation) sorgen.

 

In den letzten Tagen konnten unter dem Radar die Small Caps im Growth-Bereich gut zulegen. Der Russell hat die Big Caps outperformt und Small- und Midcap Growth ETFs wie der ARKK oder der FFTY haben gestern gute Kursgewinne verzeichnet.

 

Es könnte tatsächlich schon der nächste Aufwärtstrend einsetzen, obwohl ich mental irgendwie nicht darauf eingestellt bin. Wie gestern erwähnt, es rechnen die wenigstens Börsianer damit.

Glücklicherweise habe ich irgendwann erkannt, dass meine Einschätzungen dringend durch objektive Systeme ersetzt werden müssen.

Auch wenn Systeme keine 100%ige Trefferquote haben, so sind sie doch berechenbarer als der Markt selbst, obwohl man sich, so wie heute, manchmal wirklich wundert. Und das zweite ist, man kann dem System die Schuld geben, wenn es mal wieder nicht läuft :-)
 

Dazu habe ich stets die Worte von Dan Zanger im Kopf: "Die Börsen wurden dazu geschaffen, einem die Kohle aus der Tasche zu ziehen, nicht dafür, um dich reich zu machen."

Zu dieser Aussage gehört auch, häufig auf dem falschen Fuß erwischt zu werden. Das kann die Börse richtig gut.

https://www.tradingview.com/x/duEPGJ2F/

 23-04-2024

Wenn man sich durch die Börsennachrichten im Internet liest, dominiert die Meinung, dass es weiter nach unten gehen wird. Viele Trader zögern daher mit neuen Positionen. Könnte diese Stimmung als Kontraindikator dienen? Ist der Boden vielleicht bereits erreicht?

Auch wenn ich keine Glaskugel besitze, halte ich es ebenfalls für unwahrscheinlich, dass es nun steil nach oben geht. Eine längere Pause bzw. Seitwärtsbewegung erscheint mir realistischer, besonders angesichts des massiven Verkaufsvolumens in letzter Zeit bei den Marktführern und Big Caps.

Dennoch könnten die Börsen versuchen, die alten Höchststände wieder anzusteuern, nur um dann aber eine neue Verkaufswelle auszulösen. Nachhaltig wird aktuell kein Aufwärtstrend sein.

Große Sprünge erwarte ich erst, wenn es klarere Signale von der FED gibt. Die nächsten Inflationsdaten werden am Freitag veröffentlicht.

Positionstrader sollten defensive Titel in Betracht ziehen, während Swingtrader Pullback-Strategien mit kurzer Haltedauer bevorzugen sollten.

 22-04-2024

Während sich Small Caps langsam erholen, setzen Technologie-Blue-Chips ihren Abwärtstrend fort. Das ist eine Veränderung, nachdem wir über anderthalb Jahre das Gegenteil erlebt haben.

Dennoch sollte man die aktuelle 3-Tage-Relative-Stärke nicht überinterpretieren; sie allein sollte nicht als Grundlage für Tradingentscheidungen dienen.

Die kurzfristige Stärke des Russell könnte in der vorangegangenen stärkeren Verkaufswelle begründet liegen.

 

Obwohl der Nasdaq 100 starke Abwärtsbewegungen zeigt, gehe ich derzeit nicht von einem Mini-Crash aus, der Richtung 20% ausartet.

Die weitere Kursentwicklung hängt stark von den Zinsen ab. Ich sehe keine 8%, wie teils in den Medien tendenziös in Betracht gezogen wird, sondern eher eine Stabilisierung.

 

Diese könnte Aktien in eine Seitwärtsphase führen, die einige Wochen anhalten kann. Dips bieten dabei möglicherweise gute Einstiegsgelegenheiten.

Eine breite Diversifikation der Positionen ist ratsam, und defensivere Sektoren wie Healthcare, Utilities oder Consumer Defensive sollten mittlerweile mit berücksichtigt werden.

 

Pepsi zeigt aktuell eine vielversprechende Bodenbildung, ebenso wie der US-Versorger NextEra Energy.

https://www.tradingview.com/x/pqiUIvv0/

https://www.tradingview.com/x/DXiKnsS0/

Für diese Aktien sehe ich nur ein geringes Abwärtspotential, selbst bei widererwartenden Zinserhöhungen um 1%.

Boeing bietet sich ebenfalls als interessanter Turnaround-Kandidat an. Nach Meldungen über mögliche Probleme mit den Dreamlinern fiel die Aktie, stabilisierte sich jedoch auf einem niedrigeren Niveau.

Angesichts des allgemeinen Marktdrucks sank sie dann weiter. Dies könnte eine attraktive Einstiegsgelegenheit darstellen.

Boeing ist nicht nur im Flugzeugbau tätig und verfügt über andere stabile Geschäftsbereiche. Dass der Dreamliner in der Luft auseinanderfallen könnte, ist natürlich nicht so schön aber deren Ingenieure werden das Problem sicherlich beheben. Eigentlich sollte ein Flugzeug das können, fliegen ohne auseinanderzubrechen. Aber heutzutage ist ja eh nichts mehr so, wie es noch vor 20 Jahren war.

W5 Musterportfolio

Das Musterportfolio habe ich eingestellt.

In den letzten zwei Jahren habe ich zu viele Baustellen und Projekte, auch außerhalb des Tradings, aufgegriffen.

Im Bereich Trading möchte ich mich wieder mehr fokussieren, denn Fokus erhöht die Performance.

 

Es stehen nun wieder meine Kernaktivitäten, das Barometer mit der SP500 Strategie, im Vordergrund.

 

Im Coaching  und beim persönlichen Trading verfolge ich selbstverständlich weiterhin meine ETF- und Swingtradingstrategien.

Warum die Entscheidung?

Tanz auf zu vielen Hochzeiten und verlorener Fokus bringt am Ende niemandem Etwas.
Das Pflegen diverser Portfolios ist sehr zeitintensiv und wurde von mir unterschätzt. Der Marktkommentar wird weiterhin erfolgen.

Im Bereich Signalservice gibt es eine neue Zusammenarbeit. Ein Kollege wird Signale  für Future Trading bereitstellen. Es erfolgt zunächst ein dreimonatige Probezeit. Ab Mai sollte es beginnen.

 19-04-2024

EZB-Präsidentin Christine Lagarde hält eine baldige Zinssenkung weiterhin für geboten. "Wir werden nicht warten, bis die Inflation das Ziel von zwei Prozent erreicht hat", sagte Lagarde.
 

Es scheint, als würde sich die EZB von den USA abkoppeln. Vielleicht gelingt es uns hierzulande besser, die Inflation unter Kontrolle zu bekommen. Oder haben wir einfach bessere Methoden zur Zinsberechnung gefunden, die es uns erlauben, die Zinsen zu senken? :-)
 

Meiner Meinung nach wendet die EZB jedoch ähnliche hedonistische Berechnungsmethoden wie die USA an. Vor der Jahrtausendwende wurde die Inflation anders berechnet, wie auf der Website "shadowstats" nachzulesen ist.
Shadowstats zeigt die Inflation gemäß früherer offizieller Berechnungsmethoden. Mit früheren Berechnungsmethoden liegt die Inflation ungefähr doppelt so hoch, wie mit den neuen Berechnungsmethoden. Das ist sicherlich aber reiner Zufall :-)

https://www.shadowstats.com/alternate_data/inflation-charts

Selbst Larry Summers hat ganz aktuell Ähnliches herausgefunden. Er war in den 90ern Chefökonom der Weltbank und hatte unter Obama und Clinton hohe Ämter als Wirtschaftsberater bekleidet.

 

Zusammen mit anderen Ökonomen stellte er nun fest, dass die Inflation unter Biden etwa 18% beträgt und weiterhin hoch bleibt.

Das ist wirklich beachtlich, zu welcher Leistung so ein Gruppe von Top Ökonomen fähig ist.

 

Er müsste nur in den Supermarkt gehen und die Lebensmittelpreise beobachten oder andere Güter des täglichen Bedarfs. Oder sich die Seite von Shadowstats anschauen oder sich an seine eigenen früheren Berechnungsmetoden erinnern.

Aber alles das wäre zu einfach.

 

Ich weiß, die Inflation ist komplex, und so einfach ist es nun auch wieder nicht mit der Berechnung der Inflation.

Aber dennoch bin ich überzeugt, sich jedes Jahr den Preis einer Kiste Bier aufzuschreiben führt eher zum Ziel als die komplizierten Berechnungen der "Experten".

Vor etwa 15 Jahren wollte ich herausfinden, wie die Inflation genau zustande kommt. Von zehn befragten Personen mit Expertise und ohne Expertise erhielt ich zehn verschiedene Meinungen.

 

Die Definition von Inflation ist alles andere als klar. Daher liegt es nahe, das staatliche Stellen die unklare  Situation entsprechend zu ihren Gunsten zu interpretieren.

 

Denn eine offiziell niedrige Inflation kommt den Staaten gelegen, so kann feierlich von Geldstabilität berichtet werden, während man unbemerkt große Mengen an Dollars und Euros druckt.

Und in diesem Inflationstheater kündigt Lagarde nun Zinssenkungen an, ähnlich wie zuvor in den USA angedeutet, die jedoch nicht kamen. Was ist da los? Sie will nicht einmal auf das Ziel von 2% warten!

 

Vor zwei Jahren noch versuchte man mit Zinsschritt- Drohungen jeden zarten Erholungsversuch an den Börsen zu verhindern. Jetzt versucht man, die Wirtschaft/die Börsen mit Zinssenkungen verbal am Laufen zu halten.

Ich kann Lagarde verstehen, denn es dürfte immer mehr Menschen, und sogar Lagarde, aufgefallen sein, dass die Wirtschaft in Deutschland und dem Rest Europas nicht mehr so wie früher floriert. Bei Habeck bin ich mir nicht sicher. Er sagt ja aus, dass nur die Zahlen schlecht sind :-)

 

Die FED plant ebenfalls Zinssenkungen, erklärt aber, dass dies noch einige Zeit dauern wird.

 

Also, was ist da los, das alle von Zinssenkungen sprechen?

Ich kann mir vorstellen, dass in beiden Fällen (USA/Europa) Handlungsbedarf besteht, da sonst die Staatshaushalte in Gefahr geraten.

Bestätigt wird diese Annahme vielleicht durch diese Neuigkeit von der FED: Seit September 2022 verliert sie dauerhaft Geld – zum ersten Mal in der Geschichte!

https://wallstreetonparade.com/2024/04/gold-has-set-historic-highs-this-year-as-the-federal-reserve-has-reported-historic-losses/

Das Ausmaß der Verluste ist besorgniserregend und neu. Solche unerwarteten Entwicklungen sind die Zutaten für einen "schwarzen Schwan", von denen weltweit mittlerweile viele gezüchtet werden. Auch könnte es der Grund für die rasante Goldrally sein.

Für den Moment sollte man sein Bargeld weiterhin in USD halten, wie ich schon vor einem Jahr betont habe.

 

Der Euro wird m.E. vor dem USD den Löffel abgeben, bevor dann die Digitalwährungen kommen.

 

Eine Zinssenkung, wie von Lagarde angekündigt, würde für den Euro weiteres Abwärtspotential bedeuten, ähnlich wie für den japanischen Yen.

Die Ankündigung von Powell, dass Zinssenkungen vorerst ausbleiben, hat den Yen auf neue Allzeittiefs befördert.

https://www.tradingview.com/x/0mlgbt9F/

 

W5 Musterportfolio

Das Musterportfolio habe ich eingestellt.

In den letzten zwei Jahren habe ich zu viele Baustellen und Projekte, auch außerhalb des Tradings, aufgegriffen.

Im Bereich Trading möchte ich mich wieder mehr fokussieren, denn Fokus erhöht die Performance.

 

Es stehen nun wieder meine Kernaktivitäten, das Barometer mit der SP500 Strategie, im Vordergrund.

 

Im Coaching  und beim persönlichen Trading verfolge ich selbstverständlich weiterhin meine ETF- und Swingtradingstrategien.

Warum die Entscheidung?

Tanz auf zu vielen Hochzeiten und verlorener Fokus bringt am Ende niemandem Etwas.
Das Pflegen diverser Portfolios auf einer Website ist sehr zeitintensiv und wurde von mir unterschätzt. Der Marktkommentar wird weiterhin erfolgen.

Im Bereich Signalservice gibt es eine neue Zusammenarbeit. Ein Kollege wird Signale  für Future Trading bereitstellen. Es erfolgt zunächst ein dreimonatige Probezeit. Ab Mai sollte es beginnen.

 18-04-2024

 

Defensive Sektoren führen erneut, während Wachstumswerte, insbesondere Halbleiter, deutliche Verluste verzeichnen.

Auch wenn ein kurzer Aufschwung wahrscheinlich ist, sehe ich den Rückgang der Indizes noch nicht als abgeschlossen an.

Im Gegenteil, eine Erholung könnte als Gelegenheit für einen Short-Einstieg dienen.

 

Chinesische Aktien, darunter der CSI 300 und der Hang Seng, zeigen Anzeichen einer Bodenbildung.

https://www.tradingview.com/x/daagh9Xz/

Ich kann mir gut vorstellen, dass sich dort demnächst eine tolle Einstiegsmöglichkeit ergibt.

W5 Musterportfolio

Das Musterportfolio habe ich eingestellt

In den letzten zwei Jahren habe ich zu viele Baustellen und Projekte, auch außerhalb des Tradings, aufgegriffen.

Im Bereich Trading möchte ich mich wieder mehr fokussieren, denn Fokus erhöht die Performance.

 

Es stehen nun wieder meine Kernaktivitäten, das Barometer mit der SP500 Strategie, im Vordergrund.

 

Im Coaching  und beim persönlichen Trading verfolge ich selbstverständlich weiterhin meine ETF- und Swingtradingstrategien.

Warum die Entscheidung?

Tanz auf zu vielen Hochzeiten und verlorener Fokus bringt am ende niemandem Etwas.
Das Pflegen diverser Portfolios auf einer Website ist sehr zeitintensiv und wurde unterschätzt. Der Marktkommentar wird weiterhin erfolgen.

Im Bereich Signalservice gibt es eine neue Zusammenarbeit. Ein Kollege wird Signale  für Future Trading bereitstellen. Es erfolgt zunächst ein dreimonatige Probezeit. Ab Mai sollte es beginnen.

 16-04-2024

Die Börsenmärkte setzten ihren Abwärtstrend fort, nachdem sich zuvor ein zarter Erholungsversuch abzeichnete. Wie lange diese Schwächephase anhalten wird, lässt sich schwer voraussagen.

 

Ursprünglich ging ich davon aus, dass das Zinsplateau halten würde und weitere Zinserhöhungen ausbleiben.

 

In diesem Szenario hätte ich mit einem Rückgang der Börsen von 5 bis 10% gerechnet. Doch sollte tatsächlich eine Zinserhöhung kommen, könnte sich das Blatt wenden. Ein Rückgang zwischen 10 und 20% ist dann auch möglich.

Dann könnten wir Szenarien wie in den 70ern erleben, gepaart mit den Gegebenheiten zu Livermores Zeiten.

In den späten 70ern führte erneut steigende Inflation, hervorgerufen durch anhaltende Ölpreisanstiege, zu einer Verschärfung der Lage. Die Fed erhöhte die Zinsen weiter, bis in den frühen 80ern Zinssenkungen zu einer Stabilisierung führten.

Dies ist jedoch eine vereinfachte Darstellung. Von 1975 bis in die späten 80er gab es viele Höhen und Tiefen.

Ein Anstieg der Inflation legt den Grundstein für steigende Zinsen, so der allgemeine Konsens. es muss aber nicht sein. Man könnte in vielen Fällen auch einfach abwarten bis der Ölpreis sich beruhigt.

 

Nun stellt sich die Frage, wie die Fed auf einen solchen Inflationsanstieg reagiert, ausgelöst durch die Unruhen im Nahen Osten.

Es besteht die Möglichkeit, dass die USA den Konflikt nicht weiter anheizen und deeskalierend handeln. In diesem Fall wäre Geduld gefragt. Man wartet ab, bis sich die Lage beruhigt, und der Ölpreis sowie die Inflation sinken.

Aktuell deutet die Rhetorik der USA glücklicherweise auf eine Nicht-Einmischung hin.

Einmischung oder Nicht-Einmischung, Ausweitung des Nahost-Konflikts oder nicht – sollte die Fed als Reaktion auf steigende Ölpreise und Inflation die Zinsen erhöhen, könnten wir eine Wiederholung von 1929 erleben.

 

Die "Roaring Twenties" waren durch niedrige Zinsen geprägt. Viele kleinere und mittlere Banken entstanden durch das einfache Geschäft mit Krediten, dem Geldverleih.

 

Dann kam plötzlich die Phase der Zinserhöhungen. Unternehmen konnten die Zinsen nicht mehr bedienen, kleinere und mittlere Banken gingen aufgrund ausbleibender Rückzahlungen insolvent.

 

Großbanken wie JPM kauften diese Banken auf und verringerten so ihre Konkurrenz. Ein Konzentrationsprozess fand statt.

Genau das könnte nun erneut eintreten. Powell erwähnte in seiner letzten Rede, dass vor allem kleinere und mittlere Banken von der aktuellen Krise im Geschäftsimmobiliensektor betroffen sind. Die großen Investmenthäuser verfügen über ausreichende Reserven.

Ich bin gespannt, wie sich die Situation weiterentwickeln wird.

Die Assets bzw. Assetklassen wie Gold, Öl, Dollar und die Zinsen sollten in nächster Zeit genau beobachtet werden.

Im Börsenbarometer finden diese Werte ohnehin Berücksichtigung, wer sich die Mühe sparen möchte :-)

W5 Musterportfolio

Ich stelle das Musterportfolio mit dem heutigen Tag ein.

In den letzten zwei Jahren habe ich zu viele Baustellen und Projekte, auch außerhalb des Tradings, aufgegriffen.

Im Bereich Trading möchte ich mich wieder mehr fokussieren, denn Fokus erhöht die Performance.

 

Von nun an stehen meine Kernaktivitäten, das Barometer und die SP500 Strategie, wieder im Vordergrund.

 

Persönlich verfolge ich selbstverständlich weiterhin mein ETF- und Aktientrading, die Impulsstrategie.

Das Pflegen diverser Portfolios auf einer Website ist jedoch zu zeitintensiv geworden. Der Marktkommentar wird weiterhin erfolgen.

Im Bereich Signalservice gibt es eine neue Zusammenarbeit. Ein Kollege wird Signale  für Future Trading bereitstellen. Es erfolgt zunächst ein dreimonatige Probezeit.

Die Performance Grafiken kann ich glücklicherweise automatisieren, so dass wir hier bei W5 Invest endlich mal wieder just in time arbeiten.

 17-04-2024

 

Aktuelle Börsenlieblinge werden bereits auf niedrigem Niveau akkumuliert. Wachstumsunternehmen wie SMCI oder CLS zählen zu den Favoriten.

Das bedeutet, einige Investoren sehen schon auf dem aktuellen Niveau Kaufgelegenheiten und rechnen möglicherweise nicht mit gröberen Rückschlägen.

Andererseits zeigen die Utilities momentan nach unten und geraten unter die Räder. Normalerweise fallen Utilities stark, wenn Investoren steigende Zinsen erwarten.

Positiv war das recht hohe Volumen beim Russell gestern. Der Kurs dieses Index stieg im Laufe der Handelssitzung leicht an. Unter dem Strich überwiegt jedoch noch die Abwärtsdynamik, und es ist nicht zwingend erforderlich, jetzt zu kaufen. Ein Pullback über ein paar Tage ist möglich, aber ein anschließender weiterer Abverkauf ebenso.

Die Zinsfront bleibt weiterhin ungeklärt. Betrachtet man die kurzfristigen Zinsen, z.B. die der 3-jährigen US-Anleihen, nähern wir uns fast wieder den jüngsten Hochs.

https://www.tradingview.com/x/g5rjjC9c/

Ich plane, einen Pullback zu kaufen, ja, aber für meinen Geschmack ist es noch nicht so weit. Das Barometer muss zunächst noch umschalten.

W5 Musterportfolio

Ich stelle das Musterportfolio mit dem heutigen Tag ein.

In den letzten zwei Jahren habe ich zu viele Baustellen und Projekte, auch außerhalb des Tradings, aufgegriffen.

Im Bereich Trading möchte ich mich wieder mehr fokussieren, denn Fokus erhöht die Performance.

 

Von nun an stehen meine Kernaktivitäten, das Barometer und die SP500 Strategie, wieder im Vordergrund.

 

Persönlich verfolge ich selbstverständlich weiterhin mein ETF- und Aktientrading, die Impulsstrategie.

Das Pflegen diverser Portfolios auf einer Website ist jedoch zu zeitintensiv geworden. Der Marktkommentar wird weiterhin erfolgen.

Im Bereich Signalservice gibt es eine neue Zusammenarbeit. Ein Kollege wird Signale  für Future Trading bereitstellen. Es erfolgt zunächst ein dreimonatige Probezeit.

Die Performance Grafiken kann ich glücklicherweise automatisieren, so dass wir hier bei W5 Invest endlich mal wieder just in time arbeiten.

 15-04-2024

 

Die Markt­breiten­indikatoren haben sich mit der Sitzung vom Freitag deutlich gen Süden gewandt. Endlich setzt nun die Korrektur ein, auf die viele und ich insbesondere :-) so sehnsüchtig gewartet haben. Sie hat sich lange Zeit gelassen. Im S&P 500 gab es 6 Wochen kaum Bewegung, und im Russell hat sich seit über 3 Monaten kaum etwas getan.

https://www.tradingview.com/x/wteoWX0L/
 

In solchen Phasen ist es für Trader extrem schwierig, nicht zersägt zu werden. Die Übergangszeit, in der der Markt scheinbar unbemerkt von Bullen- zu Bärenmarkt wechselt, stellt die größte Herausforderung dar – besonders, wenn sie sich über Wochen und Monate erstreckt, wie in den letzten Wochen geschehen.

Die gute Nachricht: Ein mittlerer Rückgang bietet oft hervorragende Einstiegschancen. Ich hoffe, der Ausverkauf hält noch eine Weile an.

Am Freitag gab es praktisch keine Gegenwehr. Wieder fielen 80% der Aktien an den Börsen bei hohem Volumen.

 

Apple war eine der wenigen Aktien, die sich gegen den Trend behaupten konnte. Zwei Tage hintereinander fand bei Apple eine Akkumulation an einem Widerstand unter hohem Volumen statt. Sollte Apple im Zuge der allgemeinen Marktschwäche wieder fallen, wäre diese Aktie auf aktuellem Niveau oder etwas tiefer ein guter antizyklischer Kauf.

Gestern, am Sonntag, hat mich ein Kollege gewarnt, dass die Börsen mit einem großen Down-Gap öffnen würden, weil der dritte Weltkrieg mit dem Angriff des Iran auf Israel begonnen hätte.

Es wurden 300 Drohnen und Raketen abgefeuert, aber die israelische Abwehr scheint sehr effektiv zu sein. Es gab keine Toten oder Verletzten und auch keine größeren Schäden.

 

Das entspricht dem, was man vom israelischen Militär erwartet. Hohe militärische Effizienz. Umso erstaunlicher ist es, dass vor einigen Monaten einige Leute mit relativ geringem Aufwand durch den israelischen Grenzzaun schleichen und ein Musikfestival angreifen konnten. Jetzt, bei einem so massiven Angriff des Irans, wurde nicht einmal eine Fliege verletzt?! Man muss ja nicht alles verstehen.

Trotzdem scheint die Börse bisher nicht wirklich beeindruckt zu sein. Eine weitere Eskalation der Krise könnte jedoch den Ölpreis beeinflussen, und dann hätten wir wieder den Salat mit der Inflation.

 

Aktuell ist es auf jeden Fall ratsam, vorsichtig zu sein. Unser Barometer zeigt seit dem 11. April rot an.

W5 Musterportfolio

Die Zügel werden etwas angezogen. Die Übergangsphasen von Bull zu Bear sind die schwierigsten und häufig geht es nicht ohne ein paar Federn zu lassen.

Die Order bleiben gültig, solange sie hier aufgeführt werden

Bei Interactivebrokers kann man sich in der Kontoverwaltung auf Professionell einstufen lassen.  Das Handeln von US ETFs ist dann möglich. Alternativ bieten die beiden Broker Tasty Trades und Tradestation die Möglichkeit US ETFs zu handeln.

Order/Änderungen: 

SPXL: buylimit 9.35 // 15% of Eq

SQQQ : buystop @ 11.20 // 15% of Eq. // Stop 10.50 (es sollte seit Tagen ein buystop sein, statt einer buylimit)

TNA : selllmit @ 36.90// 5% of Eq

YINN (China Bull3x) ETF : sell limit @ 18.10// 10,0% of Eq.

Portfolio:

YINN (China Bull3x) ETF : halten // 15,0% of Eq. // avg. Price 23.13

UTSL: halten // 15.0% of Eq. // avg Price 22.77

TNA : halten // 10% of Eq // avg. Price 42.73

Watchlist:

 11-04-2024

 

Nun ist es soweit: Das Barometer ist auf Rot umgeschlagen. Seit dem 1. November hat es kontinuierlich Grün angezeigt und damit freie Bahn mit Marzipan.

Heißt das, dass die Börsen von nun an crashen werden?

Nein, das Seitwärtsgeplänkel kann noch eine Weile andauern. Aber die Luft nach oben ist wahrscheinlich dünn, während die Abwärtsgefahr nun zugenommen hat.

 

Hatte Jamie Dimon von JP Morgan doch Recht? Kommt ein Crash überraschend? Ich nutze Aussagen dieser hohen Tiere lieber als Kontraindikator.

Das liegt einfach daran, dass ihre Geschäftsinteressen dem Otto Normalo pauschal gesagt, gegenüberliegen.

 

Wie soll Dimon Geld machen, wenn seine Kunden Geld verdienen? An wen soll er seine Aktien verkaufen, wenn die Börsen "oben" sind? Von wem soll er seine Aktien kaufen, wenn der Markt ins Bodenlose gefallen ist?

Es geht im Business nun mal ums Geldverdienen, insofern muss man Aussagen der großen Investmentbanker wenigstens kritisch gegenüberstehen. Business ist Business und Moral ist etwas anderes.

Meistens soll etwas bewirkt werden im Sinne des Schreibers. Nicht so bei den öffentlich-rechtlichen Sendern. Diese berichten stets neutral und ausschließlich Fakten. So wird uns nun berichtet, dass es in Rio gefühlt über 62 Grad hat, der höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen 2014. Ich wusste gar nicht, dass gefühlte Temperaturen nun auch aufgezeichnet werden – interessant. Auch die Wissenschaft entwickelt sich weiter fort.

https://www.fr.de/panorama/de-janeiro-sommer-wetter-gefuehlte-temperatur-ueber-62-grad-brasilien-hitzewelle-hitze-rio-92899643.html

Ich war nach meinem Studium im Jahr 1999  ein knappes Jahr in Südamerika unterwegs, unter anderem auch in Brasilien. Ich kann es nur bestätigen: Es war schweineheiß und es hatte seinerzeit, vor 25 Jahren mittlerweile, real gemessene 45 Grad.

 

Auf Grund einer kleinen Geldbörse konnte ich mir kein Zimmer mit Klimaanlage leisten.
Mehrmals nachts bin ich aufgewacht, um zu duschen.

Anschließend habe ich mich im nassen Zustand vor den Ventilator gelegt, um irgendwie in der Hitze weiterschlafen zu können.
Seinerzeit fühlte es sich mindestens an wie 62,3 Grad im Zimmer. Es könnten aber auch 62,4 gewesen sein. Ich bin mir nicht ganz sicher, da es seinerzeit noch keine Thermometer gab, die gefühlte Temperaturen messen konnten. Wahnsinn, wie genau die Wissenschaft in dieser Hinsicht mittlerweile geworden ist.

Machen wir weiter mit den Fakten der Finanzmärkte. Der Dollar ist stark gestiegen und hat gegenüber dem Euro einen Prozentpunkt gewonnen.

Die Inflationsdaten sind höher ausgefallen als erwartet, und Börsianer befürchten, dass eine baldige Zinssenkung obsolet werden könnte.

Nicht nur der Euro hat Federn gelassen, sondern auch andere Währungen und die Aktienmärkte selbst auch. Mit 82% fallenden Aktien hatten wir gestern einen ziemlich hohen Negativ-Wert erreicht.

 

Die Volatilität bleibt auf hohem Niveau und hat damit dem Barometer den Gnadenstoß versetzt, so dass es nun im roten Bereich notiert.

Zum Thema Inflation bzw. Zinsen habe ich kürzlich ein Video von Mister Dax gesehen, weil es bei mir im YouTube aufgeploppt ist. Nicht dass ich Youtubes von Mister Dax grundsätzlich verfolgen würde und seine Aussagen alle teile.

Im Gegenteil, aktuell spricht er von einem Währungs- bzw. Zinskrieg mit China. Chinas Zinsen sind niedrig und die der USA hoch, weil seiner Meinung nach ein Zinskrieg besteht.

Man muss ja nicht überall eine Verschwörung hinter vermuten. China kann sich eben relativ niedrige Zinsen erlauben und muss es sogar, denn die Immobilienkrise schwillt unaufhörlich und die Inflation ist niedrig. Steigende Zinsen würden Öl ins Feuer der Immokrise gießen.

 

Amerikas Wirtschaft ist stark und kann sich "noch" die hohen Zinsen erlauben, obwohl man sich mit Inflationssorgen umherplagt .

China möchte wohl den Rene Benko Effekt vermeiden, den wir hier in Europa gerade gesehen haben oder noch immer sehen. Die Immobilienbranche leidet am stärksten unter höheren Zinsen aber Auswirkungen ziehen sich hin, manchmal über Jahre.

Es bleibt abzuwarten, wie lange die USA noch die hohen Zinsen aushält, denn auch dort soll unter dem Radar die Geschäftsimmobilienkrise schwelen.

Wahrscheinlich ist es aber nicht so schlimm, sonst hätten wir schon Maßnahmen seitens der Fed gesehen, wer weiß?

 

Auch weiterhin macht die Fed meiner Einschätzung nach einen guten Job. Sie wird zum richtigen Zeitpunkt die Zinsen senken. Und an einen Zinskrieg glaube ich persönlich nicht. Ich glaube sogar, dass die US-Chinesischen Beziehungen besser sind, als offiziell vorgegeben wird.

Die jahrzehntelange Deindustrialisierung der USA konnte nur auf dem Rücken einer guten Beziehung zu China stattfinden. Irgendwo müssen die Güter ja produziert werden.

Mittlerweile dreht sich das Blatt und die USA rüstet die eigene Industrie wieder auf.

 

Ich schätze, es wird nur verbal ein bisschen mit dem Säbel gerasselt aber unter dem Strich müssen sich diese beiden Mächte arrangieren. Beiden hilft eine aggressive Konfrontation wohl wenig.

Aber das ist nur meine Meinung, eine Meinung von einer MiIliarde Meinungen im Internet. Die Meinungsvielfalt ist eine der Errungenschaften des Internets überhaupt.

Das fand ich bei dem Interview von Mister Dax sehr sympathisch. Auch er betonte, dass er eben nur seine Meinung äußert.

Manche stellen "Das Internet" als Medium so dar, als ob für den Inhalt nur eine einzige Person oder Gruppe verantwortlich ist und damit nur eine Meinung aufgezeigt wird und nicht unterschiedliche Meinung von Milliarden von Menschen dahinterstecken.

W5 Musterportfolio

kleine Anpassungen im Depot

Die Order bleiben gültig, solange sie hier aufgeführt werden

Bei Interactivebrokers kann man sich in der Kontoverwaltung auf Professionell einstufen lassen.  Das Handeln von US ETFs ist dann möglich. Alternativ bieten die beiden Broker Tasty Trades und Tradestation die Möglichkeit US ETFs zu handeln.

Order/Änderungen: 

SQQQ : buylimit @ 11.20 // 15% of Eq. // Stop 10.50

TNA : selllmit @ 39.60// 5% of Eq

Portfolio:

YINN (China Bull3x) ETF : halten // 15,0% of Eq. // avg. Price 23.13

UTSL: halten // 15.0% of Eq. // avg Price 22.77

TNA : halten // 10% of Eq // avg. Price 42.73

Watchlist:

 12-04-2024

 

Ein kräftiger Pullback begleitet von ordentlichem Volumen. Wenn das Barometer nicht auf "rot" stehen würde, könnte dies eine gute Einstiegsgelegenheit sein. Aber ich bin nun sehr skeptisch geworden.

Die US-Anleihen fallen, der Euro fällt bzw. der US-Dollar steigt. Kurzfristige Zinsen steigen auch. Das sind alles Indikatoren, die fast eindeutig darauf deuten, dass die erwartete Zinssenkung noch eine Weile auf sich warten lassen wird.

Nur Gold verhält sich nicht wie erwartet, denn eigentlich würde Gold steigen, wenn der Realzins fällt. Dieser Fall tritt ein, wenn die Zinsen gesenkt würden und die Inflation auf ungefähr gleichbleibendem Niveau verharren würde. Die Zinsen werden aktuell aber nicht gesenkt, insofern verwundert der rasante Anstieg.

 

Allerdings gibt es auch noch eine andere Variante für einen fallenden Realzins, und zwar dann, wenn die Zinsen auf gleichem Niveau verharren und die Inflation steigt.

Wie schon häufig hier geschildert, die USA können es sich erlauben, die Zinsen auf hohem Niveau zu belassen. Aber können sie es sich auch erlauben, diese ggf. sogar anzuheben?

 

Das kann ich nicht endgültig beurteilen, aber ich denke, das Ende der Fahnenstange allmählich  erreicht ist, darum redet die FED permanent von Zinssenkungen und stellt keine Zinserhöhung mehr in den Raum.

Vor einem Jahr warnte sie ständig davor, die Zinsen ggf. weiter anheben zu müssen, um die Inflation zu bändigen.

Eigentlich wird in der aktuellen Konstellation Folgendes gut erkennbar. Vor ungefähr einem Jahr befand man sich noch im Zinserhöhungszyklus und redete auch entsprechend hawkisch. Mittlerweile redet man eher taubenhaft und belässt die Zinsen auf hohem Niveau.

In beiden Fällen betonte man das Ziel, die Inflation zu bekämpfen. Der Zins vor einem Jahr betrug nur unwesentlich weniger als aktuell, ca. 0,5% weniger.

Tja, was denn nun?

Kampf gegen die Inflation durch die Androhung weiterer Zinsschritte oder nun Kampf durch Zinsplateau, begleitet von dem Willen, die Zinsen zu senken. Komplett entgegengesetzte Aussagen.

Vieles im Zusammenhang mit der Inflation hängt wohl tatsächlich von der Inflationserwartung ab und anderen emotionalen bzw. weichen Faktoren.

Die Entwicklung von Bonds, Gold und USD-Dollar schließt meiner Meinung nach sogar eine weitere Zinserhöhung nicht mehr aus, wenn auch nur eine symbolische Zinsanhebung. Das würde den Kursrückgang der Bonds erklären.

 

Kursierte vor kurzem nicht die Idee einer Anlage in den ETF TLT, der langlaufende US-Bonds abbildet?

https://www.tradingview.com/x/oWmGkJbg/

Man muss immer auf der Hut sein mit Anlagen an der Börse. Alles, was eindeutig erscheint und in den Medien allgegenwärtig ist, ist mit Vorsicht zu genießen.

Der TLT Trade ist eine Anlageidee gewesen.

 

Eine Idee ist noch kein Trading- oder Anlagesystem. Zu einer Idee gehört wenigstens das Setup, also der richtige Einstiegspunkt, und ein Risikomanagement, das einen im Notfall heraus holt, sowie ein Trademanagement, falls der Trade aufgeht.

Naja, auf der anderen Seite kann man den TLT ja lange halten, man bekommt ja immerhin 3,5%.

W5 Musterportfolio

kleine Anpassungen im Depot

Die Order bleiben gültig, solange sie hier aufgeführt werden

Bei Interactivebrokers kann man sich in der Kontoverwaltung auf Professionell einstufen lassen.  Das Handeln von US ETFs ist dann möglich. Alternativ bieten die beiden Broker Tasty Trades und Tradestation die Möglichkeit US ETFs zu handeln.

Order/Änderungen: 

SQQQ : buylimit @ 11.20 // 15% of Eq. // Stop 10.50

TNA : selllmit @ 38.90// 5% of Eq

Portfolio:

YINN (China Bull3x) ETF : halten // 15,0% of Eq. // avg. Price 23.13

UTSL: halten // 15.0% of Eq. // avg Price 22.77

TNA : halten // 10% of Eq // avg. Price 42.73

Watchlist:

 09-04-2024

Die Volatilität bleibt auf hohem Niveau, möglicherweise aufgrund der bevorstehenden Veröffentlichung der Inflationszahlen vor Börseneröffnung heute.

Ich beobachte die Volatilität derzeit sehr genau und hoffe auf eine Beruhigung nach der Bekanntgabe der Zahlen. Alles andere wäre besorgniserregend.

Das Barometer hat leicht zugelegt, was auf der Antizipation steigender Aktien und dem Volumen gestern beruht.

Es fällt auf, dass immer weniger Hochs erreicht werden, was nicht überraschend ist, da viele Aktien sich seitwärts bewegen.

Die erwarteten Aufwärtsschübe bleiben derzeit aus, wie gestern kommentiert. Breakouts können nicht aufrechterhalten werden. 

Die Anzahl neuer Tiefs bleibt minimal, was ein gutes Zeichen ist, dass sich nichts Größeres oder Schlimmeres anbahnt.

Der Indikator, der die Anzahl neuer Tiefs misst, eignet sich besser als der, der neue Hochs zählt, um die Stabilität mittelfristiger Aufwärtstrends zu beurteilen.

 

Ich halte immer noch die Hoffnung, dass wir uns in einer Seitwärtsbewegung befinden und nach oben ausbrechen werden, insbesondere im Russell.

Dennoch nähert sich das Barometer zunehmend kritischen Phasen, obwohl es noch nicht auf Rot gesprungen ist.

Zur Verdeutlichung: Es ist rot, wenn es die 14 anzeigt. Mittelfristige Long-Positionen können noch gehalten werden.

Wahrscheinlich wird es mit den Zahlen zur Inflation heute zu Bewegungen kommen und wir dürfen mehr Bewegung in die eine oder andere Richtung erwarten.

W5 Musterportfolio

kleine Anpassungen im Depot

Die Order bleiben gültig, solange sie hier aufgeführt werden

Bei Interactivebrokers kann man sich in der Kontoverwaltung auf Professionell einstufen lassen.  Das Handeln von US ETFs ist dann möglich. Alternativ bieten die beiden Broker Tasty Trades und Tradestation die Möglichkeit US ETFs zu handeln.

Order/Änderungen: 

SQQQ : buylimit @ 11.20 // 15% of Eq. // Stop 10.50

TNA : selllmit @ 40.80// 5% of Eq

Portfolio:

YINN (China Bull3x) ETF : halten // 15,0% of Eq. // avg. Price 23.13

UTSL: halten // 15.0% of Eq. // avg Price 22.77

TNA : halten // 10% of Eq // avg. Price 42.73

Watchlist:

 08-04-2024


Das Barometer entwickelt eine leicht negative Tendenz. Das ist an sich nicht ungewöhnlich, denn auch Aufwärtstrends verlaufen in Wellenform, sodass das Barometer mal stark grün ist und dann wieder leicht grün. Solange es nicht in den roten Bereich springt, wird es nicht brenzlig.

Ein bisschen Besorgnis kommt aus dem Rohstoffsektor. Zum einen ist es so, dass eine stabile Wirtschaft, wie sie in den USA vorliegt, Nachfrage nach Rohstoffen erzeugt.

Das hebt die Preise, daher wären die erhöhten Preise im Erdöl und in den Metallen eine natürliche Folge.

 

Dennoch bin ich mir nicht ganz sicher, ob dieser starke Anstieg im Gold einzig auf das gute und stabile Wirtschaftsumfeld zurückzuführen ist.

Gold als Krisenwährung trägt eben noch diese zweite Funktion in sich, den Krisenschutz. Und dass eine Krise aufzieht bzw. ein epochales Ereignis in nächster Zeit oder in den nächsten Jahren bevorsteht, habe ich schon öfters an dieser Stelle geschrieben.

Auf der anderen Seite lief der Goldpreis seit Jahren in einer Range, sodass eine Bewegung vielleicht überfällig war.

Für den Aktienmarkt sollte die Volatilität nun genau beobachtet werden. Wenn wir weiterhin einen stabilen Aufwärtstrend in den Indizes erleben wollen, dann muss die Volatilität zurückkommen. Sonst wird das nichts.

Die Unternehmen haben auch für die nächsten zwei Quartale gute Zahlen prognostiziert. Tendenziell stapeln die Unternehmen niedrig, sodass es häufig zu Gewinnüberraschungen kommt. Die beginnende Berichtssaison nächste Woche wird für mehr Klarheit sorgen.

 

Umso verwunderlicher ist es, dass die Fed permanent von Zinssenkungen redet oder diese anvisiert. Man kann wohl zumindest davon ausgehen, dass keine Erhöhung mehr zur Diskussion steht.

Sofern die Unternehmensgewinne bleiben, wird es unter dem Strich aufwärtsgerichtete Börsen geben, auch in den nächsten Monaten. Zinssenkungen sind meiner Meinung nach nicht einmal dafür notwendig, auch wenn diese eine zusätzliche Dynamik hervorrufen würden.

Der Ölpreis muss mitspielen. Die Inflation steht und fällt mit dem Ölpreis. Alle Inflationen der letzten Jahrzehnte hatten ihren Ursprung in hohen Ölpreisen.

Aktuell liegt dieser knapp unter 90 Dollar, was schon einen hohen Preis darstellt. Wenn dieser wieder die Marke von 100 Dollar und mehr erreicht, wird die Inflation wieder anziehen

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keine neuen Positionen, nur ein bisschen Risikoreduzierung und Gewinnmitnahmen.

Die Order bleiben gültig, solange sie hier aufgeführt werden

Wer ein Konto bei Interactivebrokers führt, kann sich in der Kontoverwaltung auf Professionell einstufen lassen.  Das Handeln von US ETFs ist dann möglich. Alternativ bieten die beiden Broker Tasty Trades und Tradestation die Möglichkeit US ETFs zu handeln.

Order/Änderungen: 

SQQQ : buyatlimit 11.10 // 10% of Eq. // Stop 10.50

Portfolio:

YINN (China Bull3x) ETF : halten // 15,0% of Eq.

UTSL: halten // 7,5% of Eq.

TNA : halten // 10% of Eq

Watchlist:

 09-04-2024

Es ist nun nicht mehr eindeutig. Das Barometer hat den neutralen Bereich erreicht, was nicht bedeutet, dass es krachen muss. Es wird immer noch gekauft, aber die Charakteristik der Priceaction deutet nicht mehr nur auf Treiben und Drängen, sondern auf Akkumulieren hin. Es wird nicht mehr um jeden Preis gekauft, und Breakouts funktionieren nicht mehr reibungslos.

Ein Beispiel hierfür ist HUBS. Nach einem Ausbruch konnten die Gewinne nicht mehr gehalten werden. Viele Aktien scheinen lieber eine Basis zu bilden, ähnlich wie bei NVDA, um ein wenig auszuruhen.

https://www.tradingview.com/x/YZCUQcA2/

Auch spricht für eine mögliche Pause, dass wieder einmal defensive Branchen gestern punkten konnten.

Consumer Defensiv, Utilitys und REITs sind Branchen, die aktuell immer wieder mal die Nase vorn haben.

 

Die Berichtssaison startet diese Woche. Aussagen in dem einen oder anderen Bericht zur Lage der Nation oder zur wirtschaftlichen Verfassung könnten die Aktien dennoch wieder in den Aufwärtsmodus befördern.

 

Man sollte jedoch den Finger am Abzug haben.

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Bei Interactivebrokers kann man sich in der Kontoverwaltung auf Professionell einstufen lassen.  Das Handeln von US ETFs ist dann möglich. Alternativ bieten die beiden Broker Tasty Trades und Tradestation die Möglichkeit US ETFs zu handeln.

Order/Änderungen: 

SQQQ : buylimit @ 11.20 // 15% of Eq. // Stop 10.50

TNA : selllmit @ 40.80// 5% of Eq

UTSL: buystop @ 22.90 // 7,5% of Eq.

Portfolio:

YINN (China Bull3x) ETF : halten // 15,0% of Eq.

UTSL: halten // 7,5% of Eq.

TNA : halten // 10% of Eq

Watchlist:

 28-03-2024

 

Der Dow Jones schnitt gestern am besten von den großen Indizes ab. Allerdings übertraf der Small-Cap-Index Russell dann noch mit über 2 % eindeutig den Dow Jones.

Ein eigenartiges Bild, denn der Russell tendiert dazu, zu steigen, wenn es heißt, risikofreudig zu sein. Auf der anderen Seite wir der der Dow Jones aktuell getragen von seinen höheren Anteil an Pharma, Finanzen und Konsumgütern, also tendenziell defensivere Werte.

 

Dennoch, der Technologieanteil im Dow beträgt mittlerweile auch um die 50 %, da Apple, Intel und Microsoft in diesem Index enthalten sind. Es bedarf nicht vieler Worte darüber, wie hoch die Marktkapitalisierung dieser Big Caps ist. Die Marktkapitalisierung von Microsoft liegt bei 3,1 Billionen und die von Apple bei 2,6 Billionen.

 

Nun stellt sich die Frage, warum steigt der Russell mit tendenziell risikoreicheren Werten und gleichzeitig der Dow Jones bzw. defensive Branchen?

Ich gebe zu, so richtig schlau werde ich daraus nicht, aber dennoch wird es eine Begründung geben.

 

Vielleicht setzt der Russell, da er fundamental recht niedrig bewertet ist, einfach zur Aufholjagd an. Das Gleiche gilt möglicherweise für die defensiveren Werte.

Die großen Technologiewerte wie Microsoft sind in letzter Zeit fantastisch gelaufen, sodass hier eine Pause erwartet werden kann.

 

Unterm Strich rechnen Marktteilnehmer wohl weiterhin damit, dass die Inflation in Schach gehalten werden kann und eine moderate Zinssenkung noch in diesem Jahr, möglicherweise im Spätsommer oder Herbst, kommt. 

Es wird gekauft, was noch günstig erscheint und Nachholbedarf hat und durch die Beobachtung der Sektorbewegungen lässt sich darauf schliessen, dass wir irgendwo in der Mitte einer Hausse stehen, also nicht am Ende. Das ist mal wichtig :-)

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keine neuen Positionen

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Order/Änderungen: 

NUGT: buy limit 31.60 // 5,0% of Eq.

UTSL: buy stop 31.60 // 7,5% of Eq.

TNA : buystop 42.50 // 10% of Eq

LABU : buystop 133,00 // 10% of Eq

FFTY: sell 1/1 @ 27.90

Portfolio:

FFTY: halten // 10% of Eq.

ARKK: halten // 10% of Eq

NUGT: halten // 5,0% of Eq.

Chinesische Internetwerte ETF (KWEB) : halten 20% of EQ.// Avg. Price 29.4

Watchlist:

 29-03-2024

 

US Börsen heute geschlossen.

Montag geht es weiter.

Montag haben wir den 1.April, erleben aber hoffentlich keinen bösen Aprilschmerz im Zuge der Bekanntgabe der PCE Daten heute.

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NUGT: buy limit 31.60 // 5,0% of Eq.

Portfolio:

UTSL: halten // 7,5% of Eq.

TNA : halten // 10% of Eq

LABU : halten // 10% of Eq

ARKK: halten // 10% of Eq

NUGT: halten // 5,0% of Eq.

Chinesische Internetwerte ETF (KWEB) : halten 20% of EQ.// Avg. Price 29.4

Watchlist:

 01-04-2024

 

Die PCE-Daten sind veröffentlicht worden und fielen im Rahmen der Erwartungen aus. Die Börsen dürften die Sitzung positiv aufnehmen, und einem weiteren Anstieg steht vorerst nichts im Wege.

Positiv zu bleiben und die Dinge laufen zu lassen, ist nun die einzige Herausforderung auch wenn es nicht einfach ist.

Wir befinden uns noch immer in dem jungen Bullenmarkt, der am 1. November begann.

Es ist am besten, nicht zu sehr auf die Börsen zu achten und vielleicht eine Schlaftabletten einzunehmen, so wie es Kostolany einst empfohlen hatte. Das Barometer steht nach wie vor am grünen Anschlag, was ich selbst so nicht erwartete hätte.

 

Aber auch in Asien tut sich etwas, was besonders erfreulich ist, da wir in unserem Musterportfolio u.a. in einen chinesischen ETF investiert sind.

Chinas verarbeitendes Gewerbe ist im März zum ersten Mal seit sechs Monaten wieder gewachsen, wie aus einer offiziellen Umfrage am Sonntag hervorgeht.

Dies ist eine Erleichterung für die politischen Entscheidungsträger, auch wenn die Krise im Immobiliensektor weiterhin die Wirtschaft und das Vertrauen belastet.

Der offizielle Einkaufsmanagerindex (PMI) stieg im März auf 50,8 von 49,1 im Februar und lag damit über der 50er-Marke, die Wachstum von Schrumpfung trennt, und über der mittleren Prognose von 49,9.

Es sieht ganz danach aus, als ob der Turnaround in China nun endlich geschafft werden kann.

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Order/Änderungen: 

NUGT: buy limit 31.60 // 5,0% of Eq.

YINN (China Bull3x) ETF : buy stop 19.60 // 15,0% of Eq.

Portfolio:

UTSL: halten // 7,5% of Eq.

TNA : halten // 10% of Eq

LABU : halten // 10% of Eq

ARKK: halten // 10% of Eq

NUGT: halten // 5,0% of Eq.

Chinesische Internetwerte ETF (KWEB) : halten 20% of EQ.// Avg. Price 29.4

Watchlist:

 02-04-2024

 

Wie lässt sich der aktuelle Markt beschreiben? Ist die Party zu Ende oder wird sie weitergehen?

 

Für einige Sektoren wird die Party weitergehen, während andere möglicherweise eine Pause einlegen. Das Thema künstliche Intelligenz wird uns wahrscheinlich weiterhin begleiten, aber zunehmend könnten Aktien aus defensiven Branchen als Tagesgewinner hervortreten.

Der S&P 500 ist in den letzten fünf Monaten kontinuierlich gestiegen. Aktuell erleben wir ein Auf und Ab, was es für Swingtrader ratsam macht, eher auf Pullback-Methoden als auf Breakout-Methoden zu setzen.

 

Positionstrader können jedoch weiterhin investiert bleiben, insbesondere wenn sie sich in den richtigen Branchen befinden.

Für bedeutende Bewegungen benötigen wir nun neue Nachrichten. Eigentlich hätte die jüngste Fed-Sitzung eine solche treibende Nachricht sein können.

Allerdings hat die Rede nicht viel bewirkt, da die Ergebnisse weitgehend den Erwartungen entsprachen.

 

Wenn nun jedoch treibende Nachrichten ausbleiben, könnte es zunehmend Aktienbesitzer geben, die ihre Gewinne mitnehmen, motiviert durch die Trägheit an den Märkten.

 

Bei gleichzeitig wenig kaufenden Börsianern könnte sich eine leichte Tendenz zum Überangebot entwickeln, die sich dann in einem Abwärtstrend entlädt.

Aktuell fehlen die Nachrichten für weitere Kursanstiege. JPMorgan hat kürzlich gewarnt, dass ein heftiger Crash aus dem Nichts kommen könnte. Wow, das ist mal eine professionelle Ansage auf die fast nicht von allein gekommen wäre :-)

 

In den Jahren 2022 und 2023 haben die Großbanken stets zum Tiefpunkt gewarnt, dass es noch zu früh sei zum Kaufen.

Vielleicht ist JPMorgans Crash-Warnung der Startschuss für den nächsten Schub? Vorerst ist es jedoch wohl ratsam, abzuwarten, ob der Russell sauber ausbricht und damit Anschlusskäufe generiert.

Wir werden sehen.

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keine neuen Positionen, nur ein bisschen Risikoreduzierung und Gewinnmitnahmen.

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Order/Änderungen: 

NUGT: selllimit 1/1 @ 35.80

ARKK:  selllimit 1/1 @ 50.20

KWEB : sell limit 1/1 @ 26,90 

Portfolio:

YINN (China Bull3x) ETF : halten // 15,0% of Eq.

UTSL: halten // 7,5% of Eq.

TNA : halten // 10% of Eq

LABU : halten // 10% of Eq

ARKK: halten // 10% of Eq

NUGT: halten // 5,0% of Eq.

Chinesische Internetwerte ETF (KWEB) : halten 20% of EQ.// Avg. Price 29.4

Watchlist:

 03-04-2024

 

Die Volatilität ist plötzlich deutlich angestiegen, als die Märkte gestern den Rückwärtsgang einlegten. Es besteht die Befürchtung, dass die Zinsen möglicherweise doch nicht gesenkt werden. I

 

ch betrachte den Zinsschritt von 0,25 oder 0,5 % eher als symbolisch. Daher spielt es wohl keine große Rolle, ob die Zinsen bei 5,25 oder 4,75 % liegen.

Die Wirtschaft in den USA bleibt robust. Ein schwarzer Schwan könnte die Immobilienkrise der Business-Immobilien sein, ansonsten sieht es stabil aus.

Es ist auch bekannt, dass deutsche Banken involviert sind, was kaum überrascht. Die großen US-Finanzhäuser haben eine Vorliebe dafür, ihren Schrott den Deutschen anzubieten bzw. zu verkaufen. Ähnliches geschah während der Finanzkrise 2008, als deutschen Gemeinden hochtoxische Papiere verkauft wurden, bei denen niemand wusste, was sich darin befand.

Bayer kaufte Monsanto und wird seit dem nicht fertig mit den Strafzahlungen. Natürlich ist es ein wenig überspitzt formuliert aber im Kern trifft es schon zu. Die Liste ließe sich fortsetzen.

Das Barometer steht noch auf Grün, und aktuell sieht es auch nicht bedrohlich aus, obwohl die Tendenz der Marktbreitenindikatoren nicht mehr eindeutig nach oben zeigt.

Spät am gestrigen Abend wurden jedoch wieder Aktien gekauft, so dass es sich um eine Dip-Gelegenheit handeln könnte.

 

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Order/Änderungen: 

LABU : market 2/3 

ARKK:  selllimit 1/1 @ 50.20

Portfolio:

YINN (China Bull3x) ETF : halten // 15,0% of Eq.

UTSL: halten // 7,5% of Eq.

TNA : halten // 10% of Eq

LABU : halten // 10% of Eq

ARKK: halten // 10% of Eq

Watchlist:

 04-04-2024

 

Der ruhige Seitwärtsmodus oder minimal steigende Trend setzt sich fort. Die Big Caps im Technologiesektor könnten dem Nasdaq wieder etwas Schwung verleihen. Computer- und Halbleiterunternehmen scheinen ihre mittelfristigen Konsolidierungsphasen zu verlassen.

 

Dell und Western Digital, zwei führende Hardwarehersteller, verzeichneten solide Zuwächse. Insgesamt ist an der Wall Street ein Rotation zu beobachten, der das Geld aktuell in vernachlässigte Branchen fließen lässt bzw. in Aktien, die eine Pause eingelegt haben. 

Mal ist eine Branche für einige Tage oder Wochen im Fokus, dann folgt die nächste. Aber es gibt keine wirklichen Einbrüche. Jeder Rückgang wird gekauft.

Die Marktteilnehmer sind sich nicht mehr einig, ob es überhaupt zu Zinssenkungen kommt. Doch anscheinend ist das auch nicht so entscheidend für die Börsen, sonst hätten wir bereits größere Verkäufe gesehen.

 

Käufe erfolgen aus Rücksetzern heraus. Das bedeutet, dass, wenn etwas drei Tage lang gefallen ist, es akkumuliert wird. Die Kurse werden aktuell nicht nachhaltig und massiv nach oben getrieben, eher akkumuliert.

Deshalb hat der Markt diese ruhige plätschernde Charakteristik. Es ist kein Dampf auf dem Kessel, aber es gibt auch keinen Verkaufsdruck.

Als Investor muss man sich dieses Umfeld bewusst sein, unabhängig davon, ob man kurz- oder langfristig orientiert ist.

Es ist Tag für Tag entscheidend, die Situation zu bewerten und seinen Handelsstil entsprechend anzupassen.

 

Aktuell ist es wenig ratsam zu shorten. Positionstrades sollten einfach laufen gelassen werden, und im Swingtrading sollten Pullback-Strategien verfolgt werden. So könnte die Anpassung an die aktuelle  Börsensituation vorgenommen werden.

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Order/Änderungen: 

LABU : market 1/1 (Rest) @ 130.25

ARKK:  selllimit 1/1 @ 50.20

Portfolio:

YINN (China Bull3x) ETF : halten // 15,0% of Eq.

UTSL: halten // 7,5% of Eq.

TNA : halten // 10% of Eq

LABU : halten // 3,5% of Eq

ARKK: halten // 10% of Eq

Watchlist:

 05-04-2024

 

Hat JP Morgan vielleicht doch recht? Ein Crash erscheint völlig überraschend aus dem Nichts?

 

Nun ja, die Dynamik von gestern war jedenfalls überraschend. Tendenziell hatte ich mit einem Ausbruch des Russell nach oben gerechnet, aber die vielen Gaps und die ständigen Auf- und Abwärtskerzen der letzten Wochen waren auch nicht zu übersehen.

Das Barometer präsentierte sich dazu recht stark in letzter Zeit, so dass ich eher bullisch gestimmt bin.

 

Heute werden die Arbeitslosenzahlen in den USA verkündet. Es gibt zwei Möglichkeiten:

 

Positiv ausfallende Arbeitszahlen würden meiner Meinung nach die Zinssenkung aufschieben. Im eher überraschenden Fall von nicht so guten Arbeitszahlen, d.h. mehr Arbeitslose als angenommen, würde die Börse auf schnellere Zinssenkungen hoffen. Das wäre positiv für die Börse und könnte heute für einen schönen Wochenausklang sorgen.

 

Im schlechtesten Fall geht es ein wenig abwärts an den Börsen, aber aktuell werden die Dips gekauft. Mit einem Crash, wie von JPM prognostiziert, rechne ich nicht.

Dennoch muss man solche dynamischen Verkaufstage ernst nehmen, da sie, wenn auch nicht sofort, häufig Vorboten sein können für späteres Ungemach.

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Order/Änderungen: 

LABU : market 1/1 (Rest) @ open

ARKK:  selllimit 1/1 @ open

Portfolio:

YINN (China Bull3x) ETF : halten // 15,0% of Eq.

UTSL: halten // 7,5% of Eq.

TNA : halten // 10% of Eq

LABU : halten // 3,5% of Eq

ARKK: halten // 10% of Eq

Watchlist:

 27-03-2024

Die Dynamik lässt weiter nach. Der Grund dafür wird die Bekanntgabe der Inflationszahlen am Freitag sein, die von den Marktteilnehmern gespannt erwartet werden. Für die weitere Zurückhaltung spricht auch das niedrige Handelsvolumen. Die Untergruppe des Barometers der Marktbreite-Indikatoren zeigt keine wesentliche Verschlechterung.

Die Frage ist, was passiert im Falle von stabilen und nicht besorgniserregenden Inflationszahlen?

 

Die Zinsen würden höchstwahrscheinlich nicht mehr steigen. Einige Börsianer nehmen an, dass die Anleihen dann automatisch steigen würden, insbesondere wenn die Zinsen in der zweiten Jahreshälfte tatsächlich den Abwärtstrend aufnehmen.

Aktuell liegt der Zins für 10-jährige US-Anleihen bei gut 4%. Der Zins auf dem Girokonto oder beispielsweise bei Interactive Brokers liegt bei über 5%, somit höher als bei einer Bindung in Anleihen!

 

Wenn der Zins nun eher symbolisch von 5% auf 4% fällt, welche Motivation haben Investoren dann, eine mega Anleihen-Rallye loszutreten? Klar, die Anleihen werden ein bisschen steigen, aber ist das wirklich so bedeutend?

In den letzten Monaten höre ich immer wieder von dem TLT ETF als Anlageidee und wie großartig das ist.

 

Meiner Meinung nach ist das sehr gut für wirklich große Konten geeignet, die auf eine einigermaßen stabile Jahresrendite aus sind. Das Risiko nach unten ist sicherlich auch sehr gering.

 

Aus Traderperspektive sehe ich das Potenzial als zu gering.

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Order/Änderungen: 

WGMI: sellstop 1/1 @ 17.85

Portfolio:

FFTY: halten // 10% of Eq.

ARKK: halten // 10% of Eq

NUGT: halten // 5,0% of Eq.

WGMI: halten // 3,5% of Eq

Chinesische Internetwerte ETF (KWEB) : halten 20% of EQ.// Avg. Price 29.4

Watchlist:

 25-03-2024

 

Der Russell kämpft weiterhin mit dem Durchbruch eines wichitgen Widerstandes. Das Gelingen oder Nichtgelingen dürfte ein wichtiges Indiz für den weiteren Verlauf sein.

 

Nach wie vor bin ich der Meinung, dass die Situation kurzfristig sehr nervös und anfällig für eine Minikorrektur ist. Die FED-Sitzung hat jedoch die Euphorie beflügelt, und der Durchbruch des Russells könnte nun bevorstehen.

Das Gesamtbild ist ebenfalls positiv, die Unterindikatoren des Barometers sprechen für einen weiteren Anstieg. Nur der USD zeigt sich seit zwei Tagen auffällig stark, was eigentlich nicht der Fall sein sollte, wenn es heißt, freie Bahn mit Marzipan.

Von den Big Caps ziehen die Halbleiterwerte wieder an, nachdem man dachte, dass nach fest eher ab kommt.

 

Doch Micron Technology hat letzte Woche gute gute Zahlen vorgelegt, und Nvidia könnte nun möglicherweise aus einer High-tight-Flag ausbrechen. Das sind keine bärischen Hinweise.

Die Halbleiter sind die Zugpferde der aktuellen KI-Hysterie. Wenn sie weiter anziehen, wird der Gesamtmarkt in der Regel folgen.

Übrigens ist es in jeder Hausse so, dass nicht unbedingt die Story Stocks allein die besten Pferde im Rennen sind, sondern die Zulieferer dieser Branche.

Genau wie es seinerzeit im Goldrausch war, versorgte Levi's die Goldsucher mit stabilen Jeanshosen und profitierte am meisten vom Goldrausch.

Einige Goldsucher haben sicherlich das große Los gezogen, aber die Mehrheit ging wohl leer aus.

Die Halbleiterindustrie kann sicherlich als der Jeanslieferant der heutigen KI-Aufregung bezeichnet werden

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Order/Änderungen: 

Portfolio:

FFTY: halten // 10% of Eq.

ARKK: halten // 10% of Eq

NUGT: halten // 5,0% of Eq.

MSOS: halten // 7,5% of Eq

WGMI: halten // 3,5% of Eq

Chinesische Internetwerte ETF (KWEB) : halten 20% of EQ.// Avg. Price 29.4

Watchlist:

 26-03-2024

Unter geringem Volumen verloren die Börsen nur geringfügig an Punkten. Der Russell konnte sich jedoch gut behaupten und sogar leicht zulegen.

Im Grunde hat sich immer noch nicht viel geändert, und die Situation bleibt unklar.

 

Was jetzt benötigt wird, ist ein großer Investor, der seine Geldbörse öffnet und starke Kaufaufträge platziert, um den Russell über seinen Widerstand hinweg zu bringen.

 

Dies würde weitere Geldzuflüsse und Käufe nach sich ziehen. Die aktuelle Situation deutet auf eine gewisse Zurückhaltung hin.

Aktien werden nur sehr selektiv gekauft, teils aber sogar recht "gierig". Auf der anderen Seite sind ausgeprägte Verkäufe  nicht besonders präsent. Wieder einmal weder Fisch noch Fleisch.

Es herrscht eine abwartende Haltung, die meiner Meinung nach entweder durch eine kurze Bereinigung oder den Durchbruch des Russell aufgelöst wird.

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Order/Änderungen: 

MSOS: selllimit 1/1 @ 9.30

WGMI: sellstop 1/1 @ 17.85

Portfolio:

FFTY: halten // 10% of Eq.

ARKK: halten // 10% of Eq

NUGT: halten // 5,0% of Eq.

MSOS: halten // 7,5% of Eq

WGMI: halten // 3,5% of Eq

Chinesische Internetwerte ETF (KWEB) : halten 20% of EQ.// Avg. Price 29.4

Watchlist:

 22-03-2024

 

Gestern gab es nur eine leichte Anschlussbewegung. Die Marktbreiteindikatoren haben leider nicht alle mitgezogen.

Möglicherweise haben institutionelle Anleger, wie ich vermutet habe, trotz der Aufwärtsbewegung der letzten drei Tage verkauft, hoffentlich nur selektiv.

Das Abwärtsvolumen war jedenfalls recht ordentlich gestern., also das Volumen bei fallenden Aktien.

Der Russell notiert an einem bedeutenden Widerstand, was bedeutet, dass es nun etwas holprig werden könnte.

Dennoch überzeugen weiterhin die fundamentalen Zahlen und auch diese sprechen für eine mittelfristige Aufwärtsbewegung, neben den taubehaften Tönen der FED.

Beispielsweise hat gestern der Halbleiterhersteller Micron Technology gute Quartalsergebnisse verzeichnet und spiegelt damit die an sich robuste Wirtschaft.

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Order/Änderungen: 

Portfolio:

FFTY: halten // 10% of Eq.

ARKK: halten // 10% of Eq

NUGT: halten // 5,0% of Eq.

MSOS: halten // 7,5% of Eq

WGMI: halten // 3,5% of Eq

Chinesische Internetwerte ETF (KWEB) : halten 20% of EQ.// Avg. Price 29.4

Watchlist:

MRO

 19-03-2024

 

Heute ist Dienstag, aber anscheinend kein klassischer Turnaround-Dienstag. Eher ein ruhiger Dienstag, da vor der FED-Sitzung nicht viel Aktivität erwartet werden kann.

Ich kann mir gut vorstellen, dass die FED-Sitzung kurzfristig die Kurse nach oben treibt und das Smart Money diese Stärke erneut nutzt, um zu verkaufen.

Kurz- bis mittelfristig sehe ich jedoch eine Schwäche aufkommen. Gestern verzeichneten wir einen schwachen Wert von 48% steigender Aktien.

Im Russell notieren mittlerweile nur noch knapp 50% über ihrer 200-Tage-Linie, was auf eine äußerst schwache Partizipation hinweist.

Im S&P 500 sieht es anders aus. Dort notieren immerhin 75% der Aktien über ihrem 200-Tage-Durchschnitt.

 

Dieser Unterschied zwischen Big und Small Caps besteht schon seit mehr als einem Jahr und wird immer deutlicher.

Ursprünglich ging ich davon aus, dass sich die Lücke schließen würde, aber das Gegenteil ist eher der Fall.

Auch der S&P 500 gerät langsam ins Stocken. Jedenfalls hat sich dieser unter dem Strich seit nun mehr einem Monat nicht von der Stelle bewegt.

Noch hat das Barometer nicht auf Rot geschaltet. Es wird wohl noch eine Weile dauern, es sei denn, es kommt in den nächsten Tagen zu massiven Verkäufen.

Die Gefahr steigender Volatilität nimmt unaufhaltsam zu.

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Bitcoin Miners (WGMI):  sell limit 1/1  @ 16.45

Portfolio:

Bitcoin Miners (WGMI):  halten // 6.5 % of EQ.  

Chinesische Internetwerte ETF (KWEB) : halten 20% of EQ.// Avg. Price 29.4

Watchlist:

MRO

 20-03-2024

 

Vor der bevorstehenden Fedsitzung präsentierten sich die Kurse gestern recht ordentlich. Sogar einige Wachstumswerte zeigten Umkehrkerzen und könnten ihre kurzfristige Tauchfahrt beendet haben.

 

Obwohl ich das nicht als das Haupt-Szenario betrachte, besteht immer noch die Möglichkeit, dass die Börsen einfach so weiter nach oben laufen.

Immerhin wurde der Russell gut eine Woche lang verkauft und bietet damit Rückfederpotential. Die Möglichkeit einer Wende nach oben im Russell, wenn auch kurzfristig, ist gegeben.

 

Auffällig stark verhalten sich derzeit die Cannabis-Aktien. Auch ohne die genauen Hintergründe zu kennen, lässt sich am Chartverhalten eindeutig erkennen, dass sich größere Adressen für diese Industriegruppe interessieren.

 

Wenn sich eine gute Einstiegsgelegenheit mit einem geringen Risiko bietet, werden wir diese Gruppe in unser Musterportfolio aufnehmen.

Hier der ETF für die Cannabis Werte:

https://www.tradingview.com/x/KZ6GCq2S/

W5 Musterportfolio

Die Order bleiben gültig, solange sie hier aufgeführt werden

Wer ein Konto bei Interactivebrokers führt, kann sich in der Kontoverwaltung auf Professionell einstufen lassen.  Das Handeln von US ETFs ist dann möglich. Alternativ bieten die beiden Broker Tasty Trades und Tradestation die Möglichkeit US ETFs zu handeln.

Order/Änderungen: 

Bitcoin Miners (WGMI):  sell limit 1/1  @ 16.45

Portfolio:

Bitcoin Miners (WGMI):  halten // 6.5 % of EQ.  

Chinesische Internetwerte ETF (KWEB) : halten 20% of EQ.// Avg. Price 29.4

Watchlist:

MRO

 21-03-2024

 

Tja, die Federal Reserve hat wirklich dovish geklungen. Die Börsianer haben das entsprechend mit massiven Aufschlägen honoriert.

Technologie- und Wachstumsaktien haben ordentliche Sprünge nach oben gemacht. Es sieht so aus, als ob der Aufwärtstrend weitergeht und die Verlangsamung des letzten Monats tatsächlich nur eine kurze Verschnaufpause war.

 

Man sollte wieder aufspringen, sonst verpasst man den Zug. In unserem Musterportfolio werden wir die Investitionsquote wieder erhöhen.

Goldaktien, die bereits im Zuge des gestiegenen Goldpreises eine starke Aufwärtsdynamik gezeigt haben, haben gestern zusammen mit dem Goldpreis selbst einen Sprung nach oben gemacht. Sie antizipieren den von der Fed angedeuteten Zinssenkungszyklus, der in diesem Jahr ab Spätsommer beginnen soll.

Die Federal Reserve hat bisher einen guten Job gemacht, das kann man nicht anders sagen.

 

Die Zinserhöhungen vor ca. zwei Jahren kamen überraschend, nachdem man jahrelang Zinsen nahe Null gewohnt war.

Es gab Befürchtungen, dass die Wirtschaft zusammenbrechen würde. Aber die Rückkehr zur Normalität ohne dass die USA untergeht, ist gelungen.

Der Leitzins beträgt immerhin ca. 5%, das ist keine symbolische Größe wie z.B. 1,25% oder ähnliches.

 

Nun ja, wie Trump so schön sagte, "America First", und das haben sie gezeigt. Europa würgt mit seiner Zinspolitik die Wirtschaft komplett ab, die europäische Wirtschaft hat eben nicht nur mit den höheren Zinsen zu kämpfen, sondern auch mit der unsäglichen Politik.

Wenigsten wird es immer offensichtlicher wie wirtschaftsfeindlich es zugeht und es nehmen immer Menschen wahr, was mittlerweile schon fast linksextreme Politik bewirkt.

Man kümmert sich lieber darum, das 16jährige Mädchen aus dem Unterricht abgeführt werden, anstatt Bürokratie abzubauen und Steuern und Zinsen zu senken. Erneut ist ein absoluter Tiefpunkt in Deutschland erreicht.

Ich kann mir auch gut vorstellen, das obwohl der Direktor der Schule von einer Präventativmaßnahme spricht, der ein oder anfängt darüber nachzudenken, ob alles noch mit rechten Dingen zugeht und die Präventativmaßnahme eher das Gegenteil bewirkt hat. Sicherlich wird keiner mehr über offizielle Kanäle Videos dieser Art teilen aber ob man sich so die Gunst der Schüler holt ist zweifelhaft. Meine Kinder wollten jedenfalls immer das, was verboten war :-)

Naja, zurück zur Börse:

Eines wundert mich: Bei der letzten FED-Sitzung hatte Powell überraschenderweise vermerkt, dass sie die Inflation und die Entwicklung sehr genau im Auge behalten wollen und Zinssenkung wohl überlegt werden müssen. Erwartet hatte man jedoch wesentlich taubenhaftere Töne. Das führte vor einigen Wochen zu einem heftigen Tagessprung nach unten.

 

Diesmal war es genau anders herum, während man quasi eine Fortsetzung der letzten Rede erwartet hatte, kamen nun ziemlich taubenhafte Klänge.

Als ob es vielleicht notwendig ist, die Zinsen zu senken, da sonst der Bankensektor in Schieflage gerät? 

Allerdings setzen auch die Bankaktien zu Höhenflügen an, das sieht nicht wirklich nach Börsenkrach aus.

W5 Musterportfolio

Wir bauen neue Positionen auf, vornehmlich in ETFs. Die sind einfacher zu handeln.

Ich werde weiterhin mit angezogener Handbremse fahren. Es besteht die Gefahr, dass die aktuelle kurzfristig aufkommende Stärke von den Instis zum Verkauf genutzt wird.

Das Musterportfolio liegt dieses Jahr gute 5% im Plus. Ich möchte die Equity möglichst am Top halten und erst all in gehen, wenn die Marktsituation eindeutig ist.

Die Order bleiben gültig, solange sie hier aufgeführt werden

Wer ein Konto bei Interactivebrokers führt, kann sich in der Kontoverwaltung auf Professionell einstufen lassen.  Das Handeln von US ETFs ist dann möglich. Alternativ bieten die beiden Broker Tasty Trades und Tradestation die Möglichkeit US ETFs zu handeln.

Order/Änderungen: 

WGMI: buystop 18.00 // 3,5% of Eq  (Option Verfall 19/4 Strike : 19.00)

MSOS: buystop 9.40 // 7,5% of Eq    (Option Verfall 22/3 Strike : 10.00)

NUGT: buystop 32.40 // 5,0% of Eq  (Option Verfall 22/3 Strike : 33.00)

ARKK:  buystop 50.50 // 10% of Eq   (Option Verfall 22/3 Strike : 51.50)

FFTY:   buystop 27.75 // 10% of Eq  (Option Verfall 19/4 Strike : 29.00)

JD.com (JD) : buystop 28.80 // stoploss 27.25 // 15% of EQ

Portfolio:

Chinesische Internetwerte ETF (KWEB) : halten 20% of EQ.// Avg. Price 29.4

Watchlist:

MRO

 18-03-2024

Ölwerte und Materialien erleben gerade einen Anstieg.

Normalerweise sind gute Ergebnisse für den Rest des Marktes nicht zu erwarten, wenn sich Ölwerte als der beste Sektor herausstellen.

Das letzte Mal, als sich Ölwerte deutlich von den restlichen Sektoren abhoben, war in der ersten Jahreshälfte 2022. Die Folgen sind noch allen bekannt.

Grundsätzlich ist es ein gutes Zeichen, wenn Rohstoffe steigen, da dies auf eine gesunde Wirtschaft hinweist.

Es darf jedoch nicht zu gut werden, da dies wiederum die Inflation und damit die Zinsen steigen lassen könnte.

 

Vor diesem Hintergrund wird die bevorstehende Sitzung der FED von Interesse sein. Bis dahin sind wahrscheinlich eher verhaltene Kursbewegungen zu erwarten.

W5 Musterportfolio

Die Order bleiben gültig, solange sie hier aufgeführt werden

Wer ein Konto bei Interactivebrokers führt, kann sich in der Kontoverwaltung auf Professionell einstufen lassen.  Das Handeln von US ETFs ist dann möglich. Alternativ bieten die beiden Broker Tasty Trades und Tradestation die Möglichkeit US ETFs zu handeln.

Order/Änderungen: 

Bitcoin Miners (WGMI):  sell limit 1/1  @ 16.45

Micro Sector Oil ETF (OILU) : sell 1/1 @43.00 

Portfolio:

Bitcoin Miners (WGMI):  halten // 6.5 % of EQ.  

Micro Sector Oil ETF (OILU) : halten // 10 % of EQ.

Chinesische Internetwerte ETF (KWEB) : halten 20% of EQ.// Avg. Price 29.4

Watchlist:

MRO

 15-03-2024

Am Donnerstag verzeichneten wir einen Rückgang von 80% der Aktien, ein vergleichsweise niedriger Wert.

Ein einzelner Tag allein ist nicht entscheidend, aber in einem unsicheren Kontext, der seit Tagen, fast Wochen, anhält, ist dies bedenklich.

 

Die Marktbreite bei den Big Caps war in den letzten Wochen recht ordentlich, jedoch lässt die Marktbreite bei den Small Caps zunehmend nach.

 

Wir stehen vor einer äußerst seltenen Situation, die nicht häufig vorkommt. Nicht nur der charttechnische Unterschied zwischen diesen beiden Aktiengruppen ist enorm, sondern auch die Markttiefe, wie bereits erwähnt.

 

Doch zu diesen beiden Punkten gesellt sich ein weiteres Phänomen, das äußerst selten auftritt:

Die fundamentale Bewertung.

 

Man könnte sagen, die Big Caps sind so teuer wie selten zuvor, und im krassen Gegensatz dazu sind die Small Caps so günstig wie selten.

Das KGV der Small Caps liegt auf einem historisch niedrigen Niveau von 13.

 

Dieser klaffende Unterschied trat das letzte Mal in der Dotcom-Blase von 1999 auf.

Damals war es die Dotcom-Blase. Dieses Mal könnte es die KI-Blase sein, wer weiß?

 

Man könnte auf zwei Arten argumentieren: Entweder werden die Small Caps in der zweiten Jahreshälfte kräftig aufholen und eine Outperformance zeigen, oder sie werden nicht so stark fallen wie die Big Caps.

 

Letzteres geschah beim Platzen der Dotcom-Blase.